Wall Street schwächer - Jobdaten und Shutdown bremsen

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Frankfurt (Reuters) - Schwächesignale vom US-Arbeitsmarkt und der Shutdown der Regierung haben die Anleger an der Wall Street am Mittwoch verunsichert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor am Morgen 0,2 Prozent auf 46.310 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gaben jeweils rund 0,4 Prozent auf 6665 und 22.568 Zähler nach.

Die ADP-Daten zeichneten ein eingetrübtes Bild vom Arbeitsmarkt: In der Privatwirtschaft fielen demnach im September 32.000 Jobs weg, von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Zuwachs von 50.000 erwartet. Wegen des teilweisen Regierungsstillstands in den USA im Zuge der Haushaltssperre wird aus der eigentlich für Freitag vorgesehenen Veröffentlichung des Jobberichts voraussichtlich nichts.

Anleger zeigten sich besorgt über eine möglicherweise längere Pattsituation. "Wir gehen davon aus, dass sowohl der Arbeitsmarktbericht für September als auch die Veröffentlichung der Verbraucherpreise in der nächsten Woche verschoben werden, bis die Regierung wieder ihre Arbeit aufnimmt", schrieben die Volkswirte von JP Morgan. Dies könnte die geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank Fed unklarer machen.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Pfizer nach einem Pharma-Deal mit US-Präsident Donald Trump rund 1,2 Prozent im Plus. Im Rahmen der Vereinbarung senkt der Konzern die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente im staatlichen US-Programm Medicaid für Bedürftige und erhält im Gegenzug Zollerleichterungen. Trump hatte die Branche monatelang wegen der hohen Medikamentenpreise unter Druck gesetzt.

Bei Nike ging es 3,6 Prozent nach oben. Der weltgrößte Sportartikelkonzern stoppte im ersten Quartal 2025/26 den Abwärtstrend beim Umsatz und überraschte damit die Experten.

Auf Höhenflug gingen die Aktien von Lithium Americas, die 23 Prozent zulegten. Die US-Regierung steigt bei dem Lithium-Förderer ein und sichert sich zudem eine Beteiligung an dessen Schlüsselprojekt Thacker Pass. Das Bergwerk im Bundesstaat Nevada soll nach seiner für 2028 geplanten Eröffnung der größte Lithium-Lieferant der westlichen Hemisphäre werden.

(Bericht von Niket Nishant, Sukriti Gupta, geschrieben von Anika Ross; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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