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Update nach Preiseinbruch

Trading-Chance Gold: Alles noch viel schlimmer?

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Zuletzt hatten wir, nachdem wir lange Zeit absolut und ausnahmslos bullish für Gold waren, die Seiten gewechselt und das erhebliche Abwärtspotenzial aufgezeigt. In unserer jüngst Gold-Analyse kamen wir dabei auf ein potenzielles Ziel von 4100 Dollar für die zweite Korrekturwelle. Nachdem Gold in dieser Woche massiv verlor, ist es für uns an der Zeit, ein Update zur Lage im beliebten Edelmetall zu geben.

Quelle: onvista

Seit dem kurzen Test der 5400er-Marke ist jegliche Euphorie für das Edelmetall verflogen. In dieser Woche beschleunigte sich der Abwärtstrend und konnte auch die 5000-Dollar-Marke nicht mehr halten. Begünstigt wird diese Entwicklung durch das Zusammenspiel mehrere Faktoren, die wir nun kurz und knackig erläutern.  

Mega-Margin drückt

Die Börse (CME, der die COMEX gehört) hatte besonders seit Dezember 2025 die Sicherheitsleistung für den Handel eines Gold-Futures massiv erhöht. Lag die Margin früher dauerhaft in der Region um 6000 Dollar pro gehandeltem Kontrakt, so müssen inzwischen knapp 47.000 Dollar hinterlegt werden, um etwaige Risiken abfedern zu können. Wir wissen aus der Historie von diesem und zahlreichen anderen Märkten, dass extrem hohe Margins Trends austrocknen. Kleinere und primär spekulative Marktteilnehmer werden buchstäblich rausgedrängt. Genau das sehen wir nun auch bei dem beliebten Edelmetall.

Options Open Interest Profile (Update)

Bereits bei unserem letzten Artikel zu Gold hatten wir aus dem Options Open Interest Profile erhebliches Abwärtspotenzial herleiten können. Daran hat sich nichts geändert. Im Gegenteil: wir gehen davon aus, dass es um die 4600er-Marke zunächst einen Kampf geben wird, es dann aber anschließend in Richtung unseres Zielbereichs von 4100 bis hinunter zu 3910 Dollar gehen kann. Nach oben wird die Luft ab 5000 US-Dollar bereits dünner. Ebenso, wie wir zwischen 2024 und Februar 2026 eine Art Dominoeffekt nach oben erlebten, könnte es diesen nun gen Süden geben, wenn wir uns die Optionsdaten in Kombination mit der Gesamtsituation des Marktes betrachten.

Forecast zeigt abwärts bis Anfang/Mitte April

In unserer Analyse vom 25. Februar hatten wir unseren Forecast gezeigt und die Prognose, dass es ab dem 18./19. März steil fallen soll. Diese Welle setzte ein und auch unser eingezeichneter Widerstandsbereich für den Start der zweiten Abwärtswelle in der Region 5360 bis 5410 US-Dollar  wurde präzise getroffen und brachte den tatsächlichen Ausgangspunkt der laufenden Abwärtswelle zwei.

Laut unserem intermarketbasierten Instrument soll die Korrekturwelle bis in das Zeitfenster vom 6.4. bis 13.4.2026 laufen. Zielzone bleibt der Bereich von 3910 bis 4100 Dollar.  

Der Forecast für den Goldpreis zeigt abwärts
Quelle: www.tradingview.com

Intermarkets weisen den Weg

Ein starkes und speziell im Retail-Bereich unterschätztes Instrument der Marktanalyse sind Intermarkets. Und unter denjenigen, die Intermarkets anwenden, gibt es nicht gerade wenige, die dabei falsche Vorstellungen haben. Märkte, insbesondere Rohstoffe, stehen in wechselseitigen Beziehungen. Da zur Erzeugung eines Produktes andere Rohstoffe oder Ressourcen jedweder Art benötigt werden, wirkt sich die Entwicklung eines Marktes auf die eines anderen aus. Ein aktuelles Beispiel: Durch den Iran-Krieg sind Öl und Gas teurer. Zur Erzeugung von Düngemittel wird Erdgas verbraucht. Geht der Preis der Energie-Rohstoffe rauf, wirkt sich dies auch auf die Getreide aus, da diese gedüngt werden. Zinsen wirken sich auf nahezu alle Assets aus, Energie-Preise beeinflussen Agrarpreise und auch jene von Metallen, da diese gefördert und transportiert werden müssen. Intermarkets sind ein mächtiges Instrument. Doch die Wirkung zwischen der Veränderung eines Marktes und der Entwicklung des Referenzmarktes ist meist zeitversetzt. Auch das ist logisch. Ändern sich die Leitzinsen, vergehen Monate, ehe das neue Geld überhaupt in der Wirtschaft ankommt und investiert wird. Die Futtermittelpreise (z.B. Mais oder Sojamehl) von heute wirken sich auf die Fleischpreise in vier bis sechs Monaten aus, da sie vorab gekauft werden und die Mastdauer im Schnitt fünf Monate beträgt (bei Schweinen).

Und genau deshalb funktioniert Forecasting, wie wir es oben sehen. Allerdings darf man sich nicht der Illusion hingeben, dass jedes Fraktal präzise und korrekt prognostiziert wird. Natürlich geht das nicht. Aber je nach Markt und Qualität des Forecast landet man bei 70 bis 75 Prozent Treffern.

Fazit

Bis auf weiteres bleibt der Modus bei Gold für uns: Sell the Rallye, sprich Erholungen zu Shorten. Die Kombination aus exorbitant hoher Margin, erheblicher Spekulationsgewinne im privaten und institutionelle Bereich, relativer Schwäche trotz Iran-Krieg (Hedge-Funktion ausgehebelt) und der negativen Intermarkets lässt weiteres Abwärtspotenzial erwarten. Zudem haben wir seitens des Optionsmarktes ein überwältigend hohes Interesse, dass der Preis des Edelmetalls zum Abrechnungstermin Juni unter 5000 Dollar steht. Sollte auch die 4600er-Marke nachhaltig fallen, wäre das vor einigen Wochen genannte Ziel von 4100 Dollar greifbar nahe und sehr realistisch.  Ein geeignetes Produkt, um an einer potenziell weiter bearishen Entwicklung partizipieren zu können, stellen wir Ihnen nachfolgend vor. 

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Gold

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Basispreis und Knockout gleichauf bei 5621,845 Dollar. Bei einem aktuellen Kurs von 5200 US-Dollar ergibt sich somit ein Hebel von 11,47. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Der Stop-Loss im gehandelten Produkt bietet sich bei 0,20 Euro an. Die WKN lautet PK0KAJ.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  5200, 5400 USD

Unterstützungen: 4600 und 4100 USD

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Gold

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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