Ölpreise geben etwas nach - Deutliche Förderausweitung der Opec+ erwartet

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag nachgegeben. Damit steuern die Ölnotierungen auf die zweite Verlustwoche in Folge zu. Am Wochenende wird eine neuerliche Produktionserhöhung des Öl-Förderverbundes Opec+ erwartet.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 61,98 US-Dollar und damit 17 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 18 Cent auf 60,78 Dollar.

Die Ölverbund Opec+ hatte auf einer Online-Sitzung von beteiligten Ölministern am Mittwoch zunächst noch keine Entscheidung getroffen. Analysten erwarten, dass eine Kerngruppe aus acht Ländern der Opec+ am Samstag die weitere Strategie festlegen wird. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg will Opec+ die Fördermenge um mehr als 411.000 Barrel ausweiten. Man wolle so Marktanteile zurück erobern, hieß es unter Berufung auf Kreise. Im Mai und Juni hatte Opec+ ihre Förderung um jeweils 411.000 Barrel je Tag angehoben.

"Nachdem einige Delegierte laut Medienberichten bereits angedeutet hatten, dass sie wohl eine weitere deutliche Ausweitung der Produktion beschließen werden, hat der Ölpreis nachgegeben", schreiben die Experten der Commerzbank. "Deshalb dürfte die tatsächliche Ankündigung wohl nur noch einen begrenzten Effekt haben."

Das Hin und Her beim Zollkonflikt sorgt weiterhin für Verunsicherung. US-Präsident Donald Trump wirft China vor, sich nicht an eine Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten im laufenden Handelsstreit zu halten. "Die schlechte Nachricht ist, dass China, was einige vielleicht nicht überrascht, seine Vereinbarung mit uns völlig gebrochen hat", erklärte Trump. Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgt für Verunsicherung und belastet die Weltwirtschaft./jsl/he

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