Dax geht einmal mehr vorsichtig in die neue Woche – Handelsstreit hält die Anleger in Atem – Banken-Werte gefragt, HelloFresh muss Tribut zahlen, New Work unter Druck

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Dax geht einmal mehr vorsichtig in die neue Woche – Handelsstreit hält die Anleger in Atem – Banken-Werte gefragt, HelloFresh muss Tribut zahlen, New Work unter Druck

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich zum Wochenstart zurückgehalten. Gedämpft wurde die Kauflaune der Investoren am Montag von einer weiteren Verschärfung der amerikanisch-chinesischen Spannungen. Peking hatte Sanktionen gegen US-Politiker angekündigt und damit auf Washingtoner Sanktionen im Streit um die Einschränkung der Autonomie Hongkongs reagiert.

Der Dax schloss mit einem Plus von 0,10 Prozent bei 12.687,53 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 0,12 Prozent auf 27.175,43 Zähler.

„Der Dax kämpft weiter mit der Marke von 12 700 Punkten und kann aus eigener Kraft nicht nachhaltig über das Kursniveau kommen. Es fehlen einfach weitere positive Impulse, die das aktuelle Niveau der Aktien als niedrig bewertet erscheinen lassen“, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Der EuroStoxx endete 0,22 Prozent höher bei 3259,71 Punkten. In Paris stieg der Cac 40 um 0,41 Prozent. Der FTSE 100 in London rückte um 0,31 Prozent vor. Der New Yorker Dow gewann 0,92 Prozent.

Bei den zuletzt eher gemiedenen Finanzwerten griffen Anleger am Montag europaweit wieder verstärkt zu. Im Dax gehörten die Papiere der Deutschen Bank mit plus 3,6 Prozent zu den Top-Titeln. Technologiewerte waren hingegen nach den jüngsten Gewinnmitnahmen an der US-Börse Nasdaq am wenigsten gefragt. SAP verloren im Dax 1,7 Prozent.

Am MDax-Ende zollten die Papiere des Kochboxenversenders Hellofresh ihrem zuletzt wieder guten Lauf Tribut und verloren 5,3 Prozent.

In puncto Berichtssaison in Deutschland ging es am Montag ruhiger zu. Mit dem Ingenieurdienstleister Bertrandt und dem Softwarespezialisten Atoss veröffentlichten zwei Unternehmen aus dem Nebenwerteindex SDax ihre Zahlen. Bertrandt verloren 1,8 Prozent, Atoss 4,5 Prozent ein.

Anleger von New Work machten nach dem jüngsten Sechsmonatshoch einen Rückzieher. Belastet wurden die Aktien des Karrierenetzwerks von einer Verkaufsempfehlung von Warburg Research. Angesichts des nachlassenden Wachstums sei die Bewertung zu hoch, hieß es. Die Papiere verloren am SDax-Ende 4,9 Prozent.

Weit vorne im Nebenwerteindex gewannen die Anteile der Beteiligungsholding Indus 4,4 Prozent. Hier rieten die Analysten von Warburg nun zum Kauf.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,55 Prozent am Freitag auf minus 0,53 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,07 Prozent auf 145,70 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,16 Prozent auf 177,48 Punkte vor.

Der Euro geriet erneut unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Nachmittagsgeschäft mit 1,1756 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1763 (Freitag: 1,1817) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8501 (0,8462) Euro.

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: anathomy / Shutterstock.com

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