Wie steht es um die Bilanz, Axon Enterprise?

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Axon Enterprise (WKN: A2DPZU) hat wieder einmal gezeigt, dass sogar der Sicherheitsbereich ein spannender Wachstumsmarkt sein kann. Das Unternehmen hat sich von Tasern und Bodycams wegbewegt, wobei sie weiterhin ein Kerngeschäft bilden. Jedoch ist man inzwischen primär auch im Bereich der Digitalisierung von Behörden aktiv.

Das ist ohne Zweifel ein lukrativer Wachstumsmarkt, aber auch mit einigen Risiken. Jedoch ist das ein anderes Thema. Heute wollen wir einmal in die Bilanz des US-Unternehmens schauen. Eigentlich sollte es hier keine große Überraschung geben, wie das Unternehmen selbst sagt, habe man schließlich keine Schulden … oder?!

Axon Enterprise: Die Bilanz im Blick!

Wenn wir Axon Enterprise näher betrachten, so stellen einige Investoren vermutlich fest: schockschwere Not! Es gibt doch eine Passiv-Seite. Ja, natürlich. Und die besteht nicht nur aus Eigenkapital. Aber wenn wir uns die Bilanzpositionen näher ansehen, so fällt uns auf: Das Fazit, dass das US-Unternehmen keine wirklichen Schulden besitzt, können wir eigentlich stehen lassen.

Zwar stehen in der Bilanz 431 Mio. US-Dollar kurzfristiger Verbindlichkeiten und 348 Mio. US-Dollar an langfristigen Verbindlichkeiten. Jedoch zeigt der nähere Blick: Davon sind alleine rund 550 Mio. US-Dollar Deferred Revenue. Das heißt: Umsätze, die das Management per passiver Rechnungsabgrenzung als Verbindlichkeit ausweisen musste. Die jedoch im Laufe der Zeit und durch das Erbringen der jeweiligen Leistung zu realen Umsätzen werden und die Passivseite entsprechend mindern. Für ein Unternehmen mit langfristigen Verträgen und Vorauszahlungen ist das die logische Praxis.

Was bleibt, sind bei Axon Enterprise daher lediglich noch rund 230 Mio. US-Dollar an übrigen Verbindlichkeiten. Diese teilen sich in viele kleinere Positionen auf, wobei eine der größten im kurzfristigen Bereich ein weiterer Rechnungsabgrenzungsposten mit 112 Mio. US-Dollar ist. Im langfristigen Überblick sind es vor allem Rückstellungen und Steuer-Dinge. Das heißt: Ja, das US-Unternehmen besitzt wirklich keine richtigen Schulden.

Hinzu kommt außerdem, dass Axon Enterprise 147 Mio. US-Dollar in liquiden Mitteln und weitere 194 Mio. US-Dollar in kurzfristigen Anlagen hat. Das heißt: Netto ist definitiv keine Situation gegeben, in der wir wirklich von einer Verschuldung sprechen müssen.

Viel Wert auf qualitative Bilanz

Das Management von Axon Enterprise hat offenbar eine Menge Wert auf eine qualitative Bilanz gelegt. Jedenfalls ist das mein Fazit, wenn ich mir die einzelnen Positionen ansehe. Deshalb darf das US-Sicherheitsunternehmen wohl auch mit Fug und Recht behaupten, keine Schulden zu haben.

Insgesamt handelt es sich bei dieser Growth-Aktie für mich daher um eine, die jede Menge Qualität besitzt. Ob du das auch so siehst und vom Marktpotenzial überzeugt bist? Deine finale Entscheidung.

Der Artikel Wie steht es um die Bilanz, Axon Enterprise? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Axon Enterprise. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Axon Enterprise.

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