Lufthansas Cityline-Piloten streikbereit - UFO verhandelt wieder

Reuters · Uhr
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Frankfurt, 26. ⁠Feb (Reuters) - Die Piloten der Lufthansa-Tochter Cityline haben mit großer Mehrheit die Weichen auf Arbeitskampf gestellt. Bei der Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) stimmten 99 Prozent der Teilnehmer für eine Unterstützung der Tarifkommission bei allen weiteren Schritten, wie ‌die VC am Donnerstag mitteilte. Mit dem eindeutigen Votum, an dem sich 95 Prozent der Mitglieder beteiligt hätten, könne bei Bedarf gestreikt ⁠werden. Das ⁠in dieser Woche von der Lufthansa vorgelegte Angebot bleibe weit hinter der Forderung der VC zurück, erklärte die Gewerkschaft. Sie fordert rückwirkend ab 2024 in drei jährlichen Schritten 9,9 Prozent mehr Geld.

Einen Streik der 500 Cockpit-Beschäftigten bei der vor der Schließung stehenden Airline mit ihrer Flotte ‌von rund 30 Flugzeugen könnte die Lufthansa abfedern, ‌indem andere Fluglinien der Gruppe einspringen. Doch die Cityline-Piloten könnten sich jetzt einem erneuten Streik der rund 5000 Kollegen der Kernmarke anschließen, die zuletzt am ⁠12. Februar die Arbeit niedergelegt hatten. Dort bleibt die Lage verfahren, nachdem ‌die VC eine neue Initiative des ⁠Arbeitgebers zu Gesprächen vergangene Woche zurückgewiesen hatte.

Nach dem Streiktag im Februar, an dem auch die Kabinenbeschäftigten in den Ausstand getreten waren, gibt es etwas Bewegung zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft UFO. ‌Am 6. März sollen die Verhandlungen ⁠über den gekündigten Manteltarifvertrag für die ⁠rund 19.000 Mitarbeitenden weitergehen. Die Lufthansa wolle ihr "Zielbild" eines zukunftsfähigen Manteltarifvertrages vorstellen, hieß es in einer Mitarbeiterinfo der Airline. UFO-Tarifexperte Harry Jaeger ist dennoch skeptisch, ob der Tarifstreit entschärft werden kann. "Eine Entspannung wäre nur möglich bei einem Abrücken der Lufthansa von ihrer Blockadehaltung, aber dafür gibt es bisher keine Anzeichen."

Die Lufthansa ringt mit allen drei großen Gewerkschaften VC, UFO und Verdi darum, die Personalkosten im Zaum zu ⁠halten und die schwächelnde Kernmarke profitabler zu machen.

(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung ‌unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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