Bitcoins kaufen - erfahren Sie alles über diese erfolgreiche Kryptowährung und worauf es beim Bitcoin traden ankommt.

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Quelle: Seksan.TH

Wer bereits Erfahrungen an der Börse gesammelt hat und neben Aktien, CFDs und Zertifikaten noch weitere Anlagemöglichkeiten sucht, der dürfte auch ein Bitcoin-Investment interessant finden. Erfahren Sie, worauf es beim Investieren und Trading mit Bitcoin ankommt.

Bitcoins kaufen - gut zu wissen

  • Bitcoin ist die älteste und zugleich größte digitale Währung, basierend auf der Blockchain-Technologie und als Antwort auf das nicht mehr funktionierende Finanzsystem im Zuge der Finanzkrise 2008 erstellt.
  • Mit dem Kauf von Kryptowährungen geht der Anleger ein hohes Risiko ein und sollte sich enormer Kursschwankungen bewusst sein. Die Kurse von Kryptowährungen bewegen sich bislang insgesamt eher zyklisch. Ihre Bitcoins nach einem Kursrutsch unmittelbar zu verkaufen ist da sicher nicht vorteilhaft.
  • Bitcoin Trading bedeutet hohes Risiko einerseits und enorme Chancen andererseits. Seien Sie vorsichtig und investieren Sie nur Geld, auf das Sie sehr sicher in naher Zukunft nicht angewiesen sind.
  • Kryptowährungen funktionieren dezentral und benötigen keinerlei Bankensystem. Eine Enteignung ist praktisch unmöglich und eine Regulierung steht noch aus. Nichtsdestotrotz wird Bitcoin immer öfter als Wertspeicher definiert und als digitales Gold beschrieben, sodass Banken und institutionelle Anleger ein stetig breiter werdendes Interesse bekunden.

Ausführliche Informationen zum Bitcoin Trading, Broker und Bitcoin Börse bzw. Handelsplätze, finden Sie weiter unten. Direkt zum Ratgeberinhalt

Die besten Angebote - Bitcoins kaufen und verwahren

  • Um in Bitcoin langfristig zu investieren oder Bitcoin Trading zu betreiben, bedarf es des Tradings via spezieller Bitcoin Börsen. Das sind Handelsplattformen wie beispielsweise SwissBorg*, Bitpanda oder Bison. Auch Broker wie Etoro*, JustTrade* oder die Krypto-Bank Nuri* (ehem. Bitwala) ermöglichen den Kauf für Ihre Bitcoins.
  • Eine sichere Aufbewahrung von Kryptowährungen erreicht man am ehesten via spezieller Wallets - das sind digitale Geldbörsen. Zu den bekanntesten Hardware-Wallets zählen die von Trezor*.

Kostenübersicht Krypto-Handelsplattformen und -Broker

Die Tabelle hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Markt und die Vielfalt der Kryptowährungen ändern sich stetig und mit hoher Dynamik. Die Höhe der Kosten wird leider nicht immer transparent dargestellt. Wenn die Angaben auf den Websites der Anbieter nicht klar erkennbar sind, haben wir die Kosten anhand der Studie von Coindex für FinanceForward übernommen.

Wem der Einstieg über den herkömmlichen Börsenweg eher liegt, dem sei unser kostenloses Special empfohlen: PDF - über die traditionelle Börse in die Krypto-Welt einsteigen

Wer tief einsteigen und konkrete Handlungsempfehlungen mit Zugang zum Krypto-Musterportfolio erhalten möchte, dem empfehlen wir unseren 145 Seiten starken Krypto-Report (kostenpflichtig): PDF und Musterportfolio im Krypto-Report.

Ob an der Börse erfahren oder nicht, beim Bitcoin Trading bzw. als Bitcoin Trader stellt man sich besser auf heftige Kursschwankungen ein. Zu Beginn bei einem Broker oder einer Bitcoin Börse ein Demokonto zu eröffnen, um sich selbst einem Bitcoin Trader Test zu unterziehen, schützt vor Verlusten. Außerdem lassen sich so mit jeder Transaktion beim Bitcoin Trading Erfahrungen für den realen Handel sammeln.

1. Was ist Bitcoin (BTC)? 

Bitcoin (BTC) ist die älteste und größte Kryptowährung. Sie basiert auf der sogenannten Blockchain-Technologie, einem dezentralen Datenspeicher, der auf nicht manipulierbare Weise Informationen sämtlicher Art abspeichern und laufend aktualisieren kann.

Bitcoin basiert auf der Blockchain-Technologie und ist die älteste (seit 2008) und größte Kryptowährung. Banken sind für dieses dezentrale, verschlüsselte System nicht notwendig. Bitcoin-Kurse schwanken stark, die Transaktionen haben einen hohen Energiebedarf.

Im Falle der Bitcoin-Blockchain stellen die gespeicherten Informationen ein laufend ergänztes Zahlungssystem dar, über das die Nutzer sich gegenseitig Bitcoin hin und her senden können (und darüber auch Bitcoin Trading betreiben). Und zwar ohne dabei auf Banken oder andere Payment-Dienstleister angewiesen zu sein. Ein Bitcoin ist im Grunde nicht mehr als eine Eintragung in diesem dezentralen „Logbuch“, welches die Blockchain darstellt.

Bei einer Bitcoin Transaktion bzw. beim Bitcoin Trading wird nicht wirklich etwas versendet. Nur die Eintragung innerhalb der Blockchain wird aktualisiert: Besitzer A hat nun weniger Bitcoin-Einheiten und Besitzer B dafür den entsprechenden Betrag mehr BTC. 

Die dezentrale und kryptographisch verschlüsselte Blockchain garantiert dabei, dass die Eintragungen nicht gefälscht werden können. Auch kann niemand einfach zusätzliche Bitcoin hinzu kopieren. Das gelingt, indem das Kassenbuch nicht von einer zentralen Partei kontrolliert wird. Stattdessen gibt es abertausende autonome Prüfstellen, die sich alle auf einen gemeinsamen Konsens einigen müssen.

Will man die Blockchain also zu seinen Gunsten verändern, muss man das auf tausenden Computern und in einem sehr kurzen Zeitraum machen - ein Unterfangen, welches aufgrund der dafür nötigen, absurd hohen Rechenleistung in der Realität nicht machbar ist.

Nutzer greifen mittels eines privaten und eines öffentlichen Schlüssels auf ihre Bitcoins zu und empfangen (Kauf) oder versenden (verkaufen) BTC. Der öffentliche Schlüssel kann dabei als Kontonummer angesehen werden und der private Schlüssel als dessen Passwort.

Man interagiert beim Trading mit bestimmten Programmen, oder über bestimmte Websites mit der Blockchain. Diese werden als „Wallets“ bezeichnet, man könnte sie auch virtuelle Geldbörsen nennen. Bitcoin Börse und Konto bzw. Wallet fusionieren dazu meist in einer App. Zu den bekanntesten Anbietern zählen Bison der Börse Stuttgart, Bitpanda, SwissBorg oder auch Bitwala und stetig bieten mehr Anbieter Trading mit BTC, Ethereum (ETH), Ripple & Co. an.  

Eine detaillierte Einführung in die Funktionsweise einer Blockchain finden Sie in diesem Artikel: Blockchain – Was steckt hinter der Technologie und wie funktioniert sie?

Bitcoin ist die erste Blockchain-basierte und somit digitale Währung. Das White Paper (Konzeptpapier) wurde im Jahr 2008 von einem Autor veröffentlicht, der unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ bekannt ist. Die wahre Identität dieser Person ist bis heute unbekannt. Bitcoin soll laut Autor ein Gegenkonzept zu dem aus seiner Sicht nicht mehr funktionierenden Finanzsystem darstellen und wurde als Antwort auf die im Jahr 2008 herrschende Finanzkrise veröffentlicht.

Der Programmier-Code des Bitcoin ist „Open Source“ - für jeden öffentlich einsehbar. Bitcoin ist zudem deflationär aufgebaut, es wird maximal 21 Millionen Bitcoin-Einheiten geben. Das ist vom zugrundeliegenden Protokoll so festgelegt. Das stellt einen Gegensatz zu den staatlichen Fiat-Geldsystemen dar, deren Geldmengen unbegrenzt erweitert werden können.

Seit 2009 sind die ersten Bitcoin im Umlauf. Das Trading fand zunächst nur zwischen Informatikern und Software-Entwicklern im Dunstkreis von Nakamoto statt. Die ersten Transaktionen galten Testzwecken, um das Konzept technisch versierten Personen vorzustellen.

Stets aktuelle Bitcoin-Kurse finden Sie bei uns auf den Snapshots: Bitcoin in USD oder Bitcoin in Euro

Die erste große Bitcoin Börse war Mt. Gox. Ein japanischer Handelsplatz für Sammelkarten, der im Jahr 2010 auf den Handel mit Bitcoin (BTC) umgestellt und bald zum Hauptumschlagplatz für die Kryptowährung wurde. 2014 musste Mt. Gox Insolvenz anmelden.

Mittlerweile gibt es diverse Bitcoin Börsen in allen Teilen der Welt, auf denen BTC gegen staatliches Geld oder diverse andere Kryptowährungen gehandelt werden kann. Hinter Bitcoin hat sich in den letzten Jahren zudem ein ganzes Krypto-Ökosystem gebildet. Es gibt tausende Projekte, dessen Ansätze weit über die einer bloßen Währungseinheit hinausgehen. Im Grunde kann das Hauptziel dieses neuen Sektors damit beschrieben werden, eine neue und dezentrale, komplett digitalisierte Form der Finanzwelt zu errichten.

Dabei sollen sämtliche Vermögenswerte, also nicht nur Geld, sondern auch Aktien, Kunst, Immobilien, Versicherungen und im Grunde alles was man sich vorstellen kann, gehandelt werden – ohne dass man dafür einer zentralen Partei vertrauen muss. Gleichzeitig sollen die Einstiegshürden deutlich geringer ausfallen.

2. Fünf Tipps für Krypto-Einsteiger

  1. Die Blockchain-Technologie ist ein noch relativ junges Phänomen. Der sich auf diesem Fundament errichtende wirtschaftliche Sektor, befindet sich trotz der schon deutlich vorangegangenen Adaption verschiedener Bereiche immer noch in einem sehr frühen Stadium. Das bedeutet wenig Regulation, technische Lücken und wirtschaftliches Risiko. Als Anleger sollte man sich bewusst sein, dass ein Investment in diesem Bereich, vor allem in kleinere Projekte abseits von Bitcoin, als Hochrisiko-Investment betrachtet werden muss.
  2. Aufgrund der genannten Tatsache ist mit extremer Volatilität zu rechnen. Diese Volatilität geht oft deutlich über die von Aktien hinaus.
  3. Teilweise erfordern Investments in Krypto-Projekte ein hohes Maß an eigener Recherche auf technischer Ebene. Das liegt daran, dass die entsprechenden Interaktionsplattformen für den Endnutzer oder Investoren noch gar nicht existieren.
  4. Aufgrund der in vielen Ländern unklaren Regulatorik muss bei jedem Projekt besonderes Augenmerk auf den rechtlichen Stand und eventuelle gesetzliche Hürden bei einem Investment gelegt werden.
  5. Steuerlich betrachtet befinden sich Krypto-Assets aufgrund der fehlenden Regulationen ebenfalls in einer Grauzone. Bei einem Investment sollte man sich unbedingt bei seinem Steuerberater informieren. Nach aktuellem Stand (Frühjahr 2022) sind Gewinne aus dem Kryptohandel nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei.

3. Schritt für Schritt: Wie kaufe ich Bitcoin?

Der Kauf von Bitcoins ist von App und Handelsplatz abhängig und teils deutlich unterschiedlich. Immer mehr Anbieter vereinfachen jedoch das Verfahren für den Kauf, sodass der Einstieg zur Kryptowährung immer leichter fällt. Inzwischen erfolgt der Zugang ähnlich einfach wie die Eröffnung eines Wertpapierdepots oder der Kauf von Aktien.

In den meisten Fällen erfolgt der direkte Kauf von Bitcoin und Co. wie folgt:

Schritt 1 - Registrierung:

Wenn die Entscheidung für eine direkte Investition in Bitcoin gefallen ist, bedarf es eines Anbieters bzw. Handelsplatzes für Kryptowährungen. Um Zugang zu erhalten ist im ersten Schritt eine Registrierung erforderlich. Je nach Anbieter wird dafür der Download der entsprechenden Anbieter-App vorausgesetzt. Immer mehr Anbieter ermöglichen den Handel per Internet-Browser.

Schritt 2 - Verifizierung:

Ist die App geladen und/oder das Konto eingerichtet, müssen die persönlichen Daten verifiziert werden. Die Legitimationsprüfung erfolgt in der Regel über einen Partner per Video-Ident. Dazu benötigen Sie eine gute Internetverbindung, Web- bzw. Handy-Kamera und Ihren Personalausweis. Je nach Anbieter wird manchmal noch eine Testüberweisung zu einem Referenzkonto getätigt. Ähnlich wie bei einer Kreditkarte kann von einem Referenzkonto der Umsatz abgezogen oder auch Geld auf das Referenzkonto ausgezahlt werden. 

Schritt 3 - Einzahlung:

Um Bitcoin kaufen zu können, muss in den meisten Fällen vorab Geld eingezahlt werden – ganz ähnlich, wie es bei den meisten Brokern auch der Fall ist. Achten Sie dabei auf ggfs. anfallende Negativzinsen. Zwischen Überweisung und Geldeingang liegen voraussichtlich ein paar Tage, bis Sie tatsächlich aktiv Bitcoin kaufen können.

Für die Einzahlung stehen in der Regel mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Banküberweisung (Sepa), Sofortüberweisung, Kreditkarte und Paypal sind die gängigsten Formate.

Schritt 4 - Bitcoin kaufen:

Ist die Zahlung eingegangen, wird der Kontoinhaber in der Regel unmittelbar per E-Mail oder Push informiert. Dem Kauf von Bitcoin & Co. steht dann nichts mehr im Weg. Loggen Sie sich in die App oder den Browser in das Konto ein und kaufen und verkaufen Sie die angebotenen Kryptowährungen und Tokens.

Die Gebühren sind oft bereits im Kaufkurs enthalten, dafür fallen in der Regel keine weiteren Kosten für die Kontoführung an. Je nach Anbieter wird der Verkauf von Bitcoin im Fiat-Währungskonto (in der Regel Euro) gutgeschrieben. Auch ein Tausch von z.B. Bitcoin unmittelbar in Ethereum ist ggfs. möglich. Bei einem direkten Tausch sparen Sie sich ein Mal die Transaktionskosten. 

4. Warum sollte ich Bitcoin kaufen?

Bitcoin ist ein technologischer Disruptor. Das heißt, er bietet einen Lösungsansatz für viele der derzeitigen Probleme in der Finanzwelt an, mit dem Potenzial sie komplett umzukrempeln. Man spricht deshalb auch von einer Bitcoin Revolution.

Bitcoin ist eine Alternative zu den aktuellen Finanzmärkten, auf denen die Folgen der seit der Finanzkrise 2008 massiven Geldausweitung noch nicht abzusehen sind. Bitcoin kann vor Entwertung schützen.

Seit der Finanzkrise 2008 sind die Grundstrukturen der globalen Finanzwelt aus den Fugen geraten. Die Zentralbanken dieser Welt sind seitdem gezwungen, mittels Anleihekäufen und einem Leitzins nahe Null die Märkte in einer Art künstlichem Koma zu halten, um einen Kollaps zu verhindern. Die Corona-Pandemie hat diese Lage verschlimmert und dazu geführt, dass die Geldausweitung noch schneller vorangetrieben werden muss.

Die Finanzmärkte befinden sich in einer Situation, die so vorher noch nie da war. Es ist ein globales Experiment mit ungewissem Ausgang. Nicht wenige raten deshalb, einen Teil des Vermögens in Bitcoin & Co. anzulegen. 

Bitcoin ist längst nicht mehr nur Vehikel für Kriminelle. Immer mehr institutionelle Anleger akzeptieren bzw. investieren in BTC als Vermögenswert.

Bitcoin dient mit seinem deflationären Charakter als mögliches Alternativkonzept, sowohl um Vermögen von Firmen wie Privatpersonen als Wertspeicher vor einer zunehmenden Entwertung zu schützen. Aber auch, um ein alternatives Zahlungssystem zu sein, welches unabhängig von jeglichen Organisationen, Regierungen oder Einzelunternehmen funktioniert.

Während Bitcoin für die Industrieländer als mögliche Reparatur für die bestehenden Finanzstrukturen dienen könnte, ermöglicht dieses einfach zugängliche System Entwicklungsländern einen Zugang zu einem unkorrumpierbaren, effizienten und international nutzbaren Finanzsystem, wo vorher keine Möglichkeit einer Interaktion bestanden hat.

In den ersten Jahren hatte Bitcoin noch den Ruf eines Werkzeugs für Kriminelle und Darknet-Nutzer. Doch Transaktion um Transaktion ist die digitale Währung salonfähig geworden und erreicht eine immer breitere Akzeptanz. Spätestens mit dem Interesse aus dem institutionellen Sektor und dem Einstieg von milliardenschweren Unternehmen, die mit einem Bitcoin-Investment ihr Kapital schützen wollen, hat BTC den Status eines ernstzunehmenden Vermögenswertes in der Finanzwelt erlangt.

Nachfolgend stellen wir die größten Chancen und Risiken für Bitcoin als Technologie und Vermögenswert vor, zunächst in der Übersicht (Details dazu erläutern wir im Anschluss bzw. im Kapitel "Wie sicher ist Bitcoin?"):

Vertrauensloser Zahlungsverkehr: Bitcoin ist dezentral. Das heißt, man benötigt theoretisch keine Drittpartei wie eine Bank oder ähnlichen Finanzdienstleister, um das Geldsystem für Transaktionen nutzen zu können. Die einzige Voraussetzung ist ein internetfähiges Gerät, beispielsweise ein Smartphone oder ein Computer. Aufgrund seiner dezentralen Beschaffenheit ist Bitcoin nicht an Ländergrenzen gebunden und kann theoretisch als globales Zahlungsmittel (mit sehr geringen Transaktionskosten) verwendet werden.

Enteignungsresistent: Bitcoins sind zudem immer im direkten Besitz des Eigentümers (außer ein Drittanbieter verwahrt sie für den Kunden). Es ist so gut wie unmöglich, einen Bitcoin-Besitzer zu enteignen. Denn das gesamte auf Bitcoin beruhende System ist dezentral. Es wäre mit einem unglaublichen Rechenaufwand verbunden den Zustand der Blockchain zu verändern. Man müsste mehr als die Hälfte des Systems kontrollieren, um die Besitzverhältnisse im eigenen Sinne zu verändern (eine sogenannte 51 Prozent Attacke).

Wertspeicher (Digitales Gold): Diese Enteignungsresistenz, sowie die Unabhängigkeit von Zentralbanken und anderen staatlichen Apparaten macht BTC zum jetzigen Zeitpunkt (Frühjahr 2022), in der politische und wirtschaftliche Unruhen herrschen, zu einem alternativen Wertspeicher. Oft wird dabei eine Ähnlichkeit zu Gold abgeleitet. Die Vorteile liegen jedoch in der digitalen Beschaffenheit. Diese macht die Benutzung von Bitcoin wesentlich einfacher und ermöglicht es zudem, BTC tatsächlich zum Bezahlen nutzen zu können - das ist mit Gold in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach. Natürlich sind die Akzeptanzstellen zur Bezahlung mit Kryptowährungen noch rar, doch immer mehr etablierte Anbieter wie PayPal, Visa oder MasterCard senden konkrete Akzeptanz-Signale.

Netzwerkexternalität: Dieser Faktor sagt aus, dass je mehr Nutzer in einem Netzwerk aktiv sind, desto größer wird der Nutzen für alle Nutzer dieses Netzwerks. Für Bitcoin heißt das folgendes: Je weiter die Adaption von Bitcoin in der Wirtschaft und im Alltag voranschreitet, desto schneller wächst die Akzeptanz und Bekanntheit. Dadurch, dass Bitcoin die bekannteste und am weitesten verbreitete Kryptowährung ist, gibt ihm das einen Vorteil gegenüber anderen Kryptowährungen. Noch hinzu kommt, je mehr aktive Betreiber in die Bitcoin-Blockchain einsteigen, desto sicherer und dezentraler wird sie, da mehr Rechenleistung und mehr unabhängige Transaktions-Validatoren hinzukommen.

Eintrittstor zu einer neuen Technologie: Bitcoin (und die Blockchain) hat durch seinen neuartigen Ansatz der vollständigen Dezentralität ein gigantisches Potenzial, diverse Bereiche stark zu verändern - nicht nur das Finanzsystem. Die Blockchain fällt ohne Zweifel in die Kategorie disruptive Technologie. Sie könnte das Gesicht dieser Welt maßgeblich verändern (Ansätze dessen sind bereits erkennbar, beispielsweise durch bereits konzipierte, dezentrale Versionen von Social Media Plattformen, dezentralen Krypto-Marktplätzen, oder auch auf einer Blockchain verwalteten Besitzrechtsansprüchen). Vom Ausmaß kann man hier durchaus Parallelen zur Entwicklung des Internets ziehen und die Stoßkraft der Blockchain könnte vielleicht sogar noch darüber hinaus gehen.

Der Technologie hinter dem Bitcoin, der Blockchain, wird die dritte Stufe der Internet-Evolution zugeschrieben.

Einige Experten schreiben der Blockchain sogar die nächste Stufe der Evolution des Internets zu. Phase eins war ein „Informations-Internet“. Es wurde möglich, Informationen mit einer vorher nie da gewesenen Geschwindigkeit, Einfachheit und Effizienz zu verbreiten.

Phase zwei war das „Plattform-Internet“. Dadurch wurden Dinge wie Amazon, Facebook, Youtube und diverse andere Online-Dienstleistungen möglich. Hier hat sich vor allem der wirtschaftliche Einfluss bemerkbar gemacht. Die großen FAANG-Unternehmen, Sinnbilder dieser Phase, sind heute die größten wirtschaftlichen Player überhaupt.

Phase drei wird aus Sicht vieler Experten ein „tokenisiertes“ Internet sein. Ein Internet, in dem wirklicher Wert abgebildet und übertragen werden kann und nicht nur Informationen. Potenziell sämtliche existierenden Vermögenswerte werden in Form von digitalen Token abgebildet und deren Austausch auf ein neues Level gehoben und zwar einfacher, automatisierter, schneller, grenzenloser. Die Blockchain-Technologie wird das Fundament dieses tokenisierten Internets sein.

Das oben beschriebene trifft zwar mehr auf die Blockchain-Technologie an sich als auf Bitcoin zu, doch Bitcoin ist die älteste Kryptowährung und das erste Blockchain-Netzwerk überhaupt. Zudem ist es aufgrund seiner Größe das mit Abstand stabilste dieser Art. Mit einer Dominanz von über 50 Prozent der Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen (Stand Januar 2022) ist er bis auf weiteres der unangefochtene Platzhirsch.

Bitcoin dominiert mit über 60 Prozent der Marktkapitalisierung die Krypto-Welt. Die Entwicklung des BTC bestimmt maßgeblich die Bewegung anderer Kryptowerte.

Die Kursentwicklung des Bitcoin wirkt sich massiv auf sämtliche anderen Krypto-Token aus. Wohin sich der Bitcoin bewegt, dahin gehen im Großen und Ganzen auch die anderen Coins und Token. Der Bitcoin hat zudem die mit Abstand größte Adaption in der realen Welt. Mit Bitcoin kann man tatsächlich bei manchen Anbietern bezahlen.

Bitcoin ist zudem immer noch das Tor hin zum Großteil anderer Projekte. Die meisten Token können nicht direkt mit normalem Geld erworben werden. Will also jemand in ein spezielles Krypto-Projekt investieren, dann geht das in den meisten Fällen nur über Bitcoin. Deswegen ist Bitcoin innerhalb des Krypto-Sektors das zuverlässigste und am besten einschätzbare Investment, um an der Blockchain-Entwicklung an sich zu partizipieren. Verkaufen Sie Ihre Bitcoins, nehmen Sie auch automatisch nicht mehr indirekt an der Blockchain-Entwicklung teil.

5. Auf was sollte ich beim Kauf von Bitcoin achten?

Wer Geld in Bitcoin anlegen möchte sollte im ersten Schritt überlegen, ob direkt oder indirekt in die Kryptowährung investiert werden soll.

Direkt oder indirekt investieren, das ist hier die Frage.

Das ist eine elementare Frage, da diese Entscheidung Auswirkungen auf den auszuwählenden Marktplatz und auch auf die anschließende Verwahrung hat. Man sollte immer bedenken, dass der Bitcoin Kurs starken Schwankungen unterliegt.

Per Derivat indirekt in Bitcoin investieren

Man kann über derivative Produkte indirekt in Bitcoin investieren. Dabei handelt es sich z.B. um Futures, CFDs, Zertifikate, Optionen usw. Derivate haben nicht nur den Vorteil, dass man über den traditionellen Finanzmarkt mit klassischem Broker an der Börse Zugang finden kann. Ein erfahrener Aktien-Anleger hat eventuell sogar bereits ein Konto bei einem Broker, der entsprechende Produkte anbietet. Immer mehr Broker bieten den Handel mit den gängigsten Kryptowährungen an. Somit kann man das Bitcoin-Investment unkompliziert in seinem gewohnten Umfeld tätigen. 

Ein weiterer Vorteil liegt darin, mit einem Derivat auch auf fallende Kurse setzen zu können. Aufgrund der mitunter enormen Kursschwankungen bei Kryptowährungen sind jedoch starke Nerven gefordert. Wer zuvor noch nicht sehr aktiv an der Börse war, sollte besser die Finger von CFDs & Co. lassen - wenn überhaupt, dann empfiehlt sich der Weg über ein entsprechendes Demo-Konto, um ein Gefühl für das Trading mit Krypto-Werten zu bekommen. 

Das indirekte Investieren in Bitcoin eignet sich nur für Anleger, die ein reines Interesse an der Preis-Entwicklung des Bitcoin haben. Sämtliche Vorteile der Kryptowährung und der dahinter liegenden Blockchain-Technologie gehen bei einem indirekten Investment verloren.

Über ein Derivat, welches den reinen Bitcoin-Preis abbildet, besitzt man nicht wirklich Bitcoin. Bei einem solchen Partizipations-Derivat liegt die Aufbewahrung und Verwaltung allein beim Anbieter. Es muss nicht einmal der Fall sein, dass der Emittent das entsprechende Produkt auch tatsächlich mit Bitcoin hinterlegt - lediglich die Preisabbildung wird gewährleistet. Dieser Tatsache sollte man sich vorher unbedingt bewusst sein.

Direkt in Bitcoin investieren

Wer alle Vorteile von Bitcoin genießen möchte, investiert auf direktem Weg. Auch hier gibt es zwei verschiedene Varianten. Als angehender Bitcoin Trader wird man aktuell eher bei "neueren" Börsen und Exchanges fündig - die traditionellen Anbieter hinken noch hinterher. Innerhalb der Krypto-Industrie haben sich mittlerweile einige professionelle neue Unternehmen etabliert, die einen Großteil des direkten Krypto-Handels auf sich vereinen.

Und hier liegt die nächste Entscheidung. Wer bei einer Bitcoin Börse kauft, muss entscheiden, ob sein Krypto-Kapital auf diesem Handelsplatz liegen bleibt. Dann überlässt man dem Handelsplatz die Verwahrung. Alternativ transferiert man die erworbenen Bitcoin auf eine eigene Wallet außerhalb der Trading Plattform.

Der direkte Erwerb von Bitcoin schafft mehr Flexibilität, denn der Inhaber hat jederzeit die Möglichkeit, die Bitcoin-Einheiten von der Exchange an einen anderen Ort zu senden – direkt über die Blockchain.

Wer die Krypto-Werte auf der Exchange liegen lässt, muss auf die Sicherheit des Handelsplatzes vertrauen - das eigene Kapital bleibt stückweit fremdbestimmt. Sollte ein Hackerangriff stattfinden, eine Insolvenz eintreten oder irgendein anderes Ereignis, welches den Zugang zur Börse blockiert, dann hat man dasselbe Problem wie beim indirekten Erwerb von Bitcoin. Hackerangriffe kamen in den früheren Marktphasen in der Krypto-Welt häufiger vor. Inzwischen sind die Plattformen technisch deutlich besser vor solchen Angriffen geschützt. 

Für die maximale Autonomie und Selbstverantwortung ist also ein eigenes Wallet als Aufbewahrungsort sinnvoll. Allerdings ist man in diesem Fall auch selbst für technische oder anderweitige Fehler verantwortlich und hat im Zweifel keine Möglichkeit, solche Fehler rückgängig zu machen.

Mittlerweile hat der Krypto-Sektor deutlich an Seriosität und Reife hinzugewonnen sowie regulatorische Einbettung erlangt. Das gilt zumindest im europäischen Markt, auf den wir uns in diesem Ratgeber konzentrieren. Sowohl Hackerangriffe, als auch regulatorische Eingriffe auf die im Folgenden beschriebenen Anbieter sind mittlerweile genauso unwahrscheinlich, wie das bei traditionellen Finanzdienstleistern der Fall ist.

6. Wo kaufe ich Bitcoin am einfachsten und sichersten?

Sowohl was regulatorische, als auch Nutzerfreundlichkeits-Standards angeht, bietet der europäische Markt das beste Kaufumfeld bei Bitcoin Börsen - besonders für alle, die neu in das Thema Kryptowährungen einsteigen möchten. Nachfolgend stellen wir deshalb die besten europäischen Anbieter für den Erwerb von Bitcoin und anderen Kryptowährungen vor. 

Sie wollen oder können nicht den direkten Weg nehmen, sondern suchen Möglichkeiten um einen Einstieg über traditionelle Börsen zu finden? Lesen Sie dazu unsere Spezialausgabe, die Sie sich hier als PDF zusenden lassen können: Krypto-Einstieg über traditionelle Börsen.

Für den Erwerb von exotischeren Krypto-Assets ist teilweise immer noch der Weg über größere asiatische Börsen notwendig. Möglicherweise ist sogar der Weg über komplett dezentral aufgebaute Börsen in der Krypto-Welt notwendig. Dies ist jedoch nur für erfahrene Investoren ratsam.

Krypto-Handelsplattformen

Eine Übersicht der besten Anbieter, um Kryptowährungen direkt zu erwerben:

SwissBorg

SwissBorg, gegründet im Jahr 2017, ist ein Krypto-Vermögensverwalter mit Hauptsitz in der Schweiz. SwissBorg besitzt allerdings auch eine gültige EU-Lizenz. Zudem gibt es Nebenstandorte in Kanada, Estland und Großbritannien. In der Schweiz wird SwissBorg vom VQF, einer schweizerischen Selbstregulierungsorganisation (SRO), reguliert und gilt daher als Finanzintermediär. In Estland besitzt SwissBorg eine FVT-Lizenz als Virtual Currency Service Provider.

Quelle: Swissborg

Screenshot SwissBorg Homepage, Quelle: swissborg.com

SwissBorg ist in über 100 Ländern nutzbar und bietet den Handel mit 15 verschiedenen Fiat-Währungen an. Darunter Euro, Schweizer Franken und britisches Pfund. Das macht SwissBorg in dieser Hinsicht zum besten Einstiegstor in den Krypto-Markt in Europa. Neben Bitcoin, Ethereum und dem eigenen Ökosystem-Token „CHSB“ können über SwissBorg noch elf weitere Krypto-Projekte erworben werden. Im Vergleich zur Konkurrenz noch ein recht kleines Angebot, welches jedoch laufend erweitert wird.

Eines der Alleinstellungsmerkmale von SwissBorg ist die vom Unternehmen selbst entwickelte „Smart Engine“. Diese gewährleistet dem Endnutzer automatisch die beste Preisausführung. Dies wird erreicht, indem das System direkt mit den Marktplätzen von vier der größten Krypto-Exchanges weltweit kommuniziert. Daten werden gescannt und in Echtzeit die besten Kauf- und Verkaufsoptionen errechnet. Auf Wunsch kann der Anleger dann Bitcoin kaufen und verkaufen. Das Trading findet dabei direkt zwischen Nutzer und SwissBorg-App statt. Die Registrierung an verschiedenen Börsen kann dadurch entfallen. Die Handhabung ist dabei einfach und nutzerfreundlich gestaltet.

Die Gebührenstruktur sieht wie folgt aus: Einzahlungen sind kostenlos, Auszahlungen kosten 0,10 Prozent des Handelsvolumens. Jedoch gibt es bei allen Fiat-Währungen jeweils eine Mindestgebühr. Bei Euro beträgt sie 1 Euro. Gebühren für das Wechseln von Assets innerhalb der App betragen 1 Prozent, egal in welche Richtung der Umtausch stattfindet - also Krypto zu Krypto, Krypto zu Fiat usw. Das Einzahlen auf das Konto ist mittels normaler Banküberweisung oder in Form von Kryptowährungen möglich. Zudem ist eine Einzahlung auch mittels Paypal, Transferwise oder Revolut möglich, allerdings benötigt es dafür einen zusätzlichen Identitätsnachweis. Kreditkarten werden nur akzeptiert, wenn sie bei PayPal als Zahlungsmittel hinterlegt sind.

Zudem bietet SwissBorg über eine Premium-Mitgliedschaft in verschiedenen Versionen hinsichtlich Rabatte stark reduzierte Handelsgebühren an. Für Bitcoin, einige Stablecoins und den eigenen CHSB-Token werden in diesem Modell die Gebühren auf 0 Prozent reduziert. Für die restlichen Kryptowährungen fällt die Gebühr auf 0,25 Prozent. Mit dem "Community-Premium", welches für einen geringeren Staking-Betrag verfügbar ist, werden die Gebühren auf 0,75 Prozent verringert. Dies stellt in Kombination mit der Smart Engine, die ohne versteckte Spreads arbeitet, das wohl beste Gebührenmodell am europäischen Markt dar. Für die Premium-Mitgliedschaft ist das Einfrieren einer bestimmten Menge an CHSB-Token für ein Jahr erforderlich. Die Token bleiben dabei allerdings im Besitz des Kunden.

SwissBorg selbst ist keine Börse, sondern klassifiziert sich als Krypto-Vermögensverwalter. SwissBorg bietet neben der Kauf- und Verkaufsmöglichkeit von Kryptowährungen noch weitere Finanzdienstleistungen an. So können zum Beispiel einige Projekte mittels „Yield Farming“ dazu genutzt werden, um einen variablen Zins zu erzielen. Dabei legt SwissBorg als Dienstleister das zur Verfügung gestellte Kapital für den Kunden am Krypto-Markt an.

Derzeit bietet SwissBorg das eigene Angebot ausschließlich als Finanz-App, der sogenannten „Wealth App“, an. In Zukunft sollen weitere Krypto-Assets auf der App handelbar gemacht werden. Außerdem ist es Ziel, die Möglichkeit des Yield Farmings auf weitere Assets zu erweitern und zusätzliche Krypto-Finanzdienstleistungen in die App zu integrieren, darunter Krypto-Indizes.

Sie möchten SwissBorg direkt ausprobieren? Dann laden Sie sich die App über unseren Kooperations-Link* herunter und erhalten Sie einen Bonus von bis zu 100 Euro in Form von CHSB – dem hauseigenen Ökosystem-Token von SwissBorg und nutzen Sie ihn als Investment oder traden gegen Euro oder andere Kryptowährungen. Klicken Sie dafür über Ihr Smartphone auf unseren Link* und laden sich die App direkt im App-Store herunter.

Bitpanda

Bitpanda ist eine 2014 gegründete Krypto-Handelsplattform mit Sitz in Österreich. Bitpanda ist im Besitz einer PSD2-Zahlungsdienstleister-Lizenz. Die Einrichtung der App erfolgt über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, z.B. über den Google Authenticator. Es ist nicht zwangsläufig eine separate Wallet oder ein Depot notwendig, denn Bitpanda übernimmt die Verwahrung der Vermögenswerte. Sozusagen Bitcoin Börse und Bitcoin Wallet in einem.

Quelle: bitpanda.com

Screenshot Bitpanda Homepage, Quelle: bitpanda.com

Bei Bitpanda lassen sich 50 verschiedene digitale Assets handeln. Darunter die großen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, aber auch weitere Projekte aus dem Krypto-Sektor, wie z.B. Bitcoin Cash, Litecoin, Chainlink, Tether, Ripple usw. Seit April 2021 bietet Bitpanda auch Aktien und Aktien-Sparpläne an. Bitpanda akzeptiert derzeit die folgenden Fiat-Währungen: Euro, US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund und türkische Lira.

Um Bitcoin & Co. kaufen zu können, muss zunächst Geld auf das Konto überwiesen werden - genau wie bei einem herkömmlichen Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Vom Fiat-Konto aus ist dann der Kauf von Assets unkompliziert möglich. Wer wieder verkaufen möchte, kann das in umgekehrter Reihenfolge ebenfalls sehr unkompliziert handhaben.

Bitpanda bietet eine breite Palette an Angeboten abseits des reinen Kaufs und Verkaufs von Kryptowährungen an. Darunter mit „Bitpanda Savings“ einen automatischen Sparplan, der auch mittels Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift bedient werden kann.

Zudem gibt es mit dem „Bitpanda Crypto Index“ den ersten echten Krypto-Index, mit dem man direkt in den gesamten Krypto-Markt investieren kann. Dabei handelt es sich um drei verschiedene Indizes, über die man in die Top 5, Top 10 oder Top 25 Kryptowährungen gemessen an ihrer Marktkapitalisierung und Liquidität, anlegen kann. Die Indizes passen ihre Gewichtung monatlich automatisch an.

Mit dem Angebot „Bitpanda Metals“ ist es zudem möglich, in tokenisierter Form in physisch hinterlegte Edelmetalle wie Gold und Silber zu investieren. Laut Bitpanda sind die Edelmetallbestände zu 100 Prozent versichert und es ist möglich, sie gegen andere verfügbare Assets auf der Bitpanda-Plattform direkt zu handeln.

Desweiteren bietet das Unternehmen mit der „Bitpanda Card“ für europäische Kunden eine kostenlose Visa Debitkarte an, mit der man jedes auf der Plattform verfügbare Asset ausgeben kann und Cashback in Bitcoin erhält. Die Karte wird dabei direkt mit dem eigenen Bitpanda-Konto verknüpft.

Bitpanda bietet auf europäischer Ebene wohl das umfassendste Angebot und punktet mit einer sehr nutzerfreundlichen Bedienung. Allerdings ist die Gebührenstruktur undurchsichtig, denn sie werden nicht transparent kommuniziert. Bitpanda rechnet  Transaktionskosten und sonstige Gebühren direkt im Gesamtpreis des Kauf- und Verkaufvorgangs zusammen. Die Details bleiben dem Anleger daher verborgen. Entsprechend ist davon auszugehen, dass Bitpanda nicht den optimalen Marktpreis beim Handeln mit Kryptowährungen bereit stellt und Spreads für sich nutzt. Wer damit gut leben kann, erhält ansonsten sehr gute Features.

Börse Stuttgart / Bison App

Das Krypto-Angebot der Börse Stuttgart ist der erste regulierte Handelsplatz für digitale Vermögenswerte in Deutschland, hinter dem eine traditionelle Wertpapierbörse steht. Die Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX) wird laut eigener Beschreibung als multilaterales Handelssystem gemäß § 2 Absatz 12 des Kreditwesengesetzes von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH betrieben, die auch Trägergesellschaft der öffentlich-rechtlichen Börse in Stuttgart ist.

Quelle: bsdex.de

Screenshot Börse Stuttgart Homepage, Quelle: bsdex.de

Die BSDEX bietet den Handel von Kryptowährungen wie den klassischen Handel mit Aktien an: Die Order der Anleger werden nach festen Regeln über ein Orderbuch gegeneinander ausgeführt. Dabei betont die BSDEX die eigene Kosten-Transparenz. Es wird zwischen Maker- und Taker-Order in der Gebührenstruktur unterschieden, darüber hinaus fallen keine weiteren Kosten an.

Quelle: Börse Stuttgart – Gebühreninformation

Auf der Angebotsseite ist die BSDEX mit gerade einmal vier handelbaren Krypto-Assets jedoch noch recht spärlich aufgestellt. Auf der Plattform handelbar sind Bitcoin, Ethereum, sowie Litecoin und Ripple. Weitere Kryptowerte sollen aber folgen.

Darüber hinaus bietet die Börse Stuttgart mit der „Bison App“ noch eine weitere Möglichkeit des Erwerbs von Kryptowährungen in einem sehr einfachen Nutzerinterface an. Die App/das Konto ist in nur wenigen Minuten eröffnet - es wird kein Wallet (digitale Geldbörse) oder Depot benötigt. Die Börse Stuttgart übernimmt die Verwahrung der Vermögenswerte vollständig. Es ist aber durchaus möglich, die Kryptowährungen auf eine externe Wallet auszuzahlen.

Zudem gibt es mit Bitcoin Cash ein handelbares Krypto-Asset mehr als auf der BSDEX. CFDs und andere derivative Produkte zum Bitcoin Trading bietet die App nicht an. Wer als Bitcoin Trader Erfahrungen sammeln möchte, der kann das kostenlose Musterdepot nutzen und ohne Risiko ein Gefühl für den Markt entwickeln und sich selbst als Bitcoin Trader testen.

Quelle: bisonapp.com

Screenshot Bison App Homepage, Quelle: bisonapp.com

Über die Bison App findet der Handel nicht über klassische Orderbücher, sondern bilateral statt. Hier ist die EUWAX AG, eine Tochter der Gruppe Börse Stuttgart, der Handelspartner der Nutzer. Die Nutzer kaufen Kryptowährungen also stets von der EUWAX AG und verkaufen auch an sie.

Beim Handel mit der Bison App fallen keine direkten Transaktionsgebühren an. Jedoch verdient die EUWAX AG als Betreiber der App über einen Spread, also an der Spanne zwischen An- und Verkaufspreisen, an den Tradings. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man als Kunde nicht den optimalen Marktpreis erhält. Andererseits ist der Handel sehr unkompliziert und findet durch einen deutschen Partner statt. Bison eignet sich entsprechend vor allem für Einsteiger.  

Um Krypto-Werte real kaufen zu können, muss der Nutzer zunächst Geld überweisen. Das ist derzeit nur per SEPA-Überweisung möglich. Weitere Einzahlungsmöglichkeiten sollen folgen. Ob auch PayPal darunter ist, wird nicht öffentlich auf der Seite kommuniziert. 

Bitcoin.de

Der älteste Krypto-Handelsplatz in Deutschland ist die Plattform bitcoin.de, die über die futurum bank AG, einem Unternehmen der Bitcoin Group SE, betrieben wird. Die Bitcoin Deutschland AG wurde 2011 gegründet und ist seit 2014 als vertraglich gebundener Finanzvermittler tätig. Im Juli 2013 gab bitcoin.de eine Partnerschaft mit der Fidor-Bank bekannt. Dabei stellt die Fidor Bank AG ein „Haftungsdach“, und bitcoin.de wickelt als vertraglich gebundener Vermittler den Bitcoin-Handel für die Fidor-Bank ab.

Quelle: bitcoin.de

Screenshot Bitcoin Homepage, Quelle: bicoin.de

Folgende Krypto-Werte sind auf bitcoin.de handelbar: Bitcoin, Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, Ethereum, Bitcoin Satoshis Vision, Litecoin und Ripple. Trading mit CFDs & Co. sind auch hier nicht möglich.

Die Pro-Argumente für die Plattform von bitcoin.de liegen in der hohen Sicherheit für ihre Kunden. Laut Unternehmensangaben stehen alle Server der Plattform in gesicherten Rechenzentren in Deutschland. Zudem sind über 98 Prozent der Bitcoin-Kundenbestände offline in sogenannten „Cold-Wallets“ gespeichert. Das heißt, dass sie nicht über digitalem Wege angreifbar sind.

Das eigene Euro- und Bitcoin-Vermögen der futurum bank AG übersteigt laut Unternehmensangaben die restlichen ca. 2 Prozent Bitcoins, die auf den Servern regelmäßig für Auszahlungsanforderungen von Kunden bereitgehalten werden, um ein Vielfaches.

Der größte Kritikpunkt an bitcoin.de ist jedoch die im Vergleich zu anderen Anbietern sehr umständliche Nutzbarkeit der Handelsplattform, um aktives Trading zu betreiben. Um den Express-Handel, also das direkte Kaufen und Verkaufen nutzen zu können, ist es für Kunden notwendig ein Konto bei der Fidor Bank zu eröffnen. Wird ein Trade nicht über den Expresshandel abgeschlossen, dann können lange Wartezeiten für Käufer und Verkäufer anfallen, bis die Banküberweisungen und -bestätigung des Geldeingangs vollkommen abgewickelt worden sind.

Das Trading funktioniert auf bitcoin.de nicht über Orderbücher. Stattdessen werden auf dem Marktplatz der jeweiligen Kryptowährung die von anderen Handelsteilnehmern inserierten Verkaufsangebote und Kaufanfragen angezeigt. Die Abwicklung findet dann direkt zwischen den Nutzern und mittels Banküberweisungen statt. Somit steht vor allem SEPA als Zahlungsmethode zur Verfügung. 

Die Handelsgebühren in Höhe von 0,5 Prozent des Kaufpreises pro Nutzer entfallen dabei. Bei Nutzung des Express-Handels mit automatisierter und schneller Abwicklung wird die Handelsgebühr auf 0,4 Prozent reduziert.

Binance

Eingangs haben wir in diesen Ratgeber unseren Fokus auf europäische Anbieter aufgrund regulatorischer Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit genannt. Jedoch muss man auch die asiatische Krypto-Börse Binance thematisieren, wenn man das vollständige Bild geben möchte. Anleger, die tiefer in die Welt der Kryptowährungen eintauchen möchten, kommen um Binance kaum herum.

Quelle: binance.com

Screenshot Binance Homepage, Quelle: binance.com

Die 2017 von dem chinesisch-kanadischen Unternehmer Changpeng Zhao gegründete Börse ist die größte Börse für Krypto-Werte der Welt. Die Handelsplattform bietet unter den zentralisierten Anbietern mit weit über 1000 Krypto-Handelspaaren das mit weitem Abstand größte Angebot. Darunter sind einige Handelspaare, die direkt mit Euro gehandelt werden können. Für alle weiteren können Gelder unmittelbar auf der Börse in Dollar, diverse Dollar-Stablecoins oder Bitcoin getauscht werden, um Trading von kleineren Projekten zu ermöglichen.

Das Trading auf Binance funktioniert wie bei klassischen Börsen mit Orderbüchern. Dabei bietet Binance eine breite Palette an Funktionen, darunter Markt- und Limit-Handel sowie Stop-Loss-Trading-Funktionen. Auch das Trading mit CFDs bzw. Bitcoin CFDs, Hebelprodukten, Futures und Optionen auf diverse Kryptowährungen ist möglich.

Binance bietet dabei sowohl eine vereinfachte Nutzeroberfläche für Einsteiger, als auch eine komplexe Trading-Oberfläche für erfahrene Trader an. Selbst direkter Peer-to-Peer-Handel ist möglich. Zudem gibt es verschiedene Formen von Kredit-Angeboten und Möglichkeiten für passive Investments über Binance als Abwickler.

Bei der Gebührenstruktur ist Binance einer der für Kunden erschwinglichsten Anbieter. Durchschnittlich fällt pro Transaktion eine Gebühr von 0,1 Prozent an. Bei der Auszahlung von Kryptowährungen variiert die Gebühr je nach Art der Kryptowährung. Binance besitzt zudem einen eigenen Ökosystem-Token, den BNB oder auch Binance Coin genannt. Der BNB ermöglicht unter anderem eine Rabatt-Funktion für die Servicegebühren von Binance. Guthaben lässt sich sowohl mittels SEPA-Banküberweisung, mit Kreditkarte oder direkt in Form von Kryptowährungen einzahlen.

Die Frage der Regulierung ist bei Binance etwas komplizierter zu beantworten. Gegründet wurde das Unternehmen in China, jedoch hat man den Hauptsitz aufgrund der negativen Haltung der chinesischen Regierung gegenüber dem Krypto-Sektor später nach Malta verlagert. Binance besitzt zudem mehrere Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern, darunter den USA. Alle Länder fallen unter die jeweils nationalen Regulierungsvorschriften. Und dennoch sind alle Teil des Binance-Gesamt-Ökosystems.

Bisher gab es noch keine bekannten negativen Vorfälle für deutsche Kunden bei Binance. Man sollte sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass das Unternehmen nicht unter deutsches oder europäisches Recht fällt. Im Zweifel ist das Unternehmen für die Inanspruchnahme von Rechten seitens des Endkunden schwer zu erreichen. Sollte es also zu Komplikationen mit dem eingezahlten Kapital kommen, dürfte es umständlich werden.

Nuri (ehem. Bitwala)

Einen besonderen Weg geht das Berliner Fintech Nuri, das bis Mai 2021 noch unter Bitwala firmierte. Bitwala startete als Online-Bank inkl. Girokonto mit deutscher IBAN und Visa Kreditkarte (Debit). Das Banking als solches wird von der Solarisbank zur Verfügung gestellt.

Quelle: nuri.com

Screenshot nuri Homepage, Quelle: nuri.com/de/wealth

Das besondere an Bitwala war bzw. an Nuri ist der integrierte Zugang zu Kryptowährungen. Somit ist die Währung der Bank und der Kunden weniger der Euro, sondern vielmehr Bitcoin und Co. Dabei kann der Kunde mit dem "Bitcoin Ertragskonto" bis zu 5 % p.a. Zinsen auf BTC erhalten. Nuri verbindet somit klassisches Banking, Savings und Investment in einem Produkt bzw. in einer App. Außerdem bietet Nuri eine Academy an, um dem Kunden die Welt der Krypto-Investitionen näher zu bringen. 

Die Gebührenstruktur ist sehr überschaubar: 1 % Trading-Gebühr, der Rest (Bankkonto, Kreditkarte inkl.  Bargeldabhebung, Krypto-Depot) ist kostenlos.

Bitcoin Trading Bots

Wer darauf vertraut, kann via Bitcoin Bots handeln. Bots steht als Kürzel für Robot. Die Bitcoin Bots, auch Bitcoin Trading Bots genannt, traden anhand von Marktsignalen voll automatisch. Sie ähneln einem Robo-Advisor, der ebenfalls anhand von Trading Signalen einen Kauf auslösen oder eben verkaufen kann. Bitcoin Trading Bots beziehen sich dabei auf den aktuellen Bitcoin Kurs in Referenz zum Marktgeschehen, während Robo Advisor auf Basis von Algorithmen andere Assetklassen, größtenteils ETFs, handeln.

Auch wenn sie Bitcoin Bots genannt werden, sind in der Regel auch andere Kryptowerte handelbar. Inzwischen gibt es über 20 solcher Bitcoin Trading Bots. Zu den bekannteren Bitcoin Bots zählen u.a. Bitcoin Code, Bitcoin Compass oder Bitcoin Evolution. Es gibt auch Trading Bots, die nicht nur Kryptos handeln. Hier verhält es sich eher umgekehrt: Solche Trading Bots handeln diverse Assets und Kryptowährungen. 

Bitcoin Broker

Neben den direkten Bitcoin Börsen und Anbietern gibt es zudem die Möglichkeit, indirekt in Kryptowährungen zu investieren. Dazu gehört die Möglichkeit über Derivate am Bitcoin-Preis zu partizipieren. Diese kann man mittlerweile bei diversen CFD-Brokern handeln. Der bekannteste Bitcoin Broker im europäischen Sektor hierfür ist Etoro, der zudem auch den Erwerb von echten Krypto-Werten anbietet.

Bitcoin Trading bei Etoro

Etoro ist ein seit über 10 Jahren agierender Broker, der vor allem durch sein Angebot des „Social Tradings“ ein Alleinstellungsmerkmal hat. Social Trading heißt, dass man bei Etoro die Anlagestrategien anderer Trader kopiert und somit ganz einfach sein Geld anlegen kann.

Quelle: etoro.com

Screenshot Etoro Homepage, Quelle: etoro.com

Etoro konzentriert sich mit Aktien, ETFs und CFDs eher auf die traditionellen Finanzmärkte. Seit geraumer Zeit ist jedoch auch Bitcoin Trading möglich. Mit einer Auswahl von 16 handelbaren Krypto-Assets stellt Etoro zudem eine für einen traditionellen Broker recht breite Auswahl zur Verfügung.

Bei einigen Etoro-Produkten, darunter CFDs, hält der Kunde die zugrundeliegenden Kryptowährungen nicht direkt. Vielmehr partizipiert der Anleger mittels des Finanzprodukts nur am abgebildeten Preis. Es ist jedoch mittlerweile auch auf Etoro möglich, Kryptowährungen direkt zu kaufen und auf andere Wallets zu übertragen.

Für den Kunden fallen bei Etoro keine direkten Gebühren beim Trading an. Das Unternehmen verdient sein Geld mit den Spreads, also der Spanne zwischen An- und Verkaufspreisen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man als Kunde beim Trading via Etoro nicht den optimalen Marktpreis erhält und bei jeder Transaktion eine indirekte Gebühr anfällt. Geld einzahlen ist mittels Banküberweisung, Kreditkarte oder Paypal möglich.

Krypto-Finanzprodukte

Eine weitere Möglichkeit zum Kauf von Kryptowährungen bieten sogenannte ETPs – Exchange Traded Products. Diese Finanzprodukte bilden die Preisentwicklung eines bestimmten Vermögenswerts ab. Dabei werden die Werte physisch hinterlegt. In der traditionellen Finanzwelt ähnelt das vor allem ETFs. Diese bilden bestimmte Indizes physisch, also mit tatsächlich dahinter liegenden Aktien, oder synthetisch als Swap mittels eines Partners, nach.

Genau wie Einzelaktien oder ETFs, sind auch physisch hinterlegte ETPs für Bitcoin bzw. Ethereum auf der Xetra-Börse handelbar.

Solche Produkte gibt es mittlerweile auch für Kryptowährungen. An der Xetra-Börse ist sowohl ein Bitcoin- als auch ein Ethereum-ETP von der ETC-Group handelbar. Die ETC-Group ist ein Anbieter für Krypto-basierte Investmentprodukte mit Sitz in Deutschland und Großbritannien.

Diese ETPs sind genau wie Einzelaktien oder ETFs handelbar. Sie sind zu 100 Prozent mit der entsprechenden Kryptowährung hinterlegt. Als Anleger hat man bei diesem Produkt den Vorteil der Transparenz und Einfachheit. Ein ETP lässt sich über ein klassisches Depot handeln. Allerdings gibt es bei dieser Variante keine Möglichkeit, die dahinter liegenden Kryptowährungen in ein separates Wallet zu transferieren, da der Besitz nur indirekt über das Finanzprodukt abgebildet wird.

Zum Bitcoin-ETP

Zum Ethereum-ETP

7. Wann sollte ich Bitcoin am besten kaufen?

Neben der Frage, wie und wo man Bitcoin am besten kaufen sollte, ist das die wohl am häufigsten gestellte Frage. Wann sollte man Bitcoin am besten kaufen?

Was die reine Verfügbarkeit angeht, gibt es beim direkten Bitcoin Trading bzw. traden mit Kryptowährungen generell keine Limits. Denn anders als an den traditionellen Finanzmärkten gibt es bei den nativen Krypto-Handelsplätzen keine festgelegten Handelszeiten. Der Handel ist 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche möglich, auch an Feiertagen.

Aufgrund der unterschiedlichen Handelsangebote gibt es jedoch gewisse zeitliche Faktoren, die hin und wieder Auswirkungen auf den Preis haben. Da der Futures-Handel beispielsweise an der amerikanischen Chicago Mercantile Exchange (CME) mittlerweile eine nicht unerhebliche Rolle für das Gesamthandelsvolumen und den Preis spielt, sind die Handelszeiten der CME ein zeitlicher Orientierungspunkt für Anleger, der nicht außer Acht gelassen werden sollte. In der Vergangenheit ist es oft vorgekommen, dass Kursbewegungen des Bitcoin, die am Wochenende an den Krypto-Börsen ausgelöst worden sind, am Montag zum Start des Futures-Handels wieder in die eine oder andere Richtung ausgeglichen wurden.

Dann stellt sich noch die Frage des generellen Einstiegszeitpunktes. Auch hier gibt es Ansätze, an denen sich Krypto-Neueinsteiger orientieren können. Aufgrund seiner deflationären Beschaffenheit, den genau festgelegten Parametern wie viele neue Coins erzeugt werden und in welchen Zeitperioden, sowie den generell ähnlichen Eigenschaften zu Gold, hat sich für Bitcoin ein zyklisches Preismodell ("Stock-to-Flow") herausgebildet.

Quelle: buybitcoinworldwide.com

Quelle: buybitcoinworldwide.com, Bitcoin stock to flow model live chart, Mai 2021

Das Stock-to-Flow-Modell findet in einem vierjährigen Rhythmus statt und erfreut sich unter Analystenkreisen einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das liegt vor allem an der bisher beeindruckend genauen Preisverfolgung. Anhand dieses Modells kann man die bisherigen bullischen Marktphasen des gesamten Krypto-Sektors sehr gut zurückverfolgen. Aufgrund dieser Tatsache und des sich daraus ergebenden, besseren Gesamtverständnisses für die Beschaffenheit von Bitcoin, sei es Neueinsteigern ans Herz gelegt, sich dieses Modell genauer anzuschauen.

In diesem Artikel wird das sogenannte „Stock-to-Flow“-Modell, das populär gewordene Preismodell für Bitcoin, im Detail erklärt: Stock to Flow Ratio – Was ist das für ein Indikator und was bedeutet er für Assets wie Bitcoin und Gold?

In unserer onvista-Investment-Empfehlung für Bitcoin erklären wir zudem noch einmal die fundamentalen Gründe, die für ein Investment in Bitcoin sprechen und mit welchem Zeithorizont man an ein Investment in Bitcoin herangehen sollte: onvista Investment Idee – Darum gehört die Kryptowährung Bitcoin ins Portfolio

8. Wie sicher ist Bitcoin?

Das Blockchain-Netzwerk hinter Bitcoin ist, wie weiter oben bereits beschrieben, nicht korrumpierbar. Da das Netzwerk bereits so groß ist und so viel Rechenleistung auf sich vereint, wäre ein Angriff darauf mit solch hohen Energiekosten verbunden, dass selbst eine erfolgreiche Veränderung nicht wirklich rentabel wäre.

Wie der Prozess des sogenannten „Bitcoin-Minings“, also das Herstellen neuer Bitcoins, im Detail funktioniert, können sie in diesem Artikel nachlesen: So funktioniert das Bitcoin-Netzwerk

Selbstverständlich ist auch ein Investment in Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht frei von Risiken. Im Folgenden sind die größten Risiken aufgelistet:

Eigenverantwortung: Ein ganz wesentlicher Punkt beim Bitcoin Trading ist die individuelle Kontrolle über die eigenen Bitcoin-Einheiten. Was ein absoluter Vorteil ist, kann sich genauso gut zu einem extremen Nachteil entwickeln, denn: Ist der private Schlüssel verloren, vergessen, oder sonst wie unzugänglich, dann sind die Bitcoin-Einheiten hinter dem Schlüssel unwiederbringlich verloren. Es existiert keine Möglichkeit, die Kontrolle ohne den privaten Schlüssel zu erhalten.

Technische Endgültigkeit: Auch wenn man die falsche Adresse beim Empfangen (Kauf) oder Versenden (verkaufen) von Bitcoins oder einer anderen digitalen Währung angibt, oder auch die falsche Menge, hat man dieses Problem. Es ist aufgrund der technischen Beschaffenheit einer Blockchain nicht möglich, solche Fehler wieder rückgängig zu machen - die versendeten Bitcoin sind verloren, bzw. können nicht zurückgeholt werden, außer der Empfänger sendet sie freiwillig zurück.

Marktmanipulation: Vor allem bei dem umstrittenen Stablecoin Tether ist schon oft der Verdacht in den Raum geworfen worden (konnte bisher aber nie bestätigt werden), dass mit ihm der Bitcoin-Preis manipuliert wird. Tether ist ein Stablecoin, also eine Kryptowährung, die immer den Wert von genau einem US-Dollar haben soll. Das wird erreicht, indem jeder Tether-Coin 1:1 mit einem Dollar hinterlegt ist (und somit theoretisch immer gegen diesen umtauschbar). Der Vorwurf: Tether hat nicht zu jeder Zeit alle Stablecoins auch mit Dollar hinterlegt, diese jedoch trotzdem ausgegeben. Eine strafrechtliche Untersuchung dieser Vorwürfe durch die New Yorker Staatsanwaltschaft im ersten Quartal 2021 konnte diese Vorwürfe jedoch nicht bestätigen. Allerdings ist Tether seitdem verpflichtet, vierteljährlich sämtliche Finanzdaten zur weiteren Überprüfung offen zu legen.

Enorme Marktkonzentration: Bitcoin war in seinen Anfängen nur in der Programmierer-Szene bekannt und hat dementsprechend dort seine erste Verbreitung gefunden. Bitcoin mag von seiner Struktur her zwar dezentral sein, die Verteilung ist aber alles andere als dezentral. Es gibt einige wenige Adressen, die jeweils eine enorme Menge an Bitcoin auf sich vereinen. Das gibt den Besitzern dieser Bestände potenziell eine enorme Marktmacht. Dazu gehören manche Mining-Pools, aber auch Individuen, die seit den frühen Tagen große Bitcoin-Bestände halten.

Regulierung: Die Regulierungsbehörden der wichtigsten Staaten befassen sich mittlerweile ernsthaft mit Blockchain und Kryptowährungen. Das könnte einerseits für ein geregeltes Marktumfeld sorgen und die Adaption weiter vorantreiben. Es kann aber genauso gut negativ für den Bitcoin ausgehen und zu extremen Einschränkungen, vielleicht sogar zu einem Verbot führen. Im Kern kann man sagen, dass Bitcoin mit seinem Ansatz das Geldmonopol der Staaten und somit auch einen fundamentalen Teil ihrer politischen Gestaltungshoheit angreift - und ob Staaten das wirklich wollen, ist fraglich. Da die Technologie hinter Bitcoin enormes Potenzial beherbergt, ist ein komplettes Verbot eher unwahrscheinlich. Jedoch sollte man in den nächsten Jahren mit enormen Regulierungswellen rechnen, die auf die ganze Krypto-Branche zukommen.

Energieverbrauch: Zum Schluss noch das Argument des Klimakillers. Es ist ohne Zweifel korrekt, dass das Bitcoin-Netzwerk aufgrund seiner rechenintensiven Struktur sehr viel Energie verschlingt. Doch das Gegenargument hier lautet, dass die Schuld auch in der Art und Weise der Stromerzeugung gesucht werden kann. Klimaneutral erzeugter Strom wird zudem in vielen Fällen bereits für das Betreiben von Mining-Farmen und somit herstellen neuer Bitcoins verwendet. Die Frage ist also eher, ob man bei diesem Problem nicht lieber am Ursprung (der Art und Weise der Stromerzeugung) ansetzen sollte, als einen Energiefresser (Bitcoin) von unzähligen weiteren zu kritisieren, die teils überhaupt nichts Konstruktives zur Gesellschaft beisteuern. Zudem treiben die Bemühungen der Mining-Unternehmen, das Mining von Bitcoin durch die Verwendung von erneuerbaren Energien noch rentabler zu machen, auch die Adaption und Weiterentwicklung des Sektors für erneuerbare Energien.

9. Wie kann ich Bitcoin sicher aufbewahren?

Wie bereits an einigen Stellen dieses Ratgebers angeschnitten, stellt sich bei Kryptowährungen für die Anleger die Frage, ob man selbst die volle Kontrolle und damit auch die volle Verantwortung für sein Kapital übernehmen möchte, oder sich lieber auf professionelle Dienstleister verlässt.

Sollte man sich für die zweite Variante entscheiden, gibt es nicht viel mehr zu sagen, als dass man die direkte Kontrolle über sein Kapital in treuhänderische Verwaltung übergibt. Da der Krypto-Sektor anders als der traditionelle Finanzmarkt noch jung und in großen Teilen unreguliert ist, sowie teilweise mit experimenteller Technik funktioniert, sollte man sich den Dienstleister mit Bedacht auswählen und die Sicherheitsstandards genau überprüfen. In der Vergangenheit haben bei verschiedenen Bitcoin Börsen immer wieder Hacking-Angriffe stattgefunden, die zum Totalverlust des Kapitals der Kunden geführt haben.

Sollte man die volle Kontrolle – und damit auch alle fundamentalen Vorteile von Kryptowährungen – in Anspruch nehmen wollen, dann muss man sich eine eigene Wallet zulegen.

10. Was ist ein Wallet?

Eine Bitcoin Wallet kann am besten als digitale Geldbörse beschrieben werden. Es dient als Brücke zu der eigentlichen Blockchain, auf der die Besitzeintragung der entsprechenden Krypto-Einheiten letzten Endes eingespeichert ist und mit Transaktionen aktualisiert werden kann. Die Wallet dient also zum „Versenden“ und „Empfangen“ bzw. kaufen und verkaufen von Kryptowährungen, obwohl es technisch eigentlich nicht ganz die richtige Beschreibung ist.

Wallets sind Software-Anwendungen, die mittels einfacher Nutzeroberfläche das Senden und Empfangen von Kryptowährungen ermöglichen.

Die Wallet verwendet man mittels zweier unterschiedlicher Schlüssel, um Transaktionen zu erzeugen. Dem sogenannten „Public Key“ und dem „Private Key“. Der Public Key fungiert wie eine Art Kontonummer, um den Empfang von Kryptowährungen zu ermöglichen und eine Zuordnung zu gewährleisten.

Der Private Key ist dazu da, Transaktionen zu signieren und zu verschlüsseln, um ein vertrauensloses und sicheres Hin- und Herschicken zu ermöglichen. Der Besitz des Private Keys ist unumgänglich für Transaktionen. Verliert man den Private Key, verliert man auch die dahinter liegenden Kryptowährungen - unwiederbringlich!

Um mit der Blockchain zu interagieren, gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, sich beispielsweise das Bitcoin-Kernprotokoll herunterzuladen und den eigenen Computer via Internetverbindung an das Netzwerk anzuschließen. Es gibt jedoch auch eine Menge verschiedener Software, um mittels einfacherer Nutzeroberfläche seine Coins zu versenden oder zu empfangen. Diese Software-Anwendungen werden als „Wallets“ bezeichnet.

Bei den virtuellen Geldbörsen unterscheidet man zudem noch zwischen Software- und Hardware-Wallets. Software-Wallets sind Computer-Programme, die einfach über das Internet heruntergeladen und mittels Computer oder Smartphone genutzt werden können. Sie sind in der Regel intuitiv bedienbar und ermöglichen eine einfache Interaktion mit der entsprechenden Blockchain.

Der Nachteil von Software-Wallets ist ihre ständige Verbindung mit dem Internet. Sie funktionieren nämlich ausschließlich als digitale Programme. Das macht sie angreifbar für Trojaner und andere Viren, die Passwörter scannen und Dritten den Zugriff auf die hinterlegten Kryptowährungen ermöglichen. Software-Wallets sind deshalb eher für den „täglichen Gebrauch“ sinnvoll. Sie sollten nur mit geringem Kapital befüllt werden.

Hardware-Wallets sind speziell von Unternehmen gebaute physische Wallets. Die integrierten Sicherheitsstandards sind bei dieser Wallets sehr hoch. Der Aufbau ähnelt einem USB-Stick. Durch die integrierte Software sind sie leicht bedienbar und weil sie nicht stetig mit dem Internet verbunden sind, schützen Hardware-Wallets auch besser vor ungewünschten Zugriffen. Diese Bauweise macht Angriffe durch feindliche Programme so gut wie unmöglich.

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit den bekanntesten Software-Wallets für Bitcoin und Ethereum-basierte Kryptowährungen:

1. Exodus

Ein Allround-Software-Wallet mit vielen unterstützten Kryptowährungen, einer einfachen Bedienbarkeit und der Möglichkeit, Backups zu erstellen -> https://www.exodus.com/

2. Electrum

Eines der ältesten und bekanntesten Bitcoin-Software-Wallets -> https://electrum.org/#home

3. MyEtherWallet

Das bekannteste Wallet zur Interaktion mit dem Ethereum-Netzwerk und sämtlichen, auf Ethereum basierten Token -> https://www.myetherwallet.com/

4. MetaMask

Eine beliebte Erweiterung für MyEtherWallet, welche als Browser-Plugin installiert werden kann und die Handhabe mit auf Ethereum basierten Token vereinfacht -> https://metamask.io/

Für Hardware-Wallets haben sich zwei Anbieter in den letzten Jahren einen Namen gemacht und konnten die Krypto-Welt mit ihren Devices und deren hohen Sicherheitsstandards überzeugen:

1. Ledger

Ledger bietet mehrere Versionen seines Hardware-Wallets mit integrierter Software für den einfachen Zugriff von Bitcoin und weiteren Kryptowährungen -> https://www.ledger.com/

2. Trezor

Die Hardware-Wallet von Trezor ist ebenfalls weit verbreitet. Auch hier kommt dem Anleger eine eigene Software zur Interaktion und Nutzung des Wallets zugute -> https://trezor.io/*

Zum Schluss möchten wir noch ein weiteres Mal auf die Besonderheiten eines Investments in den Krypto-Markt hinweisen. Ein Engagement in eine so neue Technologie bietet erhebliche Chancen, jedoch auch sehr viel höhere Risiken als herkömmliche Investments. Schauen Sie sich dazu noch einmal unsere weiter oben genannten 5 Tipps für Neueinsteiger in den Krypto-Markt an. Wenn Sie immer auf dem neuesten Stand bleiben wollen, empfehlen wir zudem unseren regelmäßigen News-Content zum Thema, den Sie auf unserer onvista-Unterseite zum Thema Kryptowährungen direkt auf unserer Homepage finden.

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