Trump deutet Zwangsmaßnahmen im Streit mit Fed-Chef über Leitzinssatz an

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Washington (Reuters) - US-Präsident Donald Trump erwägt angesichts des von ihm als zu hoch kritisierten Leitzinssatzes nicht näher beschriebene Zwangsmaßnahmen.

Allerdings werde er den Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, nicht entlassen, versicherte der Präsident am Donnerstag vor Reportern im Weißen Haus. "Ich muss vielleicht etwas erzwingen", sagte Trump ohne zu erläutern, was er damit meinte. In der Vergangenheit hatten Befürchtungen, Trump könne die Unabhängigkeit der Federal Reserve untergraben, Turbulenzen an den Finanzmärkten ausgelöst.

Vergangenen Freitag hatte Trump angekündigt, bald über den Nachfolger von Powell zu entscheiden. Ein guter Fed-Chef würde die Zinsen senken, hatte der Präsident betont.

Trotz der wiederholten Rufe aus dem Weißen Haus nach einer Zinssenkung hielt die unabhängige US-Zentralbank zuletzt die Füße erneut still und beließ den Leitzins im Bereich von 4,25 bis 4,50 Prozent. Die Notenbank will Powell zufolge mehr Klarheit darüber gewinnen, wie sich die Politikwende unter Trump auf die Inflation und den Arbeitsmarkt auswirken wird. Der nächste Zinsentscheid steht am 18. Juni an. Viele Experten rechnen aber erst für September mit einer Zinssenkung.

(Bericht von Jeff Mason and Trevor Hunnicutt, geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Christian Rüttger Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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