Symrise erhöht Dividende erneut - Abschreibungen belasten
Frankfurt, 04. Mrz (Reuters) - Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat dank eines Sparkurses den operativen Gewinn überraschend deutlich gesteigert. Die Ertragskraft sei auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen, betonte Konzernchef Jean-Yves Parisot in einer Telefonkonferenz am Mittwoch. Der Effekt der Effizienzsteigerungen sei dauerhaft. Symrise-Aktien setzten ihre Talfahrt der vergangenen Tage dennoch fort und verloren rund ein Prozent.
Das bereinigte Betriebsergebnis wuchs um knapp fünf Prozent auf 1,08 Milliarden Euro. Die operative Gewinnmarge habe sich um mehr als einen Prozentpunkt auf 21,9 Prozent verbessert. Daher soll die Dividende zum 16. Mal in Folge auf 1,25 Euro je Aktie steigen. Im vergangenen Monat hatte das Unternehmen zudem einen Aktienrückkauf in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro angekündigt.
Die Bilanz für 2025 wurde jedoch von einigen Sonderfaktoren belastet. Eine Abschreibung von 148 Millionen Euro auf das zum Verkauf stehende Terpengeschäft sowie von 150 Millionen Euro auf die Beteiligung am schwedischen Unternehmen Swedencare drückten den unbereinigten operativen Gewinn um knapp zwölf Prozent auf etwa 913 Millionen Euro. Die Abwertung des Dollar und einiger anderer Währungen minderte den Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf 4,93 Milliarden Euro. Rechne man den Wechselkurseffekt heraus, ergebe sich ein organischer Anstieg um 2,8 Prozent. Dieses Plus lag in der Mitte der im Oktober wegen einer schwächelnden Nachfrage gesenkten Zielspanne von 2,3 bis 3,3 Prozent.
Für 2026 stellt sich Symrise auf weiter gebremstes Wachstum ein. Der Konzern rechnet mit einem organischen Umsatzplus zwischen zwei und vier Prozent sowie einer bereinigten operativen Gewinnmarge zwischen 21,5 und 22,5 Prozent. Die Mittelwerte dieser Prognosen lägen teilweise über und teilweise unter den Markterwartungen, schrieb Analyst Chris Counihan von der Investmentbank Jefferies. Angesichts des für das laufende Quartal prognostizierten organischen Umsatzrückgangs müsse das Geschäft in den darauffolgenden Monaten anziehen, um die Jahresziele zu erreichen.
Das Unternehmen bekräftigte seinen mittelfristigen Ausblick. Bis 2028 würden die Erlöse voraussichtlich um jährlich fünf bis sieben Prozent steigen. Die operative Gewinnmarge werde zwischen 21 und 23 Prozent liegen.
(Bericht von Patricia Weiß und Hakan Ersen, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

