Argentiniens Präsident Fernández wirbt um Einigkeit im Mercosur

dpa-AFX

BUENOS AIRES (dpa-AFX) - Angesichts der jüngsten Konflikte im Mercosur hat der argentinische Präsident Alberto Fernández um Einigkeit in dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis geworben. "Ich bin hier, damit wir uns vereinen und mehr zusammenarbeiten als jemals zuvor", sagte der Staatschef bei einem virtuellen Gipfel mit seinen Kollegen aus Brasilien, Uruguay und Paraguay am Donnerstag. "Wir stehen vor der Herausforderung, eine gerechtere Welt zu schaffen."

Nach einem Bericht der Zeitung "La Nación" kritisierte er während der Schalte auch "jene, die alleine ihr Glück suchen wollen". Der Kommentar wurde als Kritik an Brasiliens rechtem Präsidenten Jair Bolsonaro gewertet, der eine deutlich liberalere Handelspolitik verfolgt als Fernández. Der linke Präsident war bei der Öffnung Argentiniens für den Welthandel nach seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres deutlich auf die Bremse getreten und hatte sich aus den laufenden Verhandlungen des Mercosur über weitere Freihandelsabkommen beispielsweise mit Kanada, Südkorea und Singapur zurückgezogen.

Auch dem bereits ausgehandelten Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur steht Fernández eher kritisch gegenüber, während Brasilien, Uruguay und Paraguay den Vertrag gerne zügig ratifizieren und umsetzen wollen. Allerdings gibt es auch in Europa Vorbehalte gegen die größte Freihandelszone der Welt. Die Bundesregierung will die Umsetzung des Abkommens während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft nun vorantreiben./dde/DP/fba

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