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Gefallener Star

Trading-Chance Porsche: Raus aus dem DAX!

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Gestern flog Porsche nach nur drei Jahren Zugehörigkeit aus dem deutschen Leitindex DAX. Es ist ein weiterer trauriger Tiefpunkt für die Automobilindustrie, die brutal unter den politischen Entscheidungen der letzten Jahre leidet. Wir zeigen schonungslos auf, wie dramatisch die Zahlen eingebrochen sind und wollen einen Blick in die Zukunft werfen. Dabei stellen wir auch eine konkrete Trading-Chance vor.

Quelle: onvista

Automobil-Krise

Stellen Sie sich vor, Sie sind der beste Konditor weltweit. Eines Tages kommt jemand vorbei und händigt Ihnen ein Schreiben aus, in dem Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie ab sofort nur noch Pferde züchten dürfen. So ähnlich geht es der Automobilindustrie, die noch viel mehr leidet, als es öffentlich bekannt ist. Die Nachfrage ist massiv eingebrochen, zudem verursachen die Umbaumaßnahmen gigantische Kosten. Die Unsicherheit ist enorm und die Einschnitte hart. Verwunderlich ist das nicht. Ein Verbrenner-Fahrzeug besteht aus etwa 10.000 Teilen. Ein E-Auto gerade einmal aus 1000 Teilen. Dass gerade im Bereich der Zulieferer das ein regelrechtes Ausbluten bedeutet, ist daher logisch.

Die seit drei Jahren andauernde Wirtschaftsflaute in Deutschland und die zugleich staatlich subventioniert aggressiv in den Markt gehende Konkurrenz aus China ließen die Nachfrage nach Deutschen Fahrzeugen auf eine nie gekannte Weise einbrechen. Wenn keine Gegenmaßnahmen  ergriffen und entschieden gehandelt wird, werden zumindest einzelne Autobauer möglicherweise sogar an den Rand des Ruins getrieben.

Was macht Porsche?

Der Hauptgeschäftsbereich von Porsche ist die Automobilherstellung, in welchem sich Porsche auf die Produktion von Sportwagen und Hochleistungsfahrzeugen spezialisiert hat. Neben der Automobilherstellung betätigt sich Porsche auch im Bereich Finanzdienstleistungen, der Finanzierungs- und Leasingoptionen für Porsche-Fahrzeuge anbietet. Ebenso umfasst das Portfolio von Porsche Consulting Services, wo das Unternehmen Beratungsdienstleistungen für externe Kunden in verschiedenen Industrien anbietet. Darüber hinaus engagiert sich Porsche im Bereich der Elektromobilität und entwickelt elektrische Antriebskonzepte für seine Fahrzeuge. Porsche ist ebenfalls im Motorsport aktiv und nimmt an verschiedenen Rennsportveranstaltungen teil, wobei es sowohl eigene Teams unterstützt als auch Rennwagen für Kundenrennteams zur Verfügung stellt.

Fundamentale Bewertung

In der Regel hat es Gründe, warum eine Aktie deutlich fällt. So natürlich auch bei den Porsche-Papieren. Die gesamte Branche leidet massiv unter der Politik aus den Ampeljahren und den Vorgaben bezüglich eines Verbrenner-Aus. Die Nachfrage nach neuen Autos ist auf breiter Front gering, da die Menschen eine enorme Verunsicherung angesichts der wirtschaftlichen Lage (drittes Jahr rezessiv) verspüren, und das wenige Geld, das ihnen bleibt, in dringend notwendige Dinge investieren, nicht aber in ein Auto. Diese Tendenz schlägt sich auch in den Porsche-Zahlen der letzten Jahre nieder.

Der Gewinn je Aktie hat sich binnen drei Jahren von 5,46 auf 2,38 Euro mehr als halbiert. Alarmierend! Für 2025 wird sogar nur ein Gewinn von 1,71 Euro pro Anteilsschein erwartet. Anschließend will man wieder in ein Gewinnwachstum kommen und bis 2028 ein Ergebnis pro Aktie von 4,39 Euro erzielen. Die Netto-Marge brach von 13,15% in 2022 auf 4,2% in 2025 brutal ein. Es verursacht immense Kosten, derartige Konzerne auf E-Mobilität umzustellen. Produktionsstraßen müssen teilweise komplett neu errichtet werden.

Es kommen Gerüchte auf, dass zumindest ein Teil der unter der Ampel eingeleiteten Maßnahmen zurückgenommen werden. Das würde Porsche und auch anderen Unternehmen aus der Branche wieder eine neue Perspektive geben. Denn vor nicht allzu langer Zeit waren die hiesigen Firmen Weltmarktführer und Vorbild für die gesamte Industrie. Davon ist derzeit jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Eine Abkehr vom Ampelkurs könnte hier eine Wende einleiten. Wer darauf setzen möchte kann derzeit die Porsche-Aktie mit einem KGV von nur 11 und damit historisch günstig erwerben. Es ist jedoch eine spekulative Wette. Denn eine solche Industrie ist kein kleines Ruderboot, das man mit ein bis zwei Schlägen wendet, sondern eher ein gigantischer Tanker, der selbst dann noch weiter in Fahrtrichtung unterwegs ist, wenn man längst Umkehrschub gegeben hat.

Boden gefunden?

Der Chart der Porsche-Aktie sieht alles andere als ermutigend aus. Der Einbruch von Gewinn und Netto-Marge spiegelt sich in der Kursentwicklung der vergangenen Jahre wider. Immerhin: die Talfahrt könnte vorerst gestoppt sein und ein Boden nahe der 40-Euro-Marke gefunden worden sein. Ein positives Signal würde generiert, wenn der Aktienkurs die Marke von 48,11 Euro überwindet. Dann wäre zunächst Luft bis 56 Euro. 

Chart der Porsche-Aktie
Quelle: www.tradingview.com

Fazit:

Auch heute haben wir wieder eine eher spekulative Chance, die wir Ihnen vorstellen, im Gepäck. Entsprechend des Turnaround-Charakters, den dieser Trade hat, sollte aus unserer Sicht die Einsatzhöhe moderat gewählt werden. Ein solcher Trade kann eine spekulative Beimischung zu einem Portfolio sein, das mit Qualitätsaktien und einer längerfristigen Positionierung bestückt ist.

Turbo Bull Optionsschein auf Porsche

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Turbo Bull Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat K.O.- und Basispreis gleichauf bei 25,682 Euro. Der Hebel liegt gegenwärtig bei 3,5. Wir wählen üblicherweise die Produkte so aus, dass der K.O. unweit des sinnvollen Stop-Loss gelegen ist, womit gilt: Einsatz = Risiko. Zur Absicherung macht ein Stop-Loss im Produkt bei 0,20 Euro aus unserer Sicht Sinn. Es gilt entsprechend: Einsatz gleich Risiko. Die WKN lautet UG0SVM.

Wichtige Chartmarken

Widerstände:  56 Euro

Unterstützungen: 40 und 35 Euro

Turbo Bull Optionsschein auf Porsche

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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