Studie: IT-Mittelständler mit verhaltenem Ausblick für 2026

Reuters · Uhr
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Frankfurt, 05. Jan (Reuters) - Die mittelständischen deutschen IT-Unternehmen blicken mit gemischten Gefühlen auf 2026.

Zwar rechneten rund 56 Prozent der ⁠Befragten mit ‍Umsatzsteigerungen, ergab eine am Montag veröffentlichte Erhebung des Bundesverbands IT-Mittelstand (BITMi). Für die heimische Digitalwirtschaft insgesamt ‌prognostizierten aber weniger als 45 Prozent eine Verbesserung. "Die angespannte Wirtschaftslage über alle ‍Branchen hinweg ist auch im Digitalsektor spürbar, dennoch zeigt sich der IT-Mittelstand weiterhin resilient und leistungsstark", sagte BITMi-Präsident Oliver Grün.

Mehr als drei Viertel der Befragten nannten die schwächelnde Konjunktur als Grund für ihren ‍verhaltenen Ausblick, hieß es weiter. Weitere ⁠Belastungsfaktoren seien Bürokratie und Regulierung (55 Prozent) sowie die unzureichende Priorisierung von Digitalisierung (48 Prozent) und digitaler Souveränität (45 Prozent). Daher ‍forderten fast 70 Prozent der befragten Firmen Bürokratie-Abbau. Jeweils mehr als die Hälfte ⁠pocht auf eine stärkere Digitalisierung der Verwaltung und den Ausbau der IT-Infrastruktur. Darüber hinaus solle der Staat Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder Quantencomputer ‍stärker fördern. Wenn der ‌Bund an diesen Punkten ansetze, könne er Wachstumsdynamik in der Digitalbranche verstärken, betonte Verbandschef Grün.

Der Studie zufolge verliert der Fachkräftemangel dagegen für Firmen zunehmend an Bedeutung. Lediglich 25 Prozent der Befragten nannten diesen Faktor als Hemmnis. Bei der vorangegangenen Befragung waren es fast doppelt so viele.

(Bericht von Hakan Ersen. Redigiert von Olaf ⁠Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‍Märkte).)