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Saisonale Chance im Währungsbereich

Trading-Chance GBP/USD: Short-Chance bis Mitte März

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Im Rahmen der heutigen Trading-Chance befassen wir uns ausführlich mit dem Britischen Pfund, seiner historisch bedeutenden Rolle, der Eigenschaft als Reserve- und Rohstoff-Währung und stellen schließlich einen Top-Saisonalen Trade aus unserem 44 Setups umfassenden Portfolio der TopSeasonals Advanced vor. Bei dieser Trading-Gelegenheit handelt es sich um einen Swing-Trade, der über knapp eineinhalb Monate läuft und einen sehr geringen Draw Down aufweist.

Quelle: onvista

Das Britische Pfund (GBP) ist weit mehr als nur ein Zahlungsmittel – es ist ein Symbol für wirtschaftliche Beständigkeit und die historische Macht des Britischen Empires.

Good to know: Britisches Pfund

Historische Bedeutung: Die älteste Währung der Welt

Das Pfund ist die älteste Währung, die heute noch ununterbrochen in Gebrauch ist.

Ursprünge: Es existiert seit über 1.200 Jahren. König Athelstan machte es bereits im Jahr 928 zur ersten Nationalwährung Englands.

Etymologie: Der Name leitet sich vom lateinischen Wort pondus (Gewicht) ab. Ursprünglich entsprach ein Pfund Sterling tatsächlich dem Wert von einem Pfund (Gewichtseinheit) reinem Silber.

Das £-Symbol: Das Zeichen ist ein stilisiertes „L“, das für das lateinische Wort libra steht.

Weltwirtschaftliche Rolle (Leitwährung)

Obwohl der US-Dollar heute die dominante Weltwährung ist, bleibt das Pfund ein Schwergewicht auf den Finanzmärkten:

Ehemalige Weltleitwährung: Im 19. Jahrhundert und bis zum Ersten Weltkrieg war das Pfund die wichtigste Währung der Welt. Fast der gesamte Welthandel wurde in Pfund abgewickelt.

Devisenreserven: Es ist heute die dritt- oder viertwichtigste Reservewährung weltweit (hinter dem Dollar und dem Euro, oft Kopf an Kopf mit dem Yen). Zentralbanken halten Pfund, um ihre eigenen Währungen abzusichern.

Devisenhandel: Am Devisenmarkt (Forex) ist es eine der am häufigsten gehandelten Währungen. Das Währungspaar GBP/USD wird in Händlerkreisen traditionell als „Cable“ bezeichnet (nach den ersten transatlantischen Telegrafenkabeln).

Politische Bedeutung: Souveränität und Identität

Das Pfund ist ein zentraler Pfeiler der britischen Identität:

Euro-Ablehnung: Großbritannien entschied sich bewusst gegen den Euro, um die volle Kontrolle über seine Geldpolitik durch die Bank of England zu behalten.

Symbol der Unabhängigkeit: In der Post-Brexit-Ära wird das Pfund oft als Barometer für das Vertrauen der Welt in die eigenständige britische Wirtschaft gesehen.

Monarchie: Die Münzen und Scheine tragen traditionell das Porträt des amtierenden Monarchen (derzeit König Charles III.), was die enge Verbindung zwischen Staat und Währung unterstreicht.

Wichtige Rohstoffwährung

Das Britische Pfund nimmt unter den Währungen eine Sonderrolle ein. Während der kanadische oder australische Dollar klassische "Rohstoffwährungen" (Commodity Currencies) sind, gilt das Pfund heute eher als eine "hybride" Rohstoffwährung.

Seine Bedeutung in diesem Bereich lässt sich vor allem durch zwei Faktoren erklären: Energieexporte und die Bedeutung Londons als Handelsplatz.

Nordsee-Öl und Erdgas

Großbritannien ist durch seine Vorkommen in der Nordsee einer der bedeutendsten Öl- und Erdgasproduzenten Westeuropas.

Korrelation mit dem Ölpreis: Wenn der Ölpreis weltweit steigt, profitiert das Vereinigte Königreich als Exporteur. Dies führt oft zu einer Aufwertung des Pfunds. Sinken die Energiepreise, lastet dies hingegen auf dem Kurs.

Brent-Rohöl: Die weltweit wichtigste Referenzsorte für Rohöl, Brent, stammt aus der Nordsee. Da die Förderung und der Verkauf dieser Sorte eng mit der britischen Wirtschaft verknüpft sind, reagiert die Währung sensibel auf Schwankungen in diesem Sektor.

London als globales Zentrum für Rohstoffhandel

Die Bedeutung des Pfunds als "Rohstoffwährung" rührt nicht nur von der Förderung her, sondern vor allem von der Preissetzung:

London Metal Exchange (LME): London ist der weltweit wichtigste Marktplatz für Industriemetalle (wie Kupfer, Aluminium und Zink).

Gold und Silber: Der London Bullion Market ist das globale Zentrum für den Handel mit Edelmetallen. Obwohl viele dieser Rohstoffe international in US-Dollar abgerechnet werden, sorgt die physische Ansiedlung dieser Märkte in London dafür, dass Kapitalströme im Rohstoffsektor oft über das Pfund oder britische Banken abgewickelt werden.

Der Einfluss von Bergbaugiganten

An der Londoner Börse (LSE) sind einige der weltweit größten Rohstoffkonzerne gelistet, wie etwa BP, Shell, Rio Tinto oder Glencore.

Wenn diese Unternehmen hohe Gewinne durch steigende Rohstoffpreise erzielen, schüttet dies oft positive Effekte auf den britischen Aktienmarkt und damit indirekt auf die Nachfrage nach dem Pfund aus (z. B. durch Dividendenzahlungen in GBP).

Saisonalität

Saisonale Regelmäßigkeiten in einer Währung haben stets fundamentale Gründe. Oft weiß die breite Masse nur nicht viel davon, weil sie sich damit schlicht nicht befasst, sondern bloß auf Indikatoren und Linien im Chart schaut.

Die saisonale Schwäche des Britischen Pfunds zwischen Ende Januar und Mitte März ist ein Phänomen, das Trader oft als "Q1-Delle" bezeichnen. In diesem Zeitraum zeigt das Pfund historisch gesehen eine statistisch auffällige Neigung zu Kursverlusten gegenüber dem US-Dollar und dem Euro.

Die drei Hauptgründe für dieses Muster:

1. Die britische "Steuersaison" (Self-Assessment)

Der wichtigste fundamentale Grund ist der britische Steuerzyklus.

Frist am 31. Januar: In Großbritannien müssen Selbstständige und Unternehmen ihre Steuererklärung bis Ende Januar abgeben und die fälligen Beträge begleichen.

Kapitalabfluss: Große Mengen an Liquidität werden von den Konten abgezogen, um Steuerrechnungen zu begleichen. Dies führt oft zu einer kurzfristigen Verknappung von Pfund-Guthaben im privaten Sektor und einer Neupositionierung von Portfolios, was Verkaufsdruck auslösen kann, sobald die Zahlungsfrist verstrichen ist.

2. Schwache Wirtschaftsdaten im ersten Quartal

Historisch gesehen neigt die britische Wirtschaft in den ersten Monaten des Jahres zu einer gewissen Trägheit:

Konsumflaute: Nach den hohen Ausgaben im Weihnachtsgeschäft (November/Dezember) sinken die Einzelhandelsumsätze im Januar und Februar drastisch. Da der private Konsum über 60 % des britischen BIP ausmacht, drücken enttäuschende Konjunkturdaten in dieser Zeit oft auf den Wechselkurs.

Wintereffekt: Harte Wintermonate können in Sektoren wie dem Baugewerbe zu Verzögerungen führen, was die monatlichen Wachstumszahlen (GDP) belastet.

3. "Window Dressing" und institutionelle Neuausrichtung

Zum Jahresbeginn ordnen viele große Fonds am Finanzplatz London ihre Portfolios neu.

Gewinnmitnahmen: Nach einer oft starken Performance des Pfunds zum Jahresende (die sogenannte "Santa-Rallye") nehmen Investoren im Januar Gewinne mit.

Fokus auf das Budget: Im März stellt der britische Schatzkanzler traditionell den Frühjahrshaushalt (Spring Budget) vor. Die Unsicherheit über neue Steuererhöhungen oder Staatsverschuldungen führt im Vorfeld oft zu einer abwartenden Haltung und einer Risikoaversion gegenüber dem Pfund.

Trading-Setup vom 27.1. bis 15.3.

In unserem Strategie-Portfolio “TopSeasonals Advanced” handeln wir alljährlich zwischen Ende Januar und Mitte März GBP/USD Short. Im Schnitt sinkt Cable, wie das Britische Pfund unter Forex-Tradern auch genannt wird (wegen des Unterseekabels zwischen Großbritannien und den USA), binnen dieser eineinhalb Monat um 2 Punkte (z.B. von 1,34 auf 1,32). Wenn Ihnen das wenig erscheint, irren Sie sich. Denn im Schnitt büßte das Pfund in den letzten 50 Jahren 1,3% an Wert ein. 2 Punkte sind (je nach aktuellem Kursniveau) etwa eineinhalb Prozent und damit mehr, als das Pfund im Jahresdurchschnitt eingebüßt hat.

Bitte beachten Sie aber, dass sich solche statistischen Vorteile nur dann zuverlässig und mit hoher Wahrscheinlichkeit ausspielen lassen, wenn sie massenhaft wiederholt werden, sprich: wir machen diesen Trade jedes Jahr, und vergleichbare Trades in 25 weiteren Märkten. Der Ausgang des einzelnen Trades ist stets ungewiss. Doch über die Masse an Wiederholungen spielen wir Gewinnvorteile aus. Genau so macht es auch ein Casino. Dort ist der Gewinnvorteil bei den meisten Spielen viel kleiner. Aber über die Masse an Spielern, die man dort „abfertigt“ und über sogenannte Tisch-Limits sichert man sich den „Edge“.

Klassisch wird am 27.1. eingestiegen und der Trade bis 15.3. Handelsende gehalten. Fällt einer der Termine auf ein Wochenende, so wird die Aktion am unmittelbar folgenden Handelstag vollzogen.

Equity-Kurve eines saisonalen Setups Short auf GBP/USD
Quelle: www.realmoneytrader.com

Fazit

Ein weiterer fundamentaler Basis-Effekt, den wir systematisch mit einem von insgesamt 44 saisonalen Setups aus unseren TopSeasonals Advanced ausnutzen. Da die Bewegung mal vor und mal nach dem 27.1. startet, schadet es nicht, seinen Einstieg in mehrere Tranchen aufzuteilen und bereits jetzt eine erste kleine Position einzugehen. Alternativ merkt man sich das Setup vor und steigt am Stichtag ein. Ein passendes Produkt, um an einer möglichen Schwäche des Britischen Pfund gegenüber dem Dollar zu partizipieren, stellen wir nachfolgend vor.  

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf GBP/USD

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end  Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 1,4792 Dollar. Bei einem aktuellen Preis von  1,34 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 9,27. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet PH8G8V.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  1,36 USD

Unterstützungen:  1,32 USD

Unlimited Turbo Short Optionsschein auf GBP/USD

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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