dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 10.11.2022 - 15.15 Uhr

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ROUNDUP 2: Merck steigert Gewinn kräftig - Geschäft mit Displays belastet

DARMSTADT - Der Darmstädter Merck-Konzern hat dank guter Geschäfte mit neuen Arzneien und im Laborbereich deutlich mehr verdient. Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen steigerte den Umsatz im dritten Quartal um knapp 17 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 5,8 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Donnerstag mitteilte. Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs ähnlich stark auf 1,8 Milliarden Euro. Dabei profitierte Merck kräftig von Währungseffekten, etwa vom schwachen Euro gegenüber dem Dollar. Im Geschäft mit Displays etwa für Fernseher und Smartphones ging es hingegen kräftig bergab. Der Vorstand um Chefin Belén Garijo passte seine Jahresziele leicht an.

ROUNDUP 2: Allianz verdient überraschend viel - Hurrikan 'Ian' belastet kaum

MÜNCHEN - Geringere Schäden durch Naturkatastrophen und höhere Anlagegewinne haben dem Versicherer Allianz im Sommer Rückenwind verschafft. Für 2022 rechnen Allianz-Chef Oliver Bäte und Finanzchef Giulio Terzariol jetzt mit einem operativen Gewinn von 13,4 bis 14,4 Milliarden Euro - und damit der oberen Hälfte der bisherigen Zielspanne. Die Zerstörungen durch Hurrikan "Ian" in den USA schlagen bei der Allianz vergleichsweise gering zu Buche. Und nachdem der Konzern den Skandal um Anlagebetrug seiner Fondstochter AGI für eine Milliardensumme beigelegt hat, wirbt der Vorstand um die Gunst der Aktionäre. So will die Allianz eigene Aktien für eine Milliarde Euro zurückkaufen. An der Börse kamen die Nachrichten am Donnerstag gut an.

ROUNDUP: Conti operativ mit Fortschritten trotz Nettoverlust - Aktie Dax-Spitze

HANNOVER - Der hohe Druck aus Energiekrise, Lieferschwierigkeiten und wieder steigender Zinsbelastung setzt dem Autozulieferer und Reifenhersteller Continental weiter zu. Im laufenden Geschäft konnte der Dax -Konzern das dritte Quartal aber recht solide abschließen, neue Großbestellungen sollen zudem frisches Geld in die Kasse bringen. Dabei sind die Hannoveraner auch auf die Durchsetzung von Preiserhöhungen angewiesen - Conti deutete an, dass Endprodukte wie Fahrzeugtechnik oder Reifen teurer werden dürften.

ROUNDUP 2: RWE übertrifft Erwartungen - Prognoseerhöhung lässt auf sich warten

ESSEN - Der Energiekonzern RWE hat einen Teil seiner Jahresziele bereits nach neun Monaten erreicht. Der Konzern schneidet damit besser ab, als Analysten es erwartet hatten. Das Management bestätigte am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen in Essen jedoch lediglich die Jahresprognose. Finanzchef Michael Müller verwies in einer Telefonkonferenz zur Begründung auch auf die noch ausstehenden Details der geplanten Gewinnabschöpfung. Einige Branchenexperten hatten auf eine Erhöhung der Jahresziele gehofft. Am Markt hatte es am Morgen deshalb zunächst noch kritische Stimmen gegeben, die Aktie drehte aber schnell ins Plus.

ROUNDUP 2: Hohe Düngerpreise treiben K+S an - Aktie legt etwas zu

KASSEL - Die immer noch hohen Düngerpreise haben K+S auch im dritten Quartal angetrieben. Zwar stockte zuletzt die Nachfrage ein Stück weit, doch bleibt Konzernchef Burkhard Lohr zuversichtlich. Der Manager rechnet mit einem Anziehen der Nachfrage vor der Saatsaison im ersten Halbjahr 2023, weil die Preise zuletzt etwas zurückgekommen seien. Den Jahresgewinnausblick für 2022 konkretisierte Lohr am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalsresultate. Die Aktie stieg.

ROUNDUP: LEG Immobilien ändert Geschäftsstrategie - Aktie gibt deutlich nach

DÜSSELDORF - Die jüngsten Wohnungszukäufe und steigende Mieteinnahmen haben dem Immobilienkonzern LEG auch im dritten Quartal 2022 Auftrieb gegeben. "Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Ziele in den ersten neun Monaten 2022 trotz der volatilen Wirtschaftslage erreicht haben", sagte Unternehmenschef Lars von Lackum am Donnerstag bei Vorlage der Neunmonatszahlen. Allerdings gingen die Ukraine- und Energiekrise, der Zinsanstieg und die gestiegenen Baukosten auch an LEG nicht spurlos vorbei. Deshalb passe das Unternehmen seine Geschäftsstrategie an und reagiere mit einer hohen Kostendisziplin. Die Aktie verlor im frühen Handel um mehr als sieben Prozent an Wert.

ROUNDUP: Delivery Hero will Verlust mehr eingrenzen - Konsumflaute bremst Umsatz

BERLIN - Der Essenslieferdienst Delivery Hero will im laufenden Geschäftsjahr den operativen Verlust im Bestfall noch etwas weiter begrenzen und 2023 schwarze Zahlen schreiben. So rechnet der Vorstand damit, im kommenden Jahr einen geringen Gewinn vermelden zu können. Unterdessen belasten die Inflation und die damit einhergehende Konsumflaute unter den Verbrauchern das Bestellverhalten. An der Börse zogen die Delivery-Hero-Aktien am Vormittag zeitweise zweistellig an, konnten die Gewinne aber nicht ganz halten. Zuletzt legten sie aber immer noch rund acht Prozent zu und lagen damit mit an der Spitze des MDax .

ROUNDUP: Rheinmetall bestätigt Gewinnziel - Unsicherheit bei Rüstungsaufträgen

DÜSSELDORF - Wegen Verzögerungen bei Auftragsvergaben und den politischen Diskussionen über die Höhe von Wehretats traut sich Rheinmetall keine Jahresprognose für den Rüstungsauftragseingang mehr zu. Allerdings rechnet der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger vor allem in der Rüstungssparte mit einem - wie saisonal üblich - besonders starken Schlussquartal. Und auch darüber hinaus soll es gut laufen, da viele Länder infolge des Ukraine-Krieges ihre Verteidigungsbudgets deutlich aufgestockt haben. Umsatz- und Gewinnziel für 2022 sind zudem unverändert.

ROUNDUP 2/Telekom kommt beim 5G-Ausbau voran: 94 Prozent Haushalte-Abdeckung

BONN - Beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes im sehr schnellen Funkstandard 5G kommt die Deutsche Telekom gut voran. Die eigenen Antennen erreichten inzwischen 94 Prozent der Haushalte mit 5G, sagte Firmenchef Tim Höttges am Donnerstag in Bonn. Anfang 2022 hatte der Wert bei 91 Prozent gelegen, bis zum Jahresende soll er bei 96 Prozent liegen. Auch danach soll der Ausbau zügig weitergehen, wenngleich die Herausforderung größer wird. "Die letzten Prozente sind immer die schwierigsten, weil Sie damit in die Fläche gehen", sagte Höttges. Zudem werde man das Netz technologisch so aufrüsten, dass mehr Bandbreite übermittelt werde. "Wir haben da noch viel vor."

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/jha

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