Münchner Agrarkonzern

BayWa zieht wegen Problemen bei Wind- und Solar-Tochter Prognosen zurück

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: T. Schneider/Shutterstock.com

Rückschlag für die BayWa bei ihrer Sanierung: Der Münchner Agrarkonzern wird sein operatives Ergebnis in diesem Jahr nicht wie geplant deutlich verbessern können.

Der Vorstand ziehe die Prognosen für den Konzern und für die Erneuerbare-Energien-Tochter BayWa r.e. zurück, teilte das Unternehmen am Montag mit. Für den Konzern war der Vorstand bisher von einem starken Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ausgegangen. Das sei "nicht mehr belastbar", hieß es in der Mitteilung. 2024 hatte das Ergebnis bei 10,5 Millionen Euro gelegen.

Die BayWa hatte Ende September gewarnt, dass die Abneigung von US-Präsident Donald Trump gegen Erneuerbare Energien seine Sanierung gefährden könnte. Die 51-Prozent-Tochtergesellschaft BayWa r.e., die Wind- und Solarprojekte entwickelt, betreibt und weiterverkauft, sei von der geplanten Einschränkung der staatlichen Förderung in den USA betroffen. Möglicherweise müssten bereits begonnene Projekte neu bewertet werden, erklärte sie am Montag.

Nach Trumps "One Big Beautiful Bill Act" sollen die von seinem Vorgänger Joe Biden im "Inflation Reduction Act" eingeführten Steuergutschriften für Wind- und Solar-Projekte bis 2028 schrittweise auslaufen. Darunter würde die BayWa r.e. sowohl als Betreiber leiden als auch bei einem Verkauf der Solar- und Windparks, weil der nächste Eigentümer mit geringeren Erträgen rechnen muss.

Die BayWa hatte bereits angekündigt gegenzusteuern, etwa durch Projekte in anderen Ländern. Der Vorstand sei "weiterhin zuversichtlich, die Sanierung mit Hilfe entsprechender Gegenmaßnahmen bis Ende 2028 erfolgreich abschließen zu können", erklärte sie.

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