Trading-Chance Gold: Korrektur bis 3900 Dollar?
Bereits Ende Januar setzte bei den Edelmetallen eine crashartige Korrektur ein. Silber nahm mit -28 Prozent den größten Ein-Tages-Verlust aller Zeiten hin, und auch der Goldpreis geriet massiv unter Druck mit knapp 10 Prozent Einbußen. Die Situation ist jener aus dem Jahr 1980 ähnlicher, als vielen bewusst ist. Vieles deutet darauf hin, dass es durchaus eine zweite Abwärtswelle geben kann, die sich gar bis 3900 Dollar erstrecken kann. Wir erläutern, was die möglichen Gründe sind und wie ein solches Szenario gehandelt werden kann.

Warum brachen die Preise so massiv ein?
Die Edelmetalle erfuhren einen regelrechten Margin-Schock. Binnen vier Wochen stieg die Margin für Gold von 11.000 auf zunächst 26.998 Dollar je Kontrakt, und liegt inzwischen bei fast 35.000 Dollar. Die Sicherheitsleistungen haben sich drastisch verteuert. Der Prozedere ist vergleichbar, wie wenn nach einem Unfall Ihre KFZ-Versicherung sich drastisch verteuert. Im schlechtesten Fall können Sie sich die Versicherung nicht mehr leisten und müssen das Auto abmelden. Bei Silber liegt die Margin inzwischen bei fast 70.000 Dollar je Kontrakt.
Margin-Erhöhungen führen immer und unausweichlich zu Zwangsliquidationen im betreffenden Markt. Und weil dies eine Abwärtswelle auslöst, wie wir sie erlebt haben, reißt dieser Volatilitäts-Exzess weitere Marktteilnehmer mit hinein. Die Folge: meist gibt es nach wenigen Tagen und einer Zwischenerholung eine zweite Abwärtswelle mit weiteren Liquidationen. Zu Zwangsliquidationen kommt es, wenn die Halter offener Positionen die nun geforderten, höheren Margin-Anforderungen nicht leisten können. Die Börse liquidiert dann die Position, sprich: es kommt zur Zwangsschließung!
Historie der letzten 20 Margin-Erhöhungen bei Gold
Aus unserem frisch erschienenen (kostenlosen) TRADING PLAYBOOK stammt die Statistik der letzten 20 Margin-Erhöhungen und der jeweiligen Marktreaktion in der unmittelbaren Folgezeit. Der extreme Sprung in der Margin, der nach dem 8. Januar kam, ist hier nicht enthalten. Wir sehen, dass der Goldpreis stets mit Verlusten auf deutliche Margin-Anhebungen reagierte.

Massive Margin-Steigerungen beenden Trends
Nochmals: was ist die logische Konsequenz für uns alle, wenn etwas, das wir üblicherweise kaufen, massiv teurer wird? Wir werden weniger davon kaufen können oder irgendwann sogar gar nichts mehr. Genau das passiert logischerweise auch bei immensen Margin-Steigerungen. Wir haben die historischen Events untersucht und dabei bestimmte Schwellenwerte für verschiedene Rohstoffe ausmachen können, ab welcher Margin-Steigerung binnen weniger als drei Monaten der Markt eine Trendwende vollzieht. Für Gold ist der Schwellenwert 120-150 Prozent. Binnen 5-10 Handelstagen formiert der Goldpreis dann typischerweise eine Umkehr.

Zweite Welle mit Ziel 3900 Punkten?
Große und impulsive Trendkerzen dominieren die Richtung. Eine große Kerze, gleich auf welcher Zeitebene (hier haben wir einen Tageschart, 1 Kerze = 1 Tag), kommt in liquiden Märkten zwingend nur durch großes Volumen zustande. Und großes Volumen kommt zwangsläufig von großen Adressen. Große Adressen wiederum (Hedge-Fonds, Produzenten, verarbeitende Industrie) sind so groß, dass sie ihre Blöcke über einen gewissen Zeitraum verteilt in den Markt geben. Und dadurch entstehen kurzfristige Trends. Der massive Rutsch in den Metallen hat auch Auswirkungen auf die Strategie dieser Adressen. Eine zweite Welle erscheint demnach wahrscheinlich. Nimmt sie nur die Dimension der ersten Verkaufswelle an, so wäre die Zielregion bei 3900-3920 Dollar gelegen.

Was ist mit China?
Wir hatten bereits in früheren Analysen zu Gold thematisiert, dass die BRIC-Staaten ihre geplante Währung mit Gold decken wollen. Dafür hat unter anderem China massiv seine Goldbestände erhöht, indem es am Weltmarkt kaufte. Die Käufe sind absehbar endlich und konnten zuletzt aber die Liquidations-Welle auch nicht verhindern. China ist derzeit für uns das einzige Argument, warum es durchaus noch eine Erholung geben kann nach einer Korrektur.
Fazit
Die Chancen stehen gut für eine weitere Korrekturbewegung mit einem möglichen Ziel bei 3900-3920 US-Dollar. Wir haben für dieses Szenario ein geeignetes Produkt ausgesucht, welches wir nachfolgend vorstellen. Im Idealfall kann der Goldpreis für dieses Szenario die Hochs der laufenden Woche in naher Zukunft nicht mehr toppen, sondern verweilt darunter.
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Gold
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 6059,691 US-Dollar. Bei einem aktuellen Preis von 4940 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 4,28. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UN3W2G.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 5500-5600 USD
Unterstützungen: 4400 und 3800/3900 USD
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Gold
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.



