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DGAP-News: Janus Henderson Investors: Weltweite Staatsverschuldung wird 2022 auf einen Rekordwert von 71,6 Billionen US-Dollar steigen - Steuerzahler müssen ein Siebtel mehr an Zinszahlungen leisten (deutsch)

dpa-AFX · Uhr

Janus Henderson Investors: Weltweite Staatsverschuldung wird 2022 auf einen Rekordwert von 71,6 Billionen US-Dollar steigen - Steuerzahler müssen ein Siebtel mehr an Zinszahlungen leisten

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Studienergebnisse/Überschuldung
Janus Henderson Investors: Weltweite Staatsverschuldung wird 2022 auf einen
Rekordwert von 71,6 Billionen US-Dollar steigen - Steuerzahler müssen ein
Siebtel mehr an Zinszahlungen leisten

06.04.2022 / 08:29
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Weltweite Staatsverschuldung wird 2022 auf einen Rekordwert von 71,6
Billionen US-Dollar steigen - Steuerzahler müssen ein Siebtel mehr an
Zinszahlungen leisten

6. April 2022

- Weltweite Staatsverschuldung stieg 2021 um 7,8 % auf 65,4 Billionen
US-Dollar - jedes Land erhöhte die Kreditaufnahme

- Die Schuldendienstkosten fielen auf ein Rekordtief von 1,01 Billionen
US-Dollar, was einem Effektivzins von nur 1,6 % entspricht

- Ein starker Wirtschaftsaufschwung führte dazu, dass sich das Verhältnis
zwischen Schulden und BIP von 87,5 % im Jahr 2020 auf 80,7 % im Jahr 2021
verbesserte

- 2022 wird die Staatsverschuldung weiter ansteigen - auf ein Rekordniveau
von 71,6 Billionen US-Dollar - und die Zinslast wird sich drastisch erhöhen
und eine erhebliche Belastung für die Steuerzahler bedeuten


Laut dem zweiten jährlichen Janus Henderson Sovereign Debt Index wird die
weltweite Staatsverschuldung im Jahr 2022 um 9,5 % steigen, also um 6,2
Billionen US-Dollar auf einen Rekordwert von 71,6 Billionen US-Dollar. Der
Anstieg wird insbesondere von den USA, Japan und China verursacht werden,
obwohl fast alle Länder weitere Kredite aufnehmen dürften.

Neue Rekordwerte bei Staatsverschuldung 2021
Die weltweite Staatsverschuldung stieg 2021 auf einen Rekordwert von 65,4
Billionen US-Dollar. Nachdem die Länder netto zusätzliche 4,7 Billionen
US-Dollar aufnahmen, stieg die Staatsverschuldung währungsbereinigt um 7,8
%. Seit Ausbruch der Pandemie ist die Staatsverschuldung weltweit um mehr
als ein Viertel gestiegen - von 52,2 Billionen US-Dollar im Januar 2020 auf
den heutigen Höchstwert.

In allen von Janus Henderson berücksichtigten Ländern ist die Verschuldung
2021 gestiegen. Chinas Schulden stiegen gemessen an den Barmitteln am
schnellsten und deutlichsten, nämlich um 650 Milliarden US-Dollar bzw. ein
Fünftel. Von den großen Industrieländern verzeichnete Deutschland den
größten prozentualen Anstieg: Die Verschuldung stieg um ein Siebtel (+14,7
%) und damit fast doppelt so kräftig wie der weltweite Durchschnitt. Daniela
Brogt, Head of Sales Germany & Austria bei Janus Henderson, dazu:
"Glücklicherweise konnte Deutschland von deutlich niedrigeren Zinssätzen
profitieren, sodass sein Schuldendienst 2021 nur 21 Milliarden US-Dollar
betrug. Allerdings wird sich dieses Jahr die Zinslast erhöhen - denn die
negativen Renditen, die es dem deutschen Staat ermöglicht haben, Anleihen zu
emittieren und dafür Geld zu erhalten, gehören zunehmend der Vergangenheit
an. Für einen passiven Anleger ist es eine riskante Zeit, für den aktiven
Investor sehen wir jedoch vielversprechende Chancen."

Trotz der steigenden Verschuldung blieben die Schuldendienstkosten niedrig.
Im vergangenen Jahr lag der Effektivzins für alle Staatsschulden weltweit
bei nur 1,6 %, gegenüber 1,8 % im Jahr 2020. Damit sanken die Gesamtkosten
für den Schuldendienst auf 1,01 Billionen US-Dollar, verglichen mit 1,07
Billionen US-Dollar im Jahr 2020. Die kräftige Weltwirtschaftserholung
führte dazu, dass sich das Verhältnis zwischen Schulden und BIP von 87,5 %
im Jahr 2020 auf 80,7 % im Jahr 2021 verbesserte, da die Konjunkturbelebung
den Schuldenzuwachs überstieg.

Schuldendienstkosten werden 2022 deutlich steigen
Die weltweite Zinslast wird währungsbereinigt um etwa ein Siebtel (14,5 %)
auf 1.160 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 steigen. Die größten
Auswirkungen dürfte Großbritannien spüren: steigende Zinssätze, Folgen der
höheren Inflation auf den hohen Anteil britischer indexgebundener Anleihen
und die Kosten für die Beendigung des QE-Programms. Steigende Zinsen sind
mit erheblichen Fiskalkosten für die Aufhebung von QE verbunden. Die
Zentralbanken werden Verluste bei ihren Anleihebeständen verzeichnen, wofür
die Steuerzahler aufkommen müssen.

Divergenz der Anleihemärkte bietet Chancen für Anleger
In den ersten Jahren der Pandemie näherten sich die Anleihemärkte weltweit
an. Jetzt divergieren die Märkte. Die USA, Großbritannien, Europa, Kanada
und Australien setzen auf eine Straffung der Geldpolitik, um die Inflation
zu bremsen - sowohl durch höhere Zinssätze als auch durch vorsichtige
Schritte zur Reduzierung der quantitativen Lockerungsprogramme. Im Gegensatz
dazu fördert die chinesische Zentralbank die Wirtschaft mit einer lockeren
Geldpolitik.

Janus Henderson sieht in Anleihen mit kürzerer Laufzeit Anlagechancen, da
sie weniger anfällig für Marktveränderungen sind. Nach Einschätzung von
Janus Henderson erwarten die Märkte mehr Zinserhöhungen als voraussichtlich
erfolgen werden. Dies bedeutet, dass Anleihen mit kürzerer Laufzeit
profitieren werden, sollte der Zinserhöhungszyklus früher enden.

    Land  Schuldenstand  Anstieg/Rückgang     Debt to  Rendite der
          (01.01.2022)   gegenüber Vorjahr    GDP      10-jährigen
          in Mrd.        (währungsbereinigt)  ratio    Anleihe
                                                       (16.03.2022)
    Deut-  $ 3.012        14,7 %               75 %     0,38
    schl-
    and
Bethany Payne, Portfoliomanager Global Bonds bei Janus Henderson sagt: "Die
Pandemie hatte enorme Auswirkungen auf die staatliche Kreditaufnahme - und
die Nachwehen werden noch geraume Zeit zu spüren sein. Auch die sich in der
Ukraine abspielende Tragödie dürfte die westlichen Regierungen unter Druck
setzen, mehr Kredite aufzunehmen, um höhere Verteidigungsausgaben zu
finanzieren. Trotz der jüngsten Volatilität gibt es auf den
Staatsanleihemärkten Chancen für Anleger. In den ersten Jahren der Pandemie
stand die Konvergenz der weltweiten Anleihemärkte im Mittelpunkt. Jetzt ist
Divergenz das Thema. In den USA, Großbritannien, Kanada, Europa und
Australien findet derzeit ein Kurswechsel statt. Diese Länder versuchen nun,
die Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation zu straffen, während andere
Regionen immer noch eine lockere Geldpolitik verfolgen. Bei der Asset
Allocation gibt es zwei Regionen, die Chancen bieten. Zum einen China, das
seine Geldpolitik aktiv lockert, und zum anderen die Schweiz, die besser vor
Inflationsdruck geschützt ist, da Energie einen viel geringeren Prozentsatz
ihres Inflationskorbs ausmacht und ihre Geldpolitik zwar an die der EZB
gebunden ist, aber hinter dieser zurückbleibt."

"Neben der Auswahl der richtigen Regionen halten wir Anleihen mit kürzerer
Laufzeit im Vergleich zu risikoreicheren langfristigen Anleihen derzeit für
attraktiv. In Zeiten steigender Inflation und Zinsen ist es leicht,
festverzinsliche Wertpapiere als Anlageklasse zu verwerfen, zumal die
Bewertungen von Anleihen im historischen Vergleich relativ hoch sind. Die
Bewertung vieler anderer Anlageklassen ist jedoch noch höher und die
Gewichtung von Staatsanleihen unter Anlegern ist relativ gering. Eine
Diversifizierung ist also durchaus vorteilhaft. Außerdem haben sich die
Märkte weitgehend auf höhere Inflationserwartungen eingestellt. Wer heute
Anleihen kauft, profitiert also von höheren Renditen als noch vor einigen
Monaten, wodurch sie günstiger sind."

Der Janus Henderson Sovereign Debt Index erfasst die Kreditaufnahme von
Staaten weltweit und ermittelt die daraus resultierenden
Anlagemöglichkeiten.

-Ende-

Presse-Anfragen
Silke Tschorn +49 69 33 99 78 17 - stschorn@dolphinvest.eu
Marija Ustinova +49 69 33 99 78 11 - mustinova@dolphinvest.eu

Hinweise für Redakteure
Janus Henderson Group (JHG) ist ein weltweit führender aktiver
Vermögensverwalter, der seine Aufgabe darin sieht, Anleger beim Erreichen
ihrer langfristigen finanziellen Ziele zu unterstützen. Dazu wird ein
breites Spektrum von Lösungen angeboten, wie Aktien-, Anleihen-,
quantitative Aktien-, Multi-Asset- und alternative Strategien.

Janus Henderson verwaltet per 31. Dezember 2021 ein Anlagevermögen von etwa
432 Milliarden US-Dollar (etwas mehr als 380 Milliarden Euro) und hat über
2.000 Mitarbeiter sowie Büros in 25 Städten weltweit. Das Unternehmen mit
Sitz in London ist an der New York Stock Exchange (NYSE) und der Australian
Securities Exchange (ASX) notiert.

Diese Pressemitteilung ist ausschließlich für den Gebrauch von
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Herausgegeben von Janus Henderson Investors. Janus Henderson Investors ist
der Name, unter dem Anlageprodukte und -dienstleistungen von Janus Henderson
Investors International Limited (Reg.-Nr. 3594615), Janus Henderson
Investors UK Limited (Reg.-Nr. 906355), Janus Henderson Fund Management UK
Limited (Reg.-Nr. 2678531), Henderson Equity Partners Limited (Reg.-Nr.
2606646), (jeweils registriert in England und Wales unter der Anschrift 201
Bishopsgate, London EC2M 3AE und reguliert durch die Financial Conduct
Authority) sowie Henderson Management S.A. (Reg.Nr. B22848 unter der
Anschrift 2 Rue de Bitbourg, L-1273, Luxemburg und reguliert durch die
Commission de Surveillance du Secteur Financier) zur Verfügung gestellt
werden. Henderson Secretarial Services Limited (gegründet und registriert in
England und Wales, Reg. No. 1471624, eingetragener Sitz 201 Bishopsgate,
London EC2M 3AE) ist der Name, unter dem Sekretariatsdienste für Unternehmen
erbracht werden. Alle diese Unternehmen sind hundertprozentige
Tochtergesellschaften der Janus Henderson Group plc. (eingetragen und
registriert in Jersey, Reg. No. 101484, mit eingetragenem Sitz in 13 Castle
Street, St Helier, Jersey, JE1 1ES).

[Janus Henderson, Janus, Henderson, Intech, VelocityShares, Knowledge
Shared, Knowledge. Shared und Knowledge Labs] sind Marken der Janus
Henderson Group plc oder einer ihrer Tochterunternehmen. (c) Janus Henderson
Group plc.


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06.04.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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