BSDEX: Börse Stuttgart startet regulierten Bitcoin-Handelsplatz – „Können zum Marktführer der Token-Ökonomie aufsteigen“

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BSDEX: Börse Stuttgart startet regulierten Bitcoin-Handelsplatz – „Können zum Marktführer der Token-Ökonomie aufsteigen“

Die Adaption von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. in einem regulierten Handelsumfeld geht weiter voran. Ab heute (den 23. September) bietet die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) den Handel mit Bitcoin an. Wie es in der Pressemitteilung heißt, ist die BSDEX der erste regulierte Handelsplatz für digitale Vermögenswerte in Deutschland, an dem die Orders von Anlegern direkt und nach festen Regeln gegeneinander ausgeführt werden.

Der gestartete Handel soll zunächst nur ausgewählten Kunden zugänglich sein, schrittweise sollen jedoch weitere private Anleger und perspektivisch auch institutionelle Investoren für den Handel zugelassen werden.

Was sind die Ziele des Projektes?

Technischer Betreiber der BSDEX ist die Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Boerse Stuttgart GmbH, Axel Springer und finanzen.net. „Mit Kryptowährungen ist ein Milliardenmarkt entstanden. Auf Basis der Blockchain werden sich weitere digitale Vermögenswerte etablieren. Hierfür wollen wir den führenden europäischen Handelsplatz aufbauen“, sagt Dr. Dirk Sturz, CEO der Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH, der seit 2007 am Börsenplatz Stuttgart tätig ist. „Private wie institutionelle Anleger werden über die BSDEX direkten Zugang zu digitalen Assets erhalten, die sie flexibel und zu relativ geringen Kosten handeln können. Die Blockchain wird die Finanzindustrie nachhaltig verändern. Wir nehmen den Technologietrend auf und bauen den Handelsplatz der Zukunft“, sagt Peter Großkopf, CTO der Boerse Stuttgart Digital Exchange GmbH.

Wie läuft der Handel ab?

Laut Pressemitteilung benötigen Anleger keinen Broker, sondern können sich direkt an die Handelsplattform anbinden. Der Handel soll „nahezu rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche“ stattfinden. Anfangs sollen Market- und Limit-Orders zum traden gesetzt werden können, weitere Order-Optionen sollen über die Zeit hinzugefügt werden.

Wo werden die Bitcoins aufbewahrt?

Dazu heißt es in der Pressemitteilung: „Die kostenfreie Verwahrung der an der BSDEX erworbenen digitalen Assets übernimmt treuhänderisch die blocknox GmbH, eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH.“ Man benötigt also kein eigenes Wallet zum traden, sondern lediglich ein Handels-Konto bei der BSDEX, über das der Handel stattfindet.

Hier aber noch einmal der generelle Hinweis: Wenn man als Anleger den „Private Key“ nicht kontrolliert, unterliegen die Bitcoin-Assets strenggenommen auch nicht dem eigenen Besitz.

Lesen Sie auch: wie funktioniert eine Blockchain?

Börse Stuttgart Vorreiter unter den regulierten deutschen Handelsplätzen

Für den Erwerb von Kryptowährungen wie Bitcoin hat die Börse Stuttgart dieses Jahr bereits ihre „Bison“-App mit bisher 50.000 Nutzern auf den Markt gebracht. Das BSDEX-Projekt ist eine Fortführung die Blockchain-Strategie und soll langfristig den Weg bereiten, um eine Plattform für den Handel von digitalen, „tokenisierten“ Vermögenswerten zu realisieren. Dabei wird der Fokus sicher vor allem auf Wertpapieren liegen.

Die Börse Stuttgart ist, zumindest unter den voll regulierten Handelsplätzen, der Vorreiter in Deutschland in diesem Bereich. „Der Start der BSDEX ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserer Digitalisierungsstrategie“, sagt der Geschäftsführer der Börse Stuttgart Alexander Höptner. „Wir haben viel Mühe in den Aufbau der Plattform gesteckt. Mit ihr kann die Börse Stuttgart zum Marktführer der Token-Ökonomie aufsteigen.“

Auch auf Gesetzes-Ebene sind in Deutschland Fortschritte zu erkennen. Zuletzt hatte die Bundesregierung ihre Blockchain-Strategie vorgestellt, in der sie skizziert hat, das deutsche Recht für elektronische Wertpapiere zu öffnen. „Mittels Blockchain-Technologie können alle erdenklichen Werte, Rechte und Schuldverhältnisse an materiellen und immateriellen Gütern durch Token repräsentiert und deren Handel- und Austauschbarkeit potenziell vereinfacht werden“, hieß es in der Veröffentlichung.

Lesen Sie auch: Die Blockchain-Strategie der Bundesregierung

onvista-Redaktion

Titelfoto: Wit Olzewski / Shutterstock.com

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