Geschäft mit US-Bestandsimmobilien schwächelt im April

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Washington (Reuters) - Die Zahl der Verkäufe bestehender Eigenheime in den USA ist zuletzt überraschend zurückgegangen.

Sie verringerte sich im April um 0,5 Prozent zum Vormonat auf eine Jahresrate von 4,00 Millionen, wie der Immobilienmakler-Verband NAR am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg der Verkäufe auf eine Rate von 4,10 Millionen erwartet.

Die Verkäufe im vorigen Monat waren die niedrigsten für einen April seit 2009. Sie signalisierten damit einen schwachen Start in die Frühjahrsverkaufssaison. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gingen die Verkaufszahlen im April um 2,0 Prozent zurück.

"Die Eigenheimverkäufe lagen in den vergangenen drei Jahren bei 75 Prozent der normalen Aktivität, das heißt, der Geschäftstätigkeit vor der Corona-Pandemie", erläuterte NAR-Chefökonom Lawrence Yun. Die Verkäufe bestehender Eigenheime werden bei Vertragsabschluss gezählt. Die Verkäufe im letzten Monat spiegeln damit Verträge wider, die im Februar und März abgeschlossen wurden.

Eine Belastung für den Immobilienmarkt ist das unsichere Konjunkturumfeld. Dies hängt vor allem mit der von Kritikern als erratisch bezeichneten Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zusammen. Die Hypothekenzinsen sind parallel zur Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen gestiegen. Grund dafür ist neben dem Zollschlag die Sorge über die sich verschlechternden Haushaltsaussichten des Landes, nachdem Moody's den USA die Top-Bonität entzogen hat.

(Bericht von Lucia Mutikani, geschrieben von Reinhard Becker, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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