Umfrage: Union verliert drei Prozentpunkte - AfD legt zu

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Berlin (Reuters) - Die Union fällt im neuesten ARD-Deutschlandtrend auf 26 Prozent (minus drei Prozentpunkte) - den niedrigsten Wert seit Oktober 2022.

Dagegen legt die AfD zu und kommt nun mit 24 Prozent (plus drei) auf einen neuen Höchststand, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage hervorgeht. Die SPD liegt weiter bei 16 Prozent, die Grünen rutschen auf elf Prozent ab (minus eins). Dagegen legen die Linken auf zehn Prozent zu (plus eins). Die BSW und die FDP würden mit je vier Prozent weiter an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Parallel dazu ist die Zufriedenheit mit CDU-Parteichef und designiertem Bundeskanzler Friedrich Merz weiter gefallen. Ein Viertel der Befragten gibt nun an, sehr zufrieden oder zufrieden zu sein. 70 Prozent sind mit ihm weniger oder gar nicht zufrieden. Auch CSU-Chef Markus Söder wird kritisch gesehen und kommt auf eine positive Einschätzung von 35 Prozent und eine negative von 58 Prozent.

Besser schneiden dagegen führende SPD-Politiker ab. Bei SPD-Chef Lars Klingbeil sind 35 Prozent zufrieden (plus sieben), 38 Prozent sehen ihn kritisch. An der Spitze liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit 60 Prozent Zustimmung und 26 Prozent Ablehnung. Kritischer wird allerdings SPD-Co-Chefin Saskia Esken gesehen. Hier gibt es eine Zustimmung von 13 Prozent und eine Ablehnung von 52 Prozent.

Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD finden 82 Prozent es normal, dass Kompromisse gemacht werden müssen. Nur 13 Prozent lehnen dies ab. Eine deutliche Mehrheit (79 Prozent) glaubt deshalb auch an das Zustandekommen des Bündnisses zwischen Union und SPD, 14 Prozent glauben das eher nicht. Gleichzeitig machen sich jedoch 20 Prozent sehr große und 53 Prozent große Sorgen darüber, dass die Parteien keine ausreichenden Antworten auf die drängendsten politischen Fragen finden werden.

(Bericht von Andreas Rinke, redigiert von Scot W. Stevenson)

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