Staatspleite?

Villeroy: Bei Defizit von über fünf Prozent gerät Frankreich in Gefahrenzone

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Artikel teilen:
Quelle: pixinoo/Shutterstock.com

Paris, 14. Jan (Reuters) - Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau schlägt mit Blick auf das Defizit des ⁠Landes Alarm.

"Ich ‍muss mit Nachdruck sagen, dass Frankreich mit einem Defizit von über fünf Prozent aus ‌Sicht der internationalen Kreditgeber in die rote Zone, in die Gefahrenzone, geraten ‍würde", sagte Villeroy am Mittwoch im Fernsehsender BFMTV. Die EU-Kommission hat in ihrer Herbstprognose ein Defizit von 4,9 Prozent für das zweitgrößte Land der Euro-Zone veranschlagt. Villeroy fügte hinzu, dass ‍die politische Unsicherheit im Zusammenhang mit ⁠dem Haushalt zwar das Wachstum um mindestens 0,2 Prozentpunkte reduziere, die französische Wirtschaft aber dennoch eine ‍gewisse Widerstandsfähigkeit zeige. "Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Wachstum von 0,9 Prozent erwartet", ⁠sagte Villeroy und verwies auf die jüngste Umfrage der Notenbank zur Stimmung in der Wirtschaft.

Da die Abgeordneten bis Ende 2025 keinen Haushalt ‍für 2026 verabschieden ‌konnten, musste ein Notgesetz verabschiedet werden. Sie nahmen am Dienstag ihre Überprüfung des Haushaltsplans für 2026 wieder auf. Doch viele Beobachter vermuten, dass die Minderheitsregierung von Premierminister Sebastien Lecornu das Parlament umgehen und spezielle verfassungsrechtliche Befugnisse nutzen muss, um ihn zu verabschieden.

Das könnte dich auch interessieren

Aktienmarkt steigt deutlich
Trump-Äußerungen zu Iran-Krieg lösen Börsenrally ausheute, 10:32 Uhr · Reuters
Trump-Äußerungen zu Iran-Krieg lösen Börsenrally aus
Vorbörse 30.03.2026
Dax dürfte mit leichten Verlusten in die Woche starten30. März · onvista
Jemand geht vor dem Dax-Logo vorbei.
EUR/USD Wochenausblick 30.03.2026
Der Abwärtstrend im Euro hält an30. März · onvista
Der Abwärtstrend im Euro hält an
Premium-Beiträge
Trading-Impuls
Diese Dax-Aktie könnte neuen Aufwärtstrend beginnengestern, 13:43 Uhr · onvista
Chartzeit Marktbericht 29.03.2026
Märkte im Rückwärtsgang: Der März 2026 wird zum Warnsignal29. März · onvista
Kolumne von Stefan Riße
Kriegsende dürfte keine neuen Rekordkurse bringen29. März · Acatis