Kreditwürdigkeit

Fed-Obere reagieren gelassen auf Verlust der Top-Bonität der USA

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Poetra.RH/Shutterstock.com

Vertreter der US-Notenbank haben auf den Entzug der Top-Bonität der USA durch Moody's betont gelassen reagiert.

Es gelte, dies wie alle anderen Daten bei der Festlegung der Geldpolitik zu berücksichtigen, sagte der Vizechef der Federal Reserve, Philip Jefferson, am Montag. Man werde diese Herabstufung aus derselben Perspektive betrachten wie alle eingehenden Informationen:

“Also, welche Auswirkungen hat dies auf das Erreichen unserer vorgeschriebenen Ziele, ohne zu kommentieren, was diese Herabstufung im politisch-ökonomischen Kontext bedeuten könnte.“

Philip Jefferson

Die Bonitätswächter von Moody's hatten am Freitagabend die Kreditwürdigkeit der USA von "Aaa" auf "Aa1" herabgestuft. Zur Begründung für den Schritt führte Moody's an, dass sich die Finanzlage der USA im Vergleich zu früheren Zeiten und zu anderen hochbewerteten Staaten voraussichtlich weiter verschlechtern werde. Die Herabstufung setzte den Dollar und die US-Staatsanleihen unter Druck.

Die Fed versuche, ihrem doppelten Auftrag gerecht zu werden, sagte Jefferson. Es gehe darum, Vollbeschäftigung zu fördern und Preisstabilität zu sichern: "In einer Zeit wie dieser, in der sich die Finanzmärkte verändern, ist es für uns wichtig, uns auf unsere Mission zu konzentrieren", betonte Vizechef der Fed.

"Einige Preiseffekte"

Der Präsident der regionalen Notenbank von New York, John Williams, räumte unterdessen ein, dass die Anleger ihre Anlagestrategie für US-Vermögenswerte überprüften. Doch sei keine Abkehr von dieser Strategie "im großem Stil" zu beobachten. Er verwies zugleich auf Anzeichen von "Gerüchten oder Sorgen" hinsichtlich des Zustands von Dollar-Vermögenswerten mit Blick auf politische Veränderungen und eine große Unsicherheit. Doch seien "keine großen Veränderungen" dabei zu beobachten, wie ausländisches Geld in den Markt für Staatsanleihen fließe. Allerdings habe es im Zusammenhang mit veränderten Präferenzen "einige Preiseffekte" gegeben.

Auch wenn die Renditen im Zuge dieser Entwicklung gestiegen seien, so seien die US-Staatsanleihen doch zumeist in engen Handelsspannen geblieben. Der Sektor mit den Kernmärkten für festverzinsliche Wertpapiere, wie etwa Staatsanleihen, funktioniere sehr gut, sagte der Chef der New York Fed, die für das geldpolitische Tagesgeschäft der US-Notenbank zuständig ist.

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