Bayer: Aktie kämpft um charttechnisches Oberwasser – neue Glyphosat-Klage belastet

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Bayer: Aktie kämpft um charttechnisches Oberwasser – neue Glyphosat-Klage belastet

Die Glyphosat-Klagen haften weiter als bleiernes Gewicht am Agrar- und Chemiekonzern Bayer. Auch im heutigen Handel stehen die Papiere im Minus – derzeit knapp 1,6 Prozent – und sind damit in Richtung der wichtigen Unterstützung um die 50 Euro gefallen. In diesem Bereich hatte sich der Kurs bereits im Februar und März nach Rückschlägen gefangen. Aktuell bietet aber zunächst noch die 200-Tage-Linie bei gut 51 Euro als längerfristiger Trendindikator Halt. Schon seit Jahresbeginn pendelte der Kurs über weite Strecken zwischen rund 50 und 56 Euro.

Wegen der ungelösten Probleme konnte die Bayer-Aktie – anders als große Teile der Saatgutkonkurrenz – bislang kaum vom Boom der Agrarmärkte profitieren, obwohl die Geschäfte des Dax-Konzerns hier zuletzt besser liefen. Im bisherigen Jahresverlauf steht lediglich ein Kursplus von knapp sieben Prozent zu Buche, halb so viel wie beim deutschen Leitindex Dax. Auf Sicht von zwölf Monaten notiert Bayer als abgeschlagenes Dax-Schlusslicht sogar rund 25 Prozent im Minus. Der Index bringt es hier auf ein Plus von gut 27 Prozent.

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Neue Glyphosat-Klage sorgt für Druck

Am Dienstagmorgen hatte ein Bericht des „Handelsblatts“ über eine weitere Klage in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter einmal mehr die Aufmerksamkeit der Investoren auf dieses nach wie vor nicht endgültig gelöste Thema gelenkt, wenngleich der Schritt als solches nicht überrascht. So hat Bayer im Rahmen eines groß angelegten Vergleiches zwar einen Großteil der bestehenden Glyphosat-Klagen beigelegt. Das Thema möglicher künftiger Klagen ist aber immer noch nicht abgehakt.

Zudem richten sich die Blicke auf eine mündliche Anhörung in einem Berufungsverfahren, die gegen Abend mitteleuropäischer Zeit geplant ist. Dabei geht es um ein Urteil gegen Bayer aus dem Mai 2019, das Aufsehen erregt hatte. Eine Geschworenenjury hatte den Konzern damals zunächst zu Schadenersatz- und Strafzahlungen von rund zwei Milliarden Dollar an das an Krebs erkrankte Ehepaar Alberta und Alva Pilliod verurteilt – eine Summe, die der zuständige Richter dann allerdings auf 86,7 Millionen Dollar reduziert hatte. Anfang 2020 hatte Bayer dann Berufung eingelegt.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: solarseven / Shutterstock.com

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