Daten heute veröffentlicht

Das sagen Ökonomen zum US-Arbeitsmarktbericht

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Die Arbeitnehmer arbeiten im Metallurgiewerk. Das flüssige Metall wird in Formen gegossen. Arbeiter, der die Metallschmelze in Öfen steuert.
Die Arbeitnehmer arbeiten im Metallurgiewerk. Das flüssige Metall wird in Formen gegossen. Arbeiter, der die Metallschmelze in Öfen steuert. · Quelle: onvista

(dpa-AFX) - In den USA hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt Ende des vergangenen Jahres durchwachsen gezeigt. Während der Anstieg der Beschäftigung schwächer als erwartet ausfiel, ging die Arbeitslosenquote im Dezember etwas zurück. Außerhalb der Landwirtschaft kamen im Dezember 50.000 Stellen hinzu, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 70.000 neuen Stellen gerechnet.

Einschätzungen von Ökonomen im Überblick:

Dirk Chlench, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg

"Die US-Privatwirtschaft hat in den zurückliegenden drei Monaten gerade einmal 29 Tausend neue Stellen pro Monat geschaffen. Der US-Arbeitsmarkt verharrt damit weiter im 'No Hire - No Fire-Modus'. Da zudem die Inflationsrate für November 2025 überraschend niedrig ausgefallen ist, dürfte die US-Notenbank im laufenden Jahr ihren Zinssenkungskurs fortsetzen."

Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen

"Nur schwaches Beschäftigungsplus. Die Zahl der netto neugeschaffenen Stellen blieb hinter den Erwartungen zurück und so festigt sich das Bild, wonach der US-Arbeitsmarkt deutlich an Dynamik verloren hat."

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank

"Aus Sicht der Arbeitsmarktentwicklung hat die US-Notenbank Raum für mehr Zinssenkungen als es die Projektionen der Fed derzeit vorsehen. Wir gehen nach wie vor von drei Zinssenkungen im laufenden Jahr aus. Was noch deutlicheren Zinssenkungen entgegensteht, ist die Inflationsentwicklung. Die Zölle bergen das Risiko, dass es im laufenden Jahr zu Überwälzungseffekten an den Endkonsumenten kommen wird."

Christoph Balz und Bernd Weidensteiner, Analysten bei der Commerzbank

"In den USA steigt die Beschäftigung kaum noch. Im Dezember legte sie nur um 50.000 zu. Diese Zahl wird womöglich noch nach unten revidiert werden, wie auch die Zahlen für Oktober und November nun deutlich schwächer ausfallen als bisher gemeldet. Immerhin sank die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent. Die US-Notenbank dürfte sich grundsätzlich in ihren Sorgen um den Arbeitsmarkt bestätigt fühlen, aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf sehen."

/jkr/men

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