Free Cashflow überrascht positiv

BASF verfehlt Ergebnisprognose

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: rafapress/Shutterstock.com

Frankfurt, 22. Jan (Reuters) - Der Chemiekonzern BASF hat im Krisenjahr 2025 einen Ergebniseinbruch erlitten und seine eigene Prognose verfehlt.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) fiel auf 6,6 Milliarden Euro ⁠nach 7,2 Milliarden ‍im Vorjahr - ohne das an den Finanzinvestor Carlyle verkaufte Coatingsgeschäft, wie der Dax-Konzern am Donnerstagabend in Ludwigshafen mitteilte. Analysten hatten im ‌Schnitt 6,7 Milliarden Euro erwartet. BASF selbst war zuletzt von einem Ergebnis am unteren Ende der Prognosespanne von ‍6,7 bis 7,1 Milliarden Euro ausgegangen. Gleichzeitig übertraf der Konzern die Erwartungen beim Free Cashflow deutlich: Er lag mit 1,3 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie von Experten prognostiziert. Der Umsatz sank auf 59,7 (2024: 61,4) Milliarden Euro.

Während die Mengen leicht stiegen, belasteten negative Währungseffekte, leicht rückläufige ‍Verkaufspreise und niedrigere Margen die Entwicklung. Hinzu kamen ⁠auch höhere Restrukturierungsaufwendungen. Unter dem Strich lag der Nettogewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen bei voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro und damit über dem Vorjahreswert von ‍1,3 Milliarden Euro sowie über den Erwartungen der Analysten. Grund dafür waren insbesondere höhere Ergebnisbeiträge der noch verbleibenden Beteiligung an ⁠Wintershall Dea.

Die Chemieindustrie - und mit ihr Marktführer BASF - bekam 2025 die weltweit schwache Nachfrage deutlich zu spüren. Der Branchenverband VCI warnte gar vor einem Kollaps der deutschen Chemieindustrie und rief "Alarmstufe Rot" aus. Bei BASF ‍steht besonders der Heimatstandort Ludwigshafen unter ‌Druck: Im internationalen Vergleich hohe Energiepreise und bürokratische Hürden führten zu einem umfangreichen Stellenabbau. Zusätzlich drückten die hohen Anlaufkosten für den neuen milliardenschweren Verbundstandort in China auf das Ergebnis, der in eine Phase der Konjunkturflaute und erheblicher Überkapazitäten am Markt startet. Um gegenzusteuern, beschleunigte der Konzern bereits seine Sparanstrengungen. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Euro sinken.

Einen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr will BASF mit der Vorlage der endgültigen Zahlen am ⁠27. Februar geben.

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