
Die Stagnation auf hohem Niveau am deutschen Aktienmarkt setzte sich zum Handelsstart zunächst fort, bevor im Verlauf der ersten Handelsstunde dann die Käufer das Kommando übernahmen. Eine Stunde nach Handelsbeginn notierte der Dax 0,33 Prozent höher bei 24.465 Punkten.
Möglicherweise sorgt das am Abend anstehende Protokoll der vergangenen US-Notenbanksitzung für Bewegung, dann am deutschen Markt aber erst am Donnerstag. "Der Markt preist eine weitere US-Zinssenkung Ende Oktober weiterhin fest ein", schrieb Activtrades."
Investoren in Europa ignorierten weiterhin alle negativen Nachrichten oder Markteinflüsse, erläuterte der Finanzmarktexperte Andreas Lipkow. So stünden die politischen Entwicklungen in Frankreich weiterhin im Hintergrund und auch die schwachen deutschen Konjunkturparameter würden nicht beachtet. So bleibt die Lage der Industriebetriebe in Deutschland schwierig. Im August war die Produktion wegen eines Einbruchs in der Automobilindustrie deutlich stärker als erwartet gesunken
US-Bedenken zu China belasten ASML - Aixtron auch schwach
Die Aktien von ASML haben im frühen Handel am Mittwoch deutlich nachgegeben. Zuletzt verlor der Wert 1,7 Prozent, nachdem er zu Handelsbeginn noch stärker unter Druck gestanden hatte. Die Aktie setzte damit ihre Konsolidierung nach dem starken Anstieg seit Anfang August, der von rund 600 auf 900 Euro geführt hatte, fort.
Neben mäßigen Vorgaben der US-Technologiewerte belastete eine Meldung, wonach ein Ausschuss des US-Kongresses festgestellt hat, dass die Produkte großer Hersteller von Halbleiteranlagen wie ASML, KLA und Lam Research in China auch zu militärischen Zwecken genutzt werden. Sorgen vor Exportbeschränkungen erhielten damit Auftrieb.
Andere Titel aus dem Bereich der Halbleiterausrüster wie Aixtron im MDax gaben ebenfalls nach, wobei bei Aixtron eine zurückhaltende Einschätzung von JPMorgan mitspielte. So sieht Analyst Craig McDowell eine langsamere Erholung in den Kernmärkten von Aixtron. Er nahm die Bewertung bei einem Kursziel von 13,40 Euro mit "Neutral" auf. Der Aixtron-Kurs sank um fast sieben Prozent auf 13,55 Euro.
Autowerte unter Druck
Die Schwäche in der Automobilbranche spiegelte sich am Mittwoch in den Kursen der Hersteller wider, zumal BMW die Prognose für das laufende Jahr senkte. Der BMW-Kurs fiel um 6,4 Prozent. Mercedes-Benz verloren 3 Prozent.(mit Material von dpa-AFX)


