
Für die europäischen Anleger gibt es nach dem Wochenende ein böses Erwachen. Wegen der weiter zugespitzten Lage im Nahen Osten und einer Ölpreisrally ist der Dax am Montag im frühen Handel nochmals deutlich unter Druck geraten. Im Fokus steht, dass der Iran mit dem Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei einen neuen obersten Führer bestimmt hat. Ein schnelles Ende des Kriegs und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region bleibt nicht absehbar.
Der Leitindex Dax sackte in der ersten Stunde um 2,4 Prozent auf 23.025 Punkte ab. Damit war der Einbruch nicht ganz so massiv wie es im vorbörslichen Handel aussah, als Indikationen schon im Bereich von 22.700 Punkten gelegen hatten. In einem Bericht der "Financial Times" wird darüber spekuliert, ob die Situation durch die Freigabe von Ölreserven beruhigt werden könnte. Der Dax sackte unter die Marke von 23.000 Punkten. Kurzzeitig erreichte er ein Tief seit Mai 2025...
Fast alle Dax-Werte im Minus
Das Gros der Dax-Werte lag am Morgen teils recht deutlich im Minus, lediglich Fresenius, Scout 24 und die Aktie der Deutschen Börse hielten sich marginal im Plus. Größter Verlierer war Continental und Siemens Energy mit einem Abschlag von fünf Prozent
Gabler im sehr schwachen Umfeld mit erfolgreichem Börsenstart
Der Marinetechnikspezialist Gabler ist am Montag im sehr schwachen Börsenumfeld erfolgreich gestartet. Erstmals gehandelt wurden die Papiere der Lübecker zu 47,20 Euro und damit deutlich über ihrem Ausgabepreis von 44 Euro. Dabei kamen ihnen zugute, dass die Rüstungswerte im durch den Iran-Krieg geopolitisch noch brisanteren Umfeld relativ robust bleiben.
Rheinmetall, Renk und TKMS verlieren zwar, markieren anders als Dax und MDax aber keine neuen Jahrestiefs. Hensoldt legen sogar zu. (mit Material von dpa-AFX)



