Wadephul kritisiert DAAD-Verbot in Russland scharf

Reuters · Uhr
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München, ⁠13. Feb (Reuters) - Bundesaußenminister Johann Wadephul hat das Verbot des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Russland scharf kritisiert. "Wir verurteilen diese Maßnahme auf ‌das Schärfste. Sie ist völlig unbegründet. Wir fordern Russland auf, diese Maßnahme ⁠umgehend ⁠zurückzunehmen", sagte Wadephul am Freitag vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz. Die russische Regierung hatte den DAAD zuvor zur unerwünschten Organisation erklärt, was auch ‌Auswirkungen etwa auf geförderte ‌russische Stipendiaten haben könnte.

"Wir beobachten mit Sorge, dass die Wissenschaftsfreiheit in Russland ⁠immer stärker eingeschränkt wird. Immer mehr unabhängige ‌Wissenschaftsorganisationen werden systematisch ⁠an ihrer Arbeit gehindert", sagte der Außenminister weiter. "Russland schafft so bewusst eine Atmosphäre der Angst und ‌der Isolation." Kontakte ⁠mit dem Ausland würden ⁠zunehmend kriminalisiert. "Das ist kein wirklicher Friedenswille, das ist kein Wille der Verständigung, den wir in Russland hier sehen", kritisierte der CDU-Politiker.

(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte ⁠an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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