Bundesregierung kritisiert Vorgehen gegen DW-Reporter in Türkei

dpa-AFX · Uhr
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BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat das Vorgehen der Türkei gegen einen türkischen Mitarbeiter der Deutschen Welle deutlich kritisiert. Der Vorgang mache zutiefst besorgt und werde mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin.

"Grundsätzlich ist die Situation der Pressefreiheit in der Türkei seit Jahren Gegenstand internationaler Besorgnis und vor dem Hintergrund kommt der Schutz von Medienschaffenden und der Einhaltung rechtsstaatlicher Verfahren besondere Bedeutung zu. Dafür wird sich die Bundesregierung weiterhin mit Nachdruck einsetzen", sagte er.

Der seit mehreren Jahren für die Deutsche Welle (DW) in der Türkei tätige Korrespondent Alican Uludag war am Donnerstag nach DW-Angaben vor den Augen seiner Familie von etwa 30 Polizisten in Ankara festgenommen und abgeführt worden. Am Freitag wurde von einem Gericht in Istanbul Haftbefehl gegen ihn erlassen. Zuvor hatte die Istanbuler Staatsanwaltschaft Ermittlungen nicht nur wegen Präsidentenbeleidigung, sondern auch wegen "öffentlicher Verbreitung irreführender Informationen" eingeleitet./cn/DP/men

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