BUND: Politik muss gegen Waldsterben rasch handeln

dpa-AFX · Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Um den massiven Waldverlust zu stoppen, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) von der Bundesregierung rasches und konsequentes Handeln für den Klimaschutz. Spätestens auf der Sitzung des Klimakabinetts im September müssten verbindliche Maßnahmen beschlossen werden, sagte der Vorsitzende des Umweltverbands, Hubert Weiger. Das sei die zentrale von zehn Forderungen an Politik, Forstwirtschaft und Jagd, die der BUND am Mittwoch vorstellte.

Deutschland verzeichnet einen enormen Waldverlust. Anhaltende Trockenheiten und extreme Hitze, Stürme und maximale Niederschläge sowie Schädlinge und Pilzerkrankungen machten den Bäumen zunehmend zu schaffen, so der BUND.

Um die Wälder zu erhalten, müssten diese dringend zu "naturnahen Laubmischwäldern" umgebaut werden, fordert der Umweltverband. Zudem sei eine andere Bejagung in den Wäldern notwendig: Aktuell gebe es so viel Rehwild wie noch nie in den Wäldern - neu ausgesäte Pflanzen würden in kürzester Zeit abgefressen, sagte Weiger. Weiterhin fordert der BUND mehr Forstpersonal.

Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte Anfang Juli angesichts massiver Waldschäden durch Brände, Dürre, Stürme und Schädlinge ein Aufforstungsprogramm gefordert. Dem Agrarministerium zufolge werden mehrere Millionen Bäume benötigt, um den Verlust von insgesamt 110 000 Hektar Wald auszugleichen./red/DP/jha

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