Drei Fragen an Bernecker 20.02.2026

Kippt die Dominanz großer Tech-Aktien? Profitiert Gabler vom Rüstungsboom? Kommt eine Fed-Zinssenkung?

onvista · Uhr
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Quelle: Bernecker

Kippt die Dominanz der „Magnificent Seven“ im S&P 500?

Die Dominanz der Magnificent Seven wird natürlich abnehmen, aber nicht zusammenbrechen. Der Ablauf aller Kurse in den letzten Wochen ist gut nachvollziehbar, die Kontrolle durch die Investmentbanken unterstelle ich. Das rechnerische Risikovolumen wurde in der Größenordnung um rund 4,0 bis 4,5 Billionen US-Dollar kalkuliert und ist bis zur Stunde mit etwa 50 Prozent erfüllt. Der Rest ist offen, bis die nächsten Quartalszahlen vorliegen und sich im kommenden Quartal die ersten Stabilisierungen einstellen.

Die Bewertungen der Gewinne zum einen und die Einordnung der gewaltigen Investitionen sowie deren Finanzierung zum anderen sind dann die Kriterien für alle Großen. Der Rückbau dieser Techs lief in der Dotcom-Krise ähnlich. Der damals schwerste Techwert war Microsoft mit 600 Milliarden Dollar Marktwert, woraus in den folgenden zweieinhalb Jahren rund 250 Mrd. Dollar wurden, und ab dann begann die große Zukunft von Microsoft, wie bekannt.

Kann Gabler beim Börsengang vom Rüstungsboom profitieren?

In der gegenwärtigen Einschätzung von Rüstungsaktien besteht bei Börsengängen die Versuchung, die Emissionspreise zu überziehen. Das ist nachvollziehbar, aber hält nicht. Sowohl Emittent als auch die Banken sprühen vor Optimismus und müssen schließlich die neuen Aktien platzieren. Dieses Schauspiel lässt sich gut nachvollziehen.

Also: Wo liegt der Emissionspreis? Wer sind Verkäufer und wer soll Käufer werden? Und welcher Preis entsteht zunächst als Erstnotiz, dann mit Korrektur um 10 % und daraus werden anschließend die Zielkurse. Das schaue ich mir in der jetzigen Marktlage in Ruhe an. 

Ist nach den US-Inflationsdaten mit einer Fed-Zinssenkung zu rechnen?

Mit der niedrigen Inflationsrate der Amerikaner ist ein Risikofaktor eliminiert. Das Schwergewicht der Fed-Interessen liegt nun in der Beachtung des Arbeitsmarktes und der Wachstumsrate. In beiden steckt die Wahrscheinlichkeit, dass die Tendenz entsteht, die Zinsen weiter schrittweise zu reduzieren. Dieses Potenzial ist nicht unerheblich und reicht für einen runden Prozentpunkt. Im Hintergrund dazu wirkt die Steuerung der Geldmenge seitens der Fed, was vielfach übersehen wird. Also: Die drei genannten Eckdaten wirken positiv für die Erwartung rückläufiger Zinsen in kleinen Schritten.

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