Trading-Chance DAX: Kurzfristig Schwäche, aber…
Die amerikanischen Leitbörsen kennen nach wie vor nur eine Richtung: aufwärts! Gleichzeitig sehen wir jedoch seit Wochen keine neuen Verlaufshochs mehr im 40 Titel umfassenden DAX-Index. Wir schauen uns die Relation zu den US-Märkten genauer an, betrachten die charttechnische Situation und beleuchten die derzeitige Bewertung des Deutschen Aktien Index. Schlussendlich leiten wir eine kurz- und mittelfristige Einschätzung her und zeigen eine aktuelle Trading-Chance auf.

Was ist der DAX?
Der DAX ist der Leitindex der Deutschen Börse und umfasst heutzutage 40 Werte (ehemals 30). Die fünf Aktien mit der höchsten Gewichtung haben allesamt über 100 Milliarden Marktkapitalisierung. Es sind SAP, Siemens, Airbus, Deutsche Telekom und Allianz. Rheinmetall näherte sich mit 85 Milliarden Marktkapitalisierung zuletzt an, liegt aber noch unter dieser Schwelle. Insgesamt hat der DAX eine Marktkapitalisierung von 2 Billionen. Zum Vergleich: der marktbreite S&P 500 in den USA hat eine Marktkapitalisierung von 53 Billionen Dollar.
Bewertung auf Basis des KGV
Ein gerne heran gezogenes Kriterium für die Bewertung von Aktien ist das Kurs-/Gewinn-Verhältnis, kurz KGV. Es setzt, wie der Name bereits vermuten lässt, den Kurs in Relation zum Gewinn des Unternehmens. Das KGV ist das Vielfache des jährlichen Gewinns eines Unternehmens. Beispiel: hat eine Aktie beispielsweise ein KGV von 8, bedeutet dies, dass sie an der Börse mit dem 8-fachen des Jährlichen Gewinns bewertet ist. Bewertungen mit dem 15-20-fachen des Jahresgewinns sind nicht ungewöhnlich. Jenseits des 30- bis 35-fachen des jährlichen Gewinns sollte man jedoch zumindest etwas aufmerksamer werden und genauer hinschauen. Besonders Aktien, die gerade einen Hype erfahren, werden nicht selten auf absurd hohe KGV´s getrieben. Um dies wieder in eine gesunde Balance zu bringen gibt es dann zwei Möglichkeiten: entweder der Aktienkurs fällt oder aber das Unternehmen wächst deutlich. Bei Qualitätswerten kommt meist letzteres zum Tragen.
Derzeit wird der DAX mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 18,5 gehandelt. Der Blick auf die Historie (Quelle: boerse.de) zeigt, dass der Index bei einem KGV nahe 10 günstig bewertet und einem Boden sehr nahe war. Bei großen Börsen-Crashs, wie sie 2000, 2008/09 und 2022 auftraten, lag das KGV jeweils bei oder gar über 30. Kurzum: der deutsche Leitindex ist nicht günstig, aber extrem hoch ist die Bewertung auch nicht. Mittel- bis langfristig wäre unter diesem Gesichtspunkt durchaus noch weiteres Potenzial vorhanden. 27 von 40 Aktien aus dem DAX sind derzeit unter dem 10-Jahres-Durchschnitt ihres KGV´s bewertet.

Relative Schwäche des DAX
Während das KGV eher eine mittel- bis langfristige Orientierung geben kann, sind Vergleichs-Kennziffern, wie die Relative Stärke ein Maß, um die kurzfristige Tendenz eines Marktes besser einschätzen zu können. Hier zeigt sich der hiesige Börsenprimus zuletzt schwach auf der Brust. Während die US-Börsen abermals neue Allzeithochs erklimmen konnten, sinken die Notierungen des DAX seit Wochen. Im Fachterminus bezeichnet man dies als „Relative Schwäche“. Daraus lässt sich üblicherweise herleiten, dass kurzfristig weiteres Korrektur-Potenzial gegeben ist. Auch vor dem 2022er-Kursrutsch kippte der DAX vor dem S&P 500 (rote Linie) weg.

Die charttechnische Situation im DAX
Seit dem Zwischentief aus dem Herbst 2022 hat sich der Index in einem stabilen Trend aufwärts bewegt. Der Kurs verdoppelte sich dabei ziemlich genau. Anfang 2025 schossen die Notierungen sogar auf der Oberseite aus dem bis dahin intakten Trendkanal und der Index stieg steiler an, um dann anlässlich des Zoll-Crashs (Anfang April) vorübergehend senkrecht zu fallen. Nach der darauffolgenden neuerlichen Kurs-Rallye ist zuletzt Tristesse eingetreten. Die Region um 24.500-24.639 Zähler hat sich als Widerstand formiert. Dem gegenüber finden sich Supports bei 23.051 (horizontal) und bei 22.550 Punkten, wo die Oberkante des im Januar nach oben verlassenen Aufwärtstrendkanals verläuft. Derzeit erscheint es sehr wahrscheinlich, dass im Rahmen der gegenwärtig laufenden Korrektur zumindest diese alte Trend-Obergrenze in einer Pullback-Bewegung getestet wird.
Sollten die amerikanischen Märkte auch korrigieren, könnte sich die hiesige Korrektur gar bis etwa 20.500 Zähler ausdehnen. Dort verläuft die untere Kanalbegrenzung des seit Herbst 2022 intakten Aufwärtstrends.

Fazit:
Während wir langfristig weiteres Potenzial zur Oberseite im DAX sehen, spricht kurzfristig vieles für eine Fortsetzung der laufenden Korrektur-Bewegung. Dabei können Ziele bei 22.550, wie auch bei 20.500 Zählern adressiert werden. Wir haben für ein solches Kurzfrist-Szenario ein passendes Produkt für Sie ausgesucht und stellen es nachfolgend vor.
Open end Turbo Bear Optionsschein auf den DAX
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open end Turbo Bear Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 24.403,33 Zählern. Bei einem aktuellen Preis von 23.329 Punkten ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 22,63. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet UG8HGP.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 24.500-24.639 Pkt
Unterstützungen: 23.000, 22.500 und 20.500 Pkt
Open end Turbo Bear Optionsschein auf den DAX
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.



