Riad: Separatistenführer flieht aus dem Jemen

Reuters · Uhr
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08. Jan (Reuters) - Im Jemen-Konflikt ist der Anführer der Separatisten im Süden des Landes offenbar mit Hilfe der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ⁠aus dem Land ‍geflohen.

Aidarus al-Subaidi sei über Umwege nach Abu Dhabi gelangt, teilte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition im ‌Jemen am Donnerstag mit. Er hätte am Mittwoch zu Krisengesprächen in der saudischen Hauptstadt ‍Riad erscheinen sollen. Der Vorfall verschärft den Konflikt zwischen den beiden mächtigsten Staaten am Persischen Golf.

Im Jemen herrscht seit 2014 Bürgerkrieg. Lange Zeit waren Saudi-Arabien und die VAE mit den von ihnen unterstützten Gruppen Bündnispartner im Kampf ‍gegen die islamistischen Huthi-Rebellen, die weite Teile ⁠im Norden und Westen kontrollieren und vom Iran unterstützt werden. Doch im vergangenen Monat kam es zum Bruch. Der von ‍al-Subaidi geführte Südliche Übergangsrat (STC), der die Abspaltung des Südjemen anstrebt, eroberte dort weite Gebiete. Die ⁠VAE hatten zuletzt nach einem Ultimatum Saudi-Arabiens angekündigt, ihre verbliebenen Truppen aus dem Land abzuziehen.

Der Koalition zufolge floh al-Subaidi zunächst per Boot aus dem Jemen, bevor ‍er von Somaliland aus ein ‌Flugzeug nach Mogadischu bestieg. Von dort sei er unter Aufsicht von Offizieren der Emirate nach Abu Dhabi in den Emiraten weitergeflogen. Die Separatisten erklärten ihrerseits, al-Subaidi sei unter Androhung von Gewalt aufgefordert worden, nach Saudi-Arabien zu reisen. Stellungnahmen der VAE oder des STC lagen zunächst nicht vor.

(Bericht von Hatem Maher, Jana Choukeir und Ahmed Elimam, geschrieben von Olaf ⁠Brenner, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‍Märkte)

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