Raumfahrt-Startup Isar Aerospace plant zweiten Start ab 21. Januar

Reuters · Uhr
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Berlin, 16. Jan (Reuters) - Das Raumfahrt-Startup Isar Aerospace plant seinen zweiten Raketenstart ab kommender Woche. Der Qualifizierungsflug sei ab dem 21. Januar ⁠geplant, wenn die ‍Wetterbedingungen passten und die nötigen Freigaben erteilt würden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Startfenster öffne sich um ‌21 Uhr. Dieser Flug sei der nächste Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für ‍Europa, sagte Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler. Es handle sich um den ersten Flug der Rakete, bei dem Nutzlasten an Bord seien. Dabei handle es sich um fünf Kleinsatelliten und ein Experiment.

Isar Aerospace nutzt für seine Spectrum-Trägerraketen den Weltraumbahnhof Andoya in Norwegen. Die Trägerrakete ‍kann den Angaben zufolge eine Nutzlast von ⁠bis zu einer Tonne befördern und soll künftig kleine und mittelgroße Satelliten ins All bringen. "Spectrum" ist 28 Meter lang und gehört zu den ‍sogenannten Microlaunchern. Zum Vergleich: Die "Falcon 9" von SpaceX, der Weltraumfirma des Trump-Beraters und Tesla-Chefs Elon Musk, ⁠ist 70 Meter lang und kann bis zu 22,8 Tonnen transportieren. Die größere Version der "Ariane 6" des europäischen Raumfahrtkonzerns Airbus misst 62 Meter und hat eine Nutzlast von bis ‍zu 21,6 Tonnen. Letztere startet ‌von Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana aus ins All. Andoya liegt auf einer Insel nördlich des Polarkreises. Von dort sind bislang suborbitale Raketen gestartet, die unter anderem für Forschungsmissionen verwendet werden.

Isar Aerospace ist eines von mehreren deutschen Raumfahrt-Startups, die SpaceX Konkurrenz machen wollen. Das Unternehmen zählt den Volkswagen-Hauptaktionär Porsche SE zu seinen Geldgebern. Der erste Flug einer Spectrum-Rakete am 30. März 2025 dauerte nur wenige Sekunden.

(Bericht von ⁠Christina Amann. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter Berlin.Newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder Frankfurt.Newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‍Märkte)

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