Österreichisch-deutscher Sensor- und Chip-Konzern

AMS-Osram startet neue Sparrunde - Rund 2000 Stellen fallen weg

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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AMS-Osram Logo auf Handy vor Computer-Bildschirm
Quelle: Timon - stock.adobe.com

Der österreichisch-deutsche Sensor- und Chip-Konzern AMS-Osram startet eine neue Sparrunde und will in den kommenden drei Jahren ⁠rund 2000 Stellen ‍streichen. Die Hälfte davon betreffe Europa, der Rest Asien, erklärte das angeschlagene Unternehmen, das rund 19.000 Personen beschäftigt, ‌am Dienstag in Premstätten bei Graz. AMS-Osram will mit dem "Simplify" genannten Sparprogramm bis 2028 ‍die Kosten um weitere 200 Millionen Euro senken.

Damit und mit dem in der vergangenen Woche angekündigten Verkauf eines Teils des Sensor-Geschäfts an Infineon "schärfen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und gewinnen die finanzielle Flexibilität zurück, gezielt in unser Wachstum zu investieren", sagte ‍Vorstandschef Aldo Kamper.

Im abgelaufenen Jahr schrumpfte der ⁠Umsatz von AMS-Osram vor allem wegen des schwächeren Dollar um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro, das Chip-Kerngeschäft wuchs währungsbereinigt aber ‍um sieben Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um sechs Prozent auf 608 Millionen Euro, ⁠das entsprach einer Marge von 18,3 (Vorjahr: 16,8) Prozent.

Unter dem Strich stand ein - wenn auch deutlich niedrigerer - Verlust von 129 (minus 785) Millionen Euro. Im vierten Quartal lagen die ‍Umsätze mit 874 (882) Millionen Euro ‌am oberen Ende der Erwartungen.

Für das laufende Jahr sei nach dem Verkauf von Firmenteilen an Infineon und die japanische Ushio mit einem moderaten Umsatzrückgang zu rechnen. Das bereinigte Ebitda werde voraussichtlich durch Einmaleffekte und höhere Edelmetallpreise belastet. Im ersten Quartal sei ein Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro zu erwarten, bei einer bereinigten Ebitda-Marge von 13,5 bis 16,5 Prozent.

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