Devisenhandel

Euro gibt nach - US-Arbeitsmarktbericht besser als erwartet

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Wolfilser/ Shutterstock

(dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Freitag nachgegeben. Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1399 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch gut einen halben Cent höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1411 (Donnerstag: 1,1423) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8763 (0,8754) Euro.

Der solide US-Arbeitsmarkt stützte den Dollar. Es wurden im Mai mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Allerdings wurde die Werte in den Vormonaten deutlich nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote blieb stabil, während die Stundenlöhne deutlicher als erwartet zulegten. Der starke Anstieg der Stundenlöhne ist laut Thomas Altmann, Analyst bei QC Partners, mit Blick auf mögliche Leitzinssenkungen durch die US-Notenbank ein Grund zu Sorge. "Diese Werte könnten die Fed durchaus zum längeren Abwarten bewegen."

"Die Zölle führen bislang zu keinen deutlichen Bremsspuren am US-Arbeitsmarkt", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Es sei jedoch fraglich, ob dies so bleibe. "Die Zölle verunsichern Unternehmen und gleichzeitig lasten sie auch auf der Konsumlaune, was auf den Umsätzen lastet", so Gitzel. "Und mehr noch, das Dodge-Programm führte zu Entlassungen im öffentlichen Sektor und gleichzeitig auch zu weniger Einstellungen."

Der Euro war jedoch bereits vor der Veröffentlichung der Konjunkturdaten unter Druck geraten. Schwächer als erwartet ausgefallene deutsche Industriedaten belasteten die Anleihen. Die Produktion ist im April nach einem starken Vormonat wieder gesunken. Der Rückgang war deutlicher als von Volkswirten erwartet.

Mittlerweile hat der Euro seine deutlichen Kursgewinne vom Donnerstag, als die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, das Ende des geldpolitischen Zyklus angedeutet hatte, wieder komplett abgegeben.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8426 (0,8419) britische Pfund, 164,62 (163,66) japanische Yen und 0,9383 (0,9365) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 3.774 Dollar. Das waren etwa 15 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he

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