Infineon: Intel-Zahlen schieben Aktie an ++ Wirecard: Kurs steigt über 200-Tage-Linie ++ Bayer: Hoffnung auf Glyphosat-Vergleich

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Infineon: Intel-Zahlen schieben Aktie an ++ Wirecard: Kurs steigt über 200-Tage-Linie ++ Bayer: Hoffnung auf Glyphosat-Vergleich

Die Ausbreitung des Corona-Virus beschäftigt die Anleger immer mehr. Im Kampf gegen eine Verbreitung der Lungenkrankheit in China sind in der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei strikte Bewegungsbeschränkungen für rund 37 Millionen Menschen erlassen worden. Als die jüngsten drei Metropolen wurden am Freitag in Jingzhou (5,6 Millionen Einwohner), Xiaogan (5 Millionen) und in Dangyang (470 000) der öffentliche Verkehr und die Züge in andere Orte gestoppt, wie die Stadtregierungen berichteten.

Damit sind mit der Provinzhauptstadt Wuhan mindestens elf Städte praktisch abgeschottet worden. Die Zahl der Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus stieg derweil auf 876, wie Staatsmedien berichteten. 26 Patienten sind gestorben.

Virus breitet sich weiter aus

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In Vietnam sind laut Medien erstmals Fälle der neuen Lungenkrankheit nachgewiesen worden, an der in China bereits hunderte Menschen erkrankt sind. Zwei Chinesen in Ho Chi Minh Stadt seien positiv auf das Virus getestet worden, berichtete die Zeitung „VnExpress“ am späten Donnerstagabend.

Dabei handelt es sich um einen 66-Jährigen, der von einer Reise aus der chinesischen Stadt Wuhan zurückkehrt war, sowie um seinen 28 Jahre alten Sohn, den er in Vietnam besucht hatte. Das Fieber hat laut der Zeitung bei beiden Patienten nachgelassen. Die Ärzte sagen aber, dass das Virus verbreitet worden sein könnte, weil beide gereist seien. In Vietnam gibt es zudem einen Verdachtsfall. In Hanoi ist eine Studentin unter Quarantäne, die aus Wuhan eingereist war.

Dax hat trotzdem Lust auf mehr

Trotz weiterer schlechter Nachricht zum Corona-Virus beendet der Dax heute seine zweitägige Schwächephase. Angetrieben von guten Intel-Zahlen und neuen Spekulationen im Glyphosatfall bei Bayer legt das deutsche Börsenbarometer zum Handelsstart um 1  Prozent zu und startet mit 13.522,19 Punkten in den letzten Tag der Börsenwoche.

Intel: Gute Zahlen schieben Chipwerte an

Die Aktien von Infineon & Co sind am Freitag nach überraschend starken Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Intel einen Blick wert. So profitiert der Konzern vom Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren. Auch der Wechsel der Unternehmen auf neue Geräte wegen des Auslaufens der Unterstützung von Windows 7 sowie das Interesse an Fahrassistenzsystemen für Autos trugen dazu bei. Die Intel-Aktien zogen daraufhin im nachbörslichen US-Handel um mehr als 5 Prozent an.

Hierzulande sollten Anleger daher am Freitagmorgen ein Blick auf die Aktien von Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron, des Chipkonzerns Infineon und des Wafer-Herstellers Siltronic werfen. Vorbörslich profitierte das Trio schon von Intels guten Zahlen und Ausblick.

Bayer: Kommt jetzt der Vergleich?

Erneute Spekulationen über eine baldige Beilegung des US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat dürften den Aktien von Bayer am Freitagmorgen Rückenwind verleihen. Anwälte einiger Kläger diskutierten mit dem Dax-Konzern über Vereinbarungen, die zu einer Gesamtsumme von zehn Milliarden US-Dollar (rund 9 Milliarden Euro) führen könnten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Personen mit direkter Kenntnis der Verhandlungen.

Eine Vergleichssumme von zehn Milliarden Dollar wäre deutlich weniger als laut Analysten aktuell in den Aktienkurs eingepreist ist. Jede Summe unter 20 Milliarden Euro dürfte eine positive Kursreaktion nach sich ziehen, hatte etwa Analyst Markus Mayer von der Baader Bank jüngst in einer Studie geschrieben. Er hält um die zwölf Milliarden Euro für realistisch. In diesem Fall dürfte der Kurs rasch in Richtung 90 Euro steigen, glaubt der Experte.

Wirecard: Kurs liefert neues Kaufsignal

Die Aktien des Bezahldienstleisters aus Aschheim haben ihre Erholung am Donnerstag an der Dax-Spitze mit einem Anstieg um letztlich 4,2 Prozent auf 134,60 Euro fortgesetzt. Eine Erholung um rund ein Viertel macht sie im bisherigen Jahresverlauf zum besten Dax-Wert. Die Papiere erreichten am Donnerstag zudem den höchsten Stand seit Mitte Oktober vergangenen Jahres.

Erstmals seit drei Monaten gelang den Papieren die Rückkehr über die 200-Tage-Durchschnittslinie, die aktuell bei 134,19 Euro verläuft und bei Anlegern als Indikator für den langfristigen Trend gilt. Sie blieb am Donnerstag lange umkämpft, aber letztlich schaffte es die Aktie in der Schlussauktion über diese Linie, was den Aktien in der Theorie zusätzlich Schwung verleihen kann. Die Blicke richten sich nun auf eine Kurslücke vom vergangenen Oktober bei knapp unter 140 Euro.

Kurz & knapp:

Airbus: Europas größter Billigflieger Ryanair will laut eines Presseberichts eine Großbestellung von bis zu 100 Flugzeugen bei Airbus aufgeben. Da die wachsenden Probleme beim kriselnden Hersteller Boeing das Geschäftsmodell der irischen Fluggesellschaft gefährdeten und wegen der Verzögerung beim Modell 737 Max Flieger fehlten, wolle Ryanair nun im großen Stil Maschinen bei Konkurrent Airbus kaufen, berichtet die „Wirtschaftswoche“ (Wiwo) am Freitag unter Berufung auf Insider. Obwohl die Beziehung zwischen Ryanair-Chef Michael O’Leary und dem Flugzeugbauer Airbus als überaus schwierig gilt, vollziehe er in der Not jetzt eine Kehrtwende, hieß es.

CTS Eventim: Der Event-Konzern kauft zwei Schweizer Unternehmen und bündelt dort seine Aktivitäten. CTS übernehme jeweils 60 Prozent der Anteile an Gadget Entertainment sowie Wepromote Entertainment, teilte das MDax-Unternehmen am Freitag in München mit. Damit sichert sich CTS Eventim unter anderem das Open Air St. Gallen. CTS will beide gekauften Gesellschaften mit der eigenen Tochter ABC Production AG zusammenlegen. So richte CTS seine Aktivitäten im Schweizer Live-Bereich „neu und effizient“ aus, sagte Chef Klaus-Peter Schulenberg. Das Management des neuen Unternehmens sollen die fünf verbleibenden Verkäufer bilden, welche 40 Prozent der Anteile halten.

Roche: Der Schweizer Pharmakonzern hat mit seinem Immuntherapeutikum Tecentriq in der Behandlung einer bestimmten Art von Blasenkrebs eine Enttäuschung erlebt. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wurden in einer Phase-III-Studie die gesteckten Ziele nicht erreicht. Ziel der Studie war es, das krankheitsfreie Überleben bei Patienten zu verlängern, die an muskelinvasivem Blasenkrebs leiden und mit Tecentriq als Monotherapie nach der Operation behandelt wurden. Dieses Ziel wurde den Angaben zufolge verfehlt. Levi Garraway, Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung, zeigte sich in der Mitteilung enttäuscht über den Rückschlag. Gleichzeitig berichtete Roche am Freitagmorgen, dass das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic) das Krebsmittel Kadcyla in einer weiteren Indikation zugelassen hat. Neu darf es auch bei Patienten eingesetzt werden, die an einer frühen Form von Brustkrebs leiden.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: 360b / Shutterstock.com

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