Warten auf die US-Inflationsdaten

Das war die Börse am Donnerstag 08.12.2022

onvista · Uhr
Quelle: solarseven/Shutterstock.com

Nach einem eher bewegungsarmen Handelstag ging der deutsche Leitindex am Donnerstag mit einem Plus von 9 Punkten oder 0,07 Prozent aus dem Handel.

Vor den morgen Nachmittag um 14:30 Uhr anstehenden US-Inflationsdaten - um 14:30 Uhr werden die Produzentenpreise erwartet - konnten weder Bullen noch Bären nachhaltige Akzente setzen.

Im Handelsverlauf fiel der Dax vorübergehend auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen, auch wenn die Verluste nicht groß waren. Beobachter sehen den Index weiter in einer Phase der Konsolidierung, nachdem es wochenlang bis Anfang Dezember fast nur bergauf gegangen war. 

MDAX: Immobilienaktien stützen

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen legte am Donnerstag um 0,80 Prozent auf 25 464,65 Punkte. Hier stützten vor allem Kursgewinne der Immobilienaktien wie LEG Immobilien oder Aroundtown.

Ölpreise stabilisieren sich nach Talfahrt

Die Ölpreise haben am Donnerstag die Talfahrt der vergangenen Handelstage gestoppt. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 76,68 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen um 16 Cent auf 72,17 Dollar.

Der US-Ölpreis profitierte etwas von einer Schließung einer wichtigen Pipeline im Bundesstaat Nebraska. Grund für die Schließung der Keystone Pipeline war ein Leck.Als Begründung für die Stabilisierung der Ölpreise wurde am Markt auf die jüngste Entwicklung in China verwiesen. Nach einer Protestwelle Ende November gegen die drakonischen Null-Covid-Maßnahmen hatte China eine Kehrtwende hingelegt und Erleichterungen bei Lockdowns, Quarantäneregeln, Testpflicht und Reisen in China angekündigt

.Am Ölmarkt verstärkte die Lockerung die Spekulation auf ein stärkeres Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und damit verbunden auf eine höhere Nachfrage nach Rohöl. Zuvor standen die Ölpreise zum Teil kräftig unter Druck. Seit Beginn der Woche ging es mit den Notierungen stark nach unten. Das für Europa wichtige Rohöl aus der Nordsee hat sich in dieser Zeit um etwa zehn Dollar je Barrel verbilligt. Ausschlaggebend für die Talfahrt im Wochenverlauf sind generelle Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung. Die Folgen des Ukraine-Kriegs und die deutlichen Zinsanhebungen vieler Notenbanken trübten die Stimmung am Rohölmarkt. 

Dollar unter Druck, Gold mit kleinem Comeback

Der Euro kletterte nach dem gestrigen Rücksetzer zurück über 1,0550 USD und der Goldpreis näherte sich erneut der Marke von 1.800 USD je Feinunze. Der Markt wartet mit Spannung auf die morgen anstehenden US-Inflationsdaten. (mit Material von dpa-AFX)

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