Studie

Adecco - KI führt zum Verlust von Arbeitsplätzen

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Zürich (Reuters) - Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wird einer Erhebung des Schweizer Personaldienstleisters Adecco zufolge zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen.

41 Prozent der insgesamt 2000 befragten Führungskräften erwarten demnach, dass sie in den nächsten fünf Jahren aufgrund der Technologie weniger Mitarbeitende beschäftigen werden, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Zugleich werde sich der Wettbewerb um Personal mit KI-Kompetenz verschärfen und deren Gehälter dürften signifikant steigen.

"Fast alle Arbeitsplätze werden auf die eine oder andere Weise von KI betroffen sein", sagte Adecco-Chef Denis Machuel der Nachrichtenagentur Reuters. "KI kann ein Jobkiller sein, aber auch ein Jobbeschaffer." Vor zehn Jahren sei die Angst umgegangen, dass viele Arbeitsplätze durch die Digitalisierung vernichtet würden. Tatsächlich seien durch die Digitalisierung viele Arbeitsplätze geschaffen worden. "Wir glauben, dass sich die Zahl der durch KI geschaffenen und der vernichteten Arbeitsplätze die Waage halten werde."

Die Erhebung untermauert einen sich bereits abzeichnenden Trend. So kam eine im Mai 2023 veröffentlichte Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) zum Schluss, dass unter anderem der zunehmende Technologieeinsatz das Arbeitsumfeld stark verändern und bis 2027 zum Verlust von Millionen Jobs führen dürfte: Weltweit würden bis dahin 83 Millionen Stellen verloren gehen, während 69 Millionen neue entstehen dürften. Am schnellsten wachsen dürfte dabei die Nachfrage nach Spezialisten für die Bereiche KI und maschinelles Lernen, Informationssicherheit sowie Nachhaltigkeit.

Wegen des Vormarsches von KI-Anwendungen wie ChatGPT und Co. ist es zuletzt bei Technologieunternehmen, darunter Riesen wie der Google-Mutter Alphabet, Microsoft oder Amazon, zu Entlassungswellen gekommen. Anfang dieses Jahres stellte Europas größtes Softwarehaus SAP Tausende Stellen auf den Prüfstand.

(Bericht von Paul Arnold und John Revill, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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