Politische Entscheidungen: 4 Beispiele, warum du sie genau beobachten solltest

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Unternehmen können im Rahmen der Gesetze alle Entscheidungen frei treffen. Sie sind in diesem Sinne ungebunden und selbstständig. Doch wer etwas genauer analysiert, erkennt schnell, dass politische Entscheidungen mehr Einfluss auf Unternehmen und den Aktienmarkt ausüben, als wir es uns oft vorstellen.

Genau genommen bestimmen politische Entscheidungen bewusst und unbewusst alle Entwicklungen an den Börsen. Dies lässt sich am besten mit Beispielen untermauern und belegen.

1. Politische Entscheidungen führen zum E-Autoboom

Elektroautos hatten es viele Jahre am Markt sehr schwer. Politische Entscheidungen regten keine neuen Entwicklungen an und ohne Unterstützung können sich Technologien oft nicht durchsetzen. Elon Musk und Tesla (WKN: A1CX3T) gelang es zunächst nur langsam, Elektroautos zu verkaufen.

Der richtige Durchbruch setzte erst nach dem Dieselskandal und mit der Einführung von E-Auto-Subventionen ein. Mit der Krise im März 2020 wurde die Förderung weiter ausgebaut, wovon Tesla, BYD (WKN: A0M4W9) und weitere Hersteller nun sehr stark profitieren.

2. K+S-Entwicklung und politische Entscheidungen

Die K+S (WKN: KSAG88)-Aktie ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie stark politische Entscheidungen den Aktienmarkt beeinflussen. Nach 2008 litt der Düngemittel- und Salzkonzern unter den offenen Märkten, die leider oft auch zu großen Ungerechtigkeiten führen.

So können heimische Hersteller oft nicht mit den niedrigen Produktionskosten im Ausland mithalten. Im Fall von K+S führten die politischen Entscheidungen zu einem Überangebot aus Osteuropa, was zu fallenden Kalipreisen und Aktienkursen führte.

Doch dann beschloss die Politik plötzlich Weißrussland-Sanktionen, wodurch sich das Angebot auf dem europäischen Markt verknappte. In den letzten Monaten folgten dann weitere Sanktionen gegen russische Hersteller, von denen die K+S-Aktie nochmals sehr stark profitierte.

3. E.ON und RWE als Negativbeispiel

Politische Entscheidungen können sich positiv, aber auch sehr negativ auf Unternehmen auswirken. Die Versorger E.ON (WKN: ENAG99) und RWE (WKN: 703712) mussten ab 2011, infolge des beschlossenen Atomausstieges, hohe Milliardenbeträge abschreiben. Die Aktienkurse folgten der Entwicklung. Erst 2016 hatten sich beide Konzerne den neuen Umständen weitgehend angepasst und profitieren nun wieder von den Leitlinien.

4. Pandemie und Impfstoffe

Während der Pandemie übte die Politik einen sehr starken Einfluss auf die Börsen aus. Erst führten Wirtschaftsschließungen zu einem Crash und die anschließende Geldmengenausweitung und Stützungsprogramme zu einem starken Boom. Impfstoffhersteller wie Biontech (WKN: A2PSR2) profitierten ebenfalls von der starken staatlichen Unterstützung.

Fazit

Politische Entscheidungen üben somit einen bedeutenden Einfluss auf die Börsen aus. In vielen Fällen prägen sie langfristig über viele Jahre die Aktienkursentwicklungen. Somit lohnt es sich, die getroffenen Beschlüsse genau zu analysieren und sie mit den eigenen Kaufentscheidungen abzugleichen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von BYD und Tesla.

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