Zwei Tote bei Drohnenangriff auf russische Hafenstadt Noworossijsk

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Moskau (Reuters) - Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Hafenstadt Noworossijsk sind zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden.

Dies teilten die regionalen Behörden am Mittwoch mit. In der Stadt sei der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Noworossijsk ist Russlands wichtigster Seehafen am Schwarzen Meer und verfügt über große Öl- und Getreideexportterminals. Zudem rief das Katastrophenschutzministerium für die gesamte Region Krasnodar eine Warnung mit Blick auf weitere Drohnenangriffe aus.

Das Büro des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC) in der Stadt wurde bei dem Angriff nach eigenen Angaben getroffen. Dabei seien zwei Mitarbeiter verletzt worden. Ein Sprecher des Konsortiums sagte jedoch, das Terminal in Juschnaja Oserejewka auf der anderen Seite der Bucht von Noworossijsk sei weiterhin in Betrieb. Über das Terminal wird Rohöl der Sorte CPC Blend für den Export auf die internationalen Märkte verladen.

Die Ukraine nimmt verstärkt Energie- und Hafenanlagen ins Visier, die die russische Kriegswirtschaft stützen und Einnahmen für den Staatshaushalt generieren. Am Mittwoch wurde auch erneut die petrochemische Anlage Salawat in der Region Baschkortostan angegriffen, wie der örtliche Gouverneur Radij Chabirow mitteilte. Es sei bereits der zweite derartige Angriff in weniger als einer Woche. Rettungsdienste seien vor Ort, und es liefen Löscharbeiten. Der von dem Energieriesen Gazprom kontrollierte Komplex stellt unter anderem Benzin, Diesel, Kerosin und Flüssiggase her.

Weiteren Behördenangaben zufolge konnte Russland einen massiven Drohnenangriff auf die Energie- und Treibstoffinfrastruktur in der Region Wolgograd abwehren. Opfer gab es ersten Erkenntnissen zufolge nicht, wie Regionalgouverneur Andrej Botscharow erklärte. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 70 ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgefangen und zerstört. Die andauernden Angriffe auf Energieanlagen haben Händlern zufolge zu einer Verknappung bestimmter Kraftstoffsorten in Russland geführt.

(Bericht von Reuters; Bearbeitet von Alexander Ratz; Redigiert von Kerstin Dörr; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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