Aktie im Minus

Ottobock nach Wachstumssprung vorsichtiger

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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(Reuters) - Neue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den USA haben dem weltgrößten Prothesenhersteller Ottobock 2025 einen Rekordgewinn beschert. Mit einem vorsichtigen Ausblick für das laufende Jahr verschreckte der Vorstand am Dienstag allerdings seine Anleger. Nach anfänglichen Gewinnen von ‌zeitweise knapp neun Prozent drehten die im Kleinwerteindex SDax gelisteten Titel ins Minus und büßten mehr als sechs Prozent ein. Ein Händler verwies darauf, ⁠dass Umsatz ⁠und Ausblick unter den Erwartungen der Analysten geblieben seien. Finanzvorstand Arne Kreitz erklärte dazu: "Wir wollen die Guidance bewusst konservativ legen."

Der Hersteller von Arm- und Beinprothesen sowie Stützsystemen prognostiziert für das laufende Jahr ein Umsatzplus von fünf bis acht Prozent und einen Anstieg der bereinigten operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) auf mehr ‌als 26,5 Prozent. Das ist nur eine geringe ‌Steigerung im Vergleich zu den 26,0 Prozent Marge im vergangenen Jahr. Die ehrgeizigeren Mittelfristziele bekräftigte Kreitz allerdings. Demnach wird bis 2029 ein jährliches Umsatzwachstum von sieben ⁠bis neun Prozent und eine Ebitda-Marge von 29 bis 30 Prozent angestrebt.

2025 verbuchte ‌der seit Herbst notierte Konzern nach ersten ⁠Berechnungen einen Anstieg des bereinigten Ebitda von fast 30 Prozent auf 415 Millionen Euro. Der Umsatz im Kerngeschäft stieg um knapp zwölf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. "Wir haben unsere Position als Marktführer mit ‌zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und ⁠einen Profitabilitätssprung erreicht", kommentierte Firmenchef Oliver ⁠Jakobi die Jahresbilanz.

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Zum Wachstum trugen neue Produkte wie etwa die Weiterentwicklung eines künstlichen Kniegelenks sowie neue Erstattungsregeln für Prothesen in den USA, Frankreich und Japan bei. Zudem trieb das Unternehmen den Ausbau seines Versorgungsnetzwerks mit Zukäufen in Belgien und Australien voran. Kreitz kündigte an, der Vorstand wolle das Rollstuhlgeschäft veräußern und sich auch von einem US-Abrechnungsdienstleister trennen, um sich auf die Prothetik zu konzentrieren. Gleichzeitig halte er weiter Ausschau nach ⁠geeigneten Übernahmekandidaten.

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