Symrise: Mehrere negative Analystenstimmen trüben die Stimmung unter den Anlegern – Aktie unter Druck

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Symrise: Mehrere negative Analystenstimmen trüben die Stimmung unter den Anlegern – Aktie unter Druck

Aktionäre von Symrise machen sich angesichts von gleich mehreren pessimistischen Analystenstimmen zunehmen Sorgen und schicken die Aktie im heutigen Handel gut 2 Prozent ins Minus. Thomas Swoboda von der französischen Bank Societe Generale und Lisa de Neve von der US-Bank Morgan Stanley, sowie  sehen mittelfristig weitere Kursrisiken.

Swoboda senkte sein Kursziel von 130 auf 90 Euro und stufte die Papiere um gleich zwei Stufen von „Kaufen“ auf „Verkaufen“ ab. De Neve senkte ihr Votum von „Equalweight“ auf „Underweight“ und reduzierte dabei ihr Kursziel von 92 auf 90 Euro.

Kurs kämpft mit wichtiger Unterstützung

Knock-Outs zur Symrise Aktie

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Die Symrise-Aktien hatten im Oktober ein Rekordhoch von rund 121 Euro erklommen, seither konsolidieren sie. Zuletzt hatte der Rutsch unter die 21-Tage-Linie zusätzlich auf den Kurs gedrückt. Eine wichtige Unterstützung liegt aktuell um die Marke von 100 Euro. Sollte diese nachhaltig unterschritten werden, könnte der Kurs weiter abrutschen.

Investoren warten aktuell auf die Geschäftszahlen des Unternehmens für 2020, die am 9. März vorgelegt werden sollen. Dabei werden sie auch auf die Folgen eines Hackerangriffs im Dezember achten, der die Produktion empfindlich gestört hatte.

SocGen-Analyst Swoboda weist in seiner Studie zudem darauf hin, dass der Druck durch steigende Rohstoffkosten langsam wieder zunehmen könnte. Die höheren Preise schnell an die Kunden weiterzureichen sei den Unternehmen der Branche in der Vergangenheit dabei nicht immer gelungen.

Gesetzte Ziele werden unrealistischer

Zudem könnte Symrise Schwierigkeiten haben, das Konzernziel eines Wachstums aus eigener Kraft um fünf bis sieben Prozent pro Jahr zu erreichen. So liefere die Entwicklung des US-Dollar aktuell keinen Rückenwind mehr, während gleichzeitig sinkende Vanille-Preise für Gegenwind sorgten.

Swoboda sieht auch Risiken mit Blick auf einen früher oder später anstehenden Wechsel an der Konzernspitze. So sei der Erfolg von Symrise eng mit dem langjährigen Chef Heinz-Jürgen Bertram verbunden. Sein aktueller Vertrag ende 2022 – in dem Jahr werde Bertram 64. Zwar gebe es bei Symrise keine Altersbeschränkung für den Posten und der energiegeladene Manager zeige immer noch Enthusiasmus für seinen Job, so dass sein Vertrag verlängert werden dürfte – allerdings wohl nur für zwei bis drei Jahre.

Unabhängig von den Details werde das Ausscheiden von Bertram herausfordernd für den Konzern, auch da die Spartenvorstände für Flavor sowie Scent & Care, Heinrich Schaper und Achim Daub, ein ähnliches Alter hätten.

Zwar dürfte der etablierte Finanzchef Olaf Klinger weiter machen und mit dem Vorstand des Bereichs Nutrition, dem ehemaligen Chef des übernommenen Unternehmens Diana, gibt es laut Swoboda auch einen „natürlichen Nachfolger“ für Bertram. Allerdings würde das immer noch bedeuten, dass Symrise in den kommenden Jahren drei von fünf Vorständen ersetzen müsse.

Bertram übernahm die Leitung von Symrise im August 2009, war davor aber schon viele Jahre im Unternehmen. Er führte den Konzern aus der Weltfinanzkrise und trieb das Wachstum seither beständig voran. Die Anleger honorieren das: Der Kurs stieg seither um fast das Neunfache.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: nitpicker / Shutterstock.com

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