Laut Medienbericht

BP kurz vor Verkauf des Schmierstoff-Produzenten Castrol

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Bjoern Wylezich/Shutterstock.com

Der Ölkonzern BP steht einem Bericht zufolge beim geplanten Verkauf der Schmierstoffsparte Castrol vor der Ziellinie. Die US-Investmentgesellschaft Stonepeak habe sich als führender Bieter herauskristallisiert, berichtete die "Financial Times" am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dabei stehe eine Bewertung von mehr als 8 Milliarden US-Dollar (über 6,9 Mrd Euro) im Raum; BP könnte auch eine Minderheitsbeteiligung behalten. Die BP-Aktie war unbewegt von dem Bericht.

Die Briten hatten im Februar eine strategische Überprüfung von Castrol angekündigt, da das Geschäft nur bedingt in den Gesamtkonzern integriert ist. Die Mittel aus einem Verkauf sollten zur Stärkung der Finanzkraft verwendet werden, hatte es damals geheißen.

BP steckt in größerem Umbauprozess

Die Veräußerung des Schmierstoff-Spezialisten ist Teil der ebenfalls im Februar angekündigten Straffung des Geschäftsportfolios. Alles in allem sollen bis 2027 Unternehmensteile für 20 Milliarden Dollar losgeschlagen werden.

So hatte BP sich erst Anfang November mit der US-Investmentfirma Sixth Street geeinigt, die Anteile an dem US-amerikanischen Öl- und Gasgeschäft an Land für 1,5 Milliarden Dollar erwirbt. BP zieht sich damit aus der Beteiligung an zwei Midstream-Anlagen zurück.

Die Verkäufe sind auch Teil eines umfassenden Strategieschwenks, den Konzernchef Murray Auchincloss früher im Jahr eingeleitet hatte. Unter ihm fokussiert sich BP wieder stärker auf das Kerngeschäft rund um Öl und Gas. Die Investitionen in erneuerbare Energien werden drastisch zurückgefahren.

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