Dax fällt nach Rekord

Aufregung um KI-Konkurrenz aus China

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Pixels Hunter/Shutterstock.com

Künstliche Intelligenz

Ein neues Modell für Künstliche Intelligenz (KI) aus China hat die Aktienkurse etablierter US-Tech-Konzerne am Montag stark belastet. Die App des KI-Assistenten des chinesischen Start-ups DeepSeek ist inzwischen in den USA auf Platz 1 der Downloads in Apples Plattform App Store. Den Rivalen ChatGPT des US-Anbieters OpenAI verwies sie damit auf Rang 2. Als eine Reaktion darauf zeichneten sich hohe Kursverluste für amerikanische Technologiefirmen ab.

Für den technologielastigen US-Index Nasdaq 100 wurde am Mittag ein Minus von fünf Prozent prognostiziert. Der deutsche Leitindex Dax fiel bis zum Mittag um 1,42 Prozent auf 21.090,43 Punkte, nachdem er noch am Freitagvormittag bei 21.520 Punkten einen weiteren Höchststand erreicht hatte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,6 Prozent ein.

DeepSeek könnte US-Konzernen Konkurrenz machen

Das KI-Modell des chinesischen Start-ups DeepSeek soll kosteneffizient sein und möglicherweise mit weniger starken KI-Chips auskommen als die großen KI-Modelle der etablierten Anbieter. Damit könnte DeepSeek ein ernstzunehmender Konkurrent in diesem Sektor werden.

Experten wollten die jüngsten Entwicklungen zwar nicht überbewerten, da es nichts bahnbrechend Neues gebe. Gleichwohl könnte die Debatte eine Konsolidierung der teils hohen Bewertungen im Tech-Bereich auslösen, sagte ein Börsianer.

"Plötzlich könnten all die hohen Bewertungen so gar nicht mehr gerechtfertigt sein und plötzlich interessiert sich an der Börse auch keiner mehr für die großen Versprechungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump, weitere 500 Milliarden Dollar in den KI-Hype zu investieren", schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus RoboMarkets. DeepSeek könnte die Antwort auf die Zollandrohungen aus Washington sein.

Hierzulande sackten unter anderem Aktien aus der Chipindustrie ab. So verloren im Dax Infineon mehr als vier Prozent. Für die Papiere von Siltronic, Jenoptik und Aixtron ging es im MDax zwischen gut drei und mehr als acht Prozent nach unten. Als klares Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax brachen Süss Microtec um gut zwölf Prozent ein.

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