Kreml: Atomgespräche müssen künftig auch Frankreich und Großbritannien einbeziehen

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Moskau (Reuters) - Russland will bei künftigen Verhandlungen über die Reduzierung strategischer Atomwaffen auch die Arsenale von Großbritannien und Frankreich einbeziehen.

Zunächst müssten die Gespräche jedoch zwischen Russland und den USA geführt werden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag der Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Langfristig kann man diese Arsenale jedoch nicht ausklammern", wurde Peskow weiter zitiert. Zuvor hatte der Kreml den USA vorgeschlagen, die Obergrenzen des New-START-Vertrags nach dessen Auslaufen im kommenden Jahr für ein Jahr freiwillig beizubehalten. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte den Vorschlag als "ziemlich gut" bezeichnet. Die Entscheidung liege jedoch bei US-Präsident Donald Trump, der auch China in die Gespräche einbeziehen will.

Der New-START-Vertrag wurde 2010 unterzeichnet und 2021 um fünf Jahre verlängert. Im Jahr 2023 setzte Präsident Wladimir Putin die Teilnahme Russlands aus, erklärte jedoch, die Obergrenzen weiter einzuhalten. Der Vertrag begrenzt für jede Seite die Zahl der stationierten strategischen Atomsprengköpfe auf 1550 und die der Trägersysteme wie Raketen, U-Boote und Bomber auf 700. Russland und die USA verfügen über die weitaus größten Atomwaffenarsenale der Welt. Frankreich und Großbritannien, die dem Vertrag nie beigetreten sind, besitzen mit jeweils 250 bis 300 Sprengköpfen deutlich kleinere Arsenale.

(Bericht von Ron Popeski; geschrieben von Sabrina Frangos. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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