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Aktien Frankfurt: Zuspitzung des Konflikts um Taiwan belastet

onvista · Uhr
Quelle: Imagentle/SHutterstock.com

Die Spannungen zwischen den USA und China um Taiwan haben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt auf die Stimmung und die Kurse gedrückt. Der Dax gab am Vormittag um 0,70 Prozent auf 13 385,99 Punkte nach. Nach einem starken Börsenmonat Juli war der Leitindex am Vortag auf der Stelle getreten.

In Taiwan wird die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Angaben aus dem Parlament in Taipeh erwartet. Es wäre der ranghöchste Besuch eines US-Politikers seit einem Vierteljahrhundert in Taiwan, das die kommunistische Führung in Peking als Teil der Volksrepublik China ansieht. Pelosi würde sich mit der Visite in Taipeh über Warnungen aus Peking hinwegsetzen, in denen auch mögliche militärische Gegenmaßnahmen angedroht wurden.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,81 Prozent auf 27 205,35 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag mit 0,76 Prozent im Minus.

"Der mögliche Besuch (Pelosis) hat eine starke Antwort von China nach sich gezogen, inklusive der Androhung von Vergeltung", schrieb Analystin Sheila Kahyaoglu von der US-Bank Jefferies. Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank warnte: "Man kann sich auf Reaktionen Chinas gefasst machen, die Märkte dürften nervös sein".

Das hat sich bei den Einzelwerten getan

Bei den Einzelwerten bewegen nach wie vor die Quartalsberichte die Kurse. Trotz einer höheren Umsatzprognose von Symrise für dieses Jahr verloren die Aktien des Herstellers von Duft- und Aromastoffen 0,9 Prozent. Analyst Andreas von Arx von der Baader Bank merkte an, dass der operative Barmittelzufluss hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Insgesamt lobte er aber die Quartalszahlen des Konzerns.

Nicht gefragt waren Aktien, die stark vom privaten Konsum abhängen. So führten Zalando , Puma und Hellofresh die Verlierer im Dax an, mit Abschlägen von 2,7 bis 4,7 Prozent. Auch Adidas zeigten Kursschwäche.

Siemens Energy büßten 2,2 Prozent ein, nachdem die Windkrafttochter Siemens Gamesa erneut die Ergebnisprognose gesenkt hatte.

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K+S verteuerten sich dagegen um 3,7 Prozent, hier rechnet die Baader Bank mit guten Quartalszahlen des Düngemittelproduzenten in der kommenden Woche. Die Papiere von Delivery Hero profitierten mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent von einer Kaufempfehlung von JPMorgan .

Die Anteile des Anlagenbauers Krones stiegen nach optimistischen Aussagen zur Profitabilität um 1,5 Prozent. Das Bankhaus Metzler riet hier zum Kauf. Die Aktien des Maschinenbauers Pfeiffer Vacuum büßten 5,7 Prozent ein. Nach den Zahlen zum zweiten Quartal rechnet Analyst Armin Kremser von der DZ Bank mit einem schwierigen zweiten Halbjahr.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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