Anleger an der Schweizer Börse lassen die Finger von Wachstumswerten

Zürich (Reuters) - An der Schweizer Börse haben sich die Anleger am Mittwoch mit Käufen zurückgehalten.
Der SMI legte 0,1 Prozent auf 11.644 Punkte zu. Stützend wirkten die Hoffnungen der Investoren auf weiter sinkende US-Zinsen. Druck übten dagegen Nachrichten aus den USA und Frankreich aus. So droht der designierte US-Präsident Donald Trump bei Amtsantritt mit hohen Zöllen auf Importe aus Mexiko, Kanada und China. Dazu kam der erbittert geführte Haushaltsstreit in Frankreich. Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen vom Rassemblement National drohte mit dem Sturz der Regierung von Ministerpräsident Michel Barnier, weil sie mit den im Haushalt vorgesehenen Maßnahmen zur Ausgabenkürzung und Steuererhöhung nicht einverstanden ist.
Unter Druck standen vor allem Wachstumswerte. Der Arznei-Auftragsfertiger Lonza sackte 2,6 Prozent ab. Der Computerzubehör-Hersteller Logitech büsste 2,7 Prozent ein, der Bauchemiehersteller Sika 0,9 Prozent. Die Aktien des vor einer Sanierung stehenden Zweiradherstellers Pierer Mobility brachen um weitere knapp 13 Prozent ein.
Dagegen kletterten Idorsia fast sechs Prozent. Die Biotechfirma will ein gutes Drittel ihrer noch rund 750 Stellen streichen. Novartis verteuerten sich um 0,9 Prozent. Der Pharmakonzern kann sein Brustkrebsmedikament Kisqali künftig breiter einsetzen. Die Europäische Kommission ließ die Arznei auch zur Behandlung von Patientinnen mit HR+/HER2-Brustkrebs im Frühstadium und hohem Risiko eines erneuten Auftretens zu.
(Bericht von Oliver Hirt; redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



