Zeitung: Details zu geplanten UBS-Kapitalvorgaben liegen vor

(Reuters) - Der Schweizer Großbank UBS drohen einem Zeitungsbericht zufolge Milliardenbelastungen durch geplante Regulierungsvorgaben. Der Bundesrat werde Mitte April einem Antrag von Finanzministerin Karin Keller-Sutter zustimmen, eine Verordnung zu verschärfen, berichtete der "SonntagsBlick" ohne Nennung von Quellen.
Per Verordnung plane der Bundesrat, bestimmte Bilanzpositionen künftig vollständig vom harten Kernkapital abzuziehen. Betroffen seien insbesondere aktivierte Software und latente Steueransprüche. Die Änderung solle am 1. Januar 2027 in Kraft treten und dürfte die UBS nach einer Übergangsfrist 10 Milliarden Franken kosten.
Das Finanzdepartement erklärte zu dem Bericht lediglich, der Bundesrat werde die Botschaft zur Revision des Bankengesetzes im ersten Halbjahr 2026 verabschieden. Zudem werde sich der Bundesrat, ebenfalls im ersten Halbjahr, zur endgültigen Fassung und zum Inkrafttreten der Eigenmittelverordnung äußern.
Hintergrund der Verschärfung ist der Zusammenbruch der Credit Suisse, die von der UBS 2023 in einer vom Staat organisierten Notrettung übernommen worden war. Es war bereits erwartet worden, dass die Regierung ihren abschließenden Vorschlag für eine Verschärfung der Kapitalvorgaben bis zur Jahresmitte vorlegen dürfte. Dieser könnte die UBS zwingen, ihre Bilanz um rund 22 Milliarden Dollar aufzupolstern, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Diese Maßnahme würde das Institut im Vergleich zu Wettbewerbern in Europa und den USA deutlich benachteiligen, hatte die UBS erklärt.




