Rüstungskonzern

Rheinmetall kauft Kampfmittelräumer Stascheit - Aktie auf Rekordhoch

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: nitpicker/Shutterstock.com

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall übernimmt das Kampfmittelbergungsunternehmen Stascheit. Ein Kaufvertrag sei bereits geschlossen worden, wie aus einer Mitteilung von Rheinmetall hervorgeht.

Die Stascheit GmbH war bisher inhabergeführt und hat ihren Sitz in Gardelegen in Sachsen-Anhalt. Zu ihrem Hauptgeschäftsfeld zählen unter anderem das Erkennen, Bergen und Vernichten von Kampfmitteln sowie die Altlastenerkundung. Mittelfristig strebe man mit dem Zukauf einen jährlichen Umsatz von rund 80 Millionen Euro an, erklärte Rheinmetall.

Frühere Zusammenarbeit

Beide Unternehmen haben den Angaben zufolge bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Dabei ging es um das Aufspüren von Kampfmitteln in der Nordsee und Wartungsarbeiten an Offshore-Windparks. Vor dem Verlegen von Unterseeleitungen in der Ostsee und in Spanien hätte man gemeinsam Munitionsaltlasten vernichtet, hieß es.

Erst in der vergangenen Woche hatte Rheinmetall den Zukauf der Firma Hagedorn-NC bekanntgegeben. Das Unternehmen aus Osnabrück stellt sogenannte Nitrozellulose her, was ein Bestandteil von Treibladungspulvern ist.

Aktienkurs mal wieder auf Rekordhoch

An der Börse waren die Rheinmetall-Papiere einmal mehr gefragt. Der Kurs kletterte im frühen Handel um bis zu vier Prozent auf 1.497,50 Euro und damit abermals auf einen Rekordstand. Zuletzt büßte der Kurs einen Teil der Gewinne wieder ein. Zuletzt kostete eine Aktie 1480 Euro und damit knapp drei Prozent mehr als am Montag.

Die Anteile des Rüstungskonzerns verteuerten sich in den vergangenen Jahren wegen der Aussicht auf florierende Geschäft wegen der Aufrüstung in vielen Ländern kräftig. Seit dem Start des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 legte der Kurs etwas mehr als 1.400 Prozent zu. Rheinmetall ist an der Börse inzwischen rund 66 Milliarden Euro wert.

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